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Der Orient · 1841-08-28 · 35 (28.8.1841) · p. Spalte 529-530

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
35 (28.8.1841)
Article
Das Glaubensbekenntniß der Zenobia, Fürstin von Palmyra
Date
1841-08-28
Page
Spalte 529-530 (sequence 1)
Language
German
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Meraturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur AT35. Leipzig, den 28. August 1841. Abhandlung. Das Glaubensbekenntniß der Zerrobia, Fürstin von Palmyra. Won S. Cassel. Ein Blick auf die Geschichte ihrer Seit. Daß sie keine Jüdin war entschieden erwiesen. — Lit. Ueb ersich ten. Stunden der Weihe für israelitische Consirmanben, v. Dr. Creizenach, beurth. v. Dr. Landau. Nabbinische Chrestomathie von Prof, und Dr. Beelen. — Rechtsgutachten des Rabb. Ahron CH »rin in Arad» — Lit. Anzeigen. Das Glaubensbekenntnis der Zenobia, Fürstin von Palmyra. Von Selig Cassel» (Schluß.) Bon ihrer Abstammung haben wir schon gesprochen, Einzelnes noch fügen wir unten hinzu. Persönlich tapfer und von glücklichem Erfolge 44 begleitet, wird sie wie Persische Könige^ verehrt, speist sie wie Römische Imperatoren^. Ihre Söhnet deren Lehrer der Heide^ 44) Lreb. Pollio. Zenob. cf. Vop. Aurel. 26. 45) Lreb. Pollio. Zenob. 46) Lreb. Pollio. Zenob. „cor.viYata est emperatorunt more Rornanorum. Salmasius ändert an dieser Stelle den Text und will auf folgende Weise gelesen haben, wodurch der Sinn etwas anders wird „vixit reguli pompa; more magis persico advorata est5 more regum Persarum convirata est; imperatorum more Romanorum ad conciones galeata processät, cum liinbo purpureo.“ 47) Herenmcmus und Limolaus werden gewiß als ihre Söhne betrachtet. Seltsam sind die Worte Dr. Iost's, Bd. 4. p. 167 seines großem Geschichtswerks: „Sie so wohl als ihr Nachfolger Vaballat". Zenobia harte keinen Nachfolger, da mit ihr das palmyrerüsche Reich, ja fast Palmyra zu sein aufhört. Eher könnte man den Achilleus (Vop. Aurel. 31. Ich halte dies parentem nicfjt ' patrem wie in dem Aussätze des Wernsdorff und Deilingius p. 15 und Geller hist, of Palmyra p. 117 gezeigt wird, denn da er doch offenbar mit dem Antiochus des Zosimus 1, 60 eine Person ist, so passen auf den Vater der Zcnobia wahrlich die Worte nicht 1, 61: „ovds XLfMQQiccg ’Avtl6%ov ähov 8ia rr\v evvsIslccv sivai voßiocxQ fxcpLr}(>iu sondern wie Casaubon eognatum, wie ich auch, wie dieser Lhut, diese evt^eluvilitas nicht auf die Geburt beziehe. Schobt die Wichtigkeit, daß er der Va- > ter der genobia gewesen, widerspricht diesen Worten. Daß An- > riochus richtiger als Achilleus sei, behauptet Bandurius (Numism. Imp. 1, 398)] oder Antiochus (Zos. 1, 60) der von Einigen für ihren Vater gehWn wird, und dessen Empörung die gänzliche Vernichtung des palmyrenischen Reiches nach sich zog, einen Nachfolger nennen. Was Vaballat betrifft, so ist über ihn und seinen Namen der Streit unter den Gelehrten sehr groß, indem die Einen ihn für den' Sohn des Odenat, die Andern für den des Herodes halten. Fröhlich (de familia YabaÜati memm. iiiustrata opusculum posthuinum cur. Yihell. Vindob. 1762) und Poherin (Reges Palmyrae in Recueil des rois p. 157 ed. Paris 1762) nehmen zwei Vaballathe an. Nach Münzen nun, üben deren Eine man den geistvollen Aussatz des Santinelli vergleichen kann Raccolta di calogere tom. 9 vergleichen kann, schließt man, daß dieser Vaballat entweder schon beim Leben der Zenobia als Feind derselben, oder vom Aurelian begnadigt eine kleine Herrschaft besessen habe entweder in Armenien (Tillemont hist, des empereurs Romains tom. 3. p. 534. Dazu vergleiche Goltzius thesaurus rei antiquariae p. 116 5 Franc,Medio barb. Biragi iiumismata p. 385; Ezech. Spanheim de praestantia et usn numismatum rol. 2. p. 260.) oder in einem Theile Egyptens, Arabiens oder Palästinas unter römischer Oberhoheit geherrscht habe. (Corfin. in epist. p. 97 hält Macedonien für den Sitz des Vaballat vgl. Eckhel doet. nummor. rol. 7, 493.). Keinesfalls kann er daher Nachfolger der Zenobia genannt werden. — 48) Casaubonus zu Vopisc. Aur. 30 nennt Longin einen Semichristianus der Worte halber „Dionys. Longin. 9. tceqi vor}6za>Q zavzTf v.cii 0 rcov lovdcdav ov% 6 7u%cov dvrjQu. Er wird schon und mit dem größten Recht von Langbain, einem Editor des Longin von 1636, und ebenso von Heineken widerlegt (in seinem Leben des Longin vor seiner Edit. desselben. Dresden 1737 p. XXV „Er war zwar wirklich ein Heide, denn was einige von feinem Chrrstenthume vorgeben wollen, beruhet auf schlechten Gründen.^) Doch glaubte der Letztere, freilich blos hypothetisch, daß, weit Vopiscus erzählte „(Longino) magistro usa esse ad graecas literas dicitnr“ sie den Longin blos deshalb habe rufen lassen (davon steht freilich auch nichts im Vopiscus), um die heilige Schrift kennen zu lernen. —^ 35

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