Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 33 (14.8.1841)
- Article
- Das Glaubensbekenntniß der Zenobia, Fürstin von Palmyra
- Date
- 1841-08-14
- Page
- Spalte 509-510 (sequence 4)
- Language
- German
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509 Saadja's excget. Schriften. Munk über Saadja. Prof. Haneberg. 510 seiner Angabe sich wohl noch erklären laßt, durch welche Schlüsse er diese selbst gebildet habe. (Fortsetzung folgt.) Literarische Uebersichten. 21) Ueber die in einer Münchner Handschrift aufbehaltene rc. 22) Mtice sur Rabbi Saadia Gaoa et sa version etc. (Fortsetzung.) giebt S. durch ebenso Binj. (1 S. 96 hebr.) nfcOpT W3 yyt, ebenso S. 96, aber dieses müßte nach dem Arabischen punktirt feinu. das Feminin N^'T^X; wie aber Binj. (S. 101) dazu kommt, auch das biblische Pi^T so zu nennen, ist mir unbegreiflich. giebt S. durch wiedereben so Binj. (das/ 73) KT) ']^nDTO (vgl. W. Schickard: Tarich p. 204—206), hingegen behält Binjamin bei, obgleich Saadja es durch PKlT wiedergiebt. Außer iIXrT, womit S. DOT wiedergiebt, setzt er noch zuweilen dafür (Antiochien), eben so Binj. (das. S. 26), hingegen gibt Binj. jM gar nicht durch wieder, DT! auch nicht durch NDJiliN1*), und unter versteht er nicht Armenien. Auch stimmt Binj. (das. 81) dem S. bei, ]"Dn mit ^jD zu identisiciren (was aber bei Asher falsch |~£T punktirt ist), welche Jdentisicirung schon im Targum und im Talmud sich findet (S. Or.1841, N. 18). Wir wundern uns, daß der neue Herausgeber des Binjamin bei der Erläuterung der geographischen Eigennamen in den Masaot auf Saadja gar keine Rücksicht genommen, der doch jedenfalls die erste Stufe zu einer historischen Entwickelung des Gebrauchs dieser Eigennamen bei den Juden abgegeben haben würde; denn von Saadja aus würden leicht die die biblischen Namen erläuternden und umschreibenden, wie rm^x, Njnirai?, ^v;6x, ]“Dn, DjT, nöm, auf noch frühere Quellen zurückzuführen gewesen sein, und der Gebrauch derselben bei Binjamin erschiene dann als ein historisch berechtigter, während durch die bloße Vergleichung der arabischen Quellen zwar ihr Versiandniß aber nicht ihre Geschichte ermittelt ist. 2) Diesen geographischen Namen finde ich nirgends sonst erwähnt, noch viel weniger erläutert; auch Schaltens in den geogr. Ind. hat ihn nicht. Für DT haben die Araber auch DN3HX (Edris Africa ed. Hartm. 152), d. h. sie haben noch dasselbe Wort mit nur phonetischer Veränderung, und daß dieser Namen so koptisch lautet hat schon Kircher und Qua kreme re nachgewiesen. Ich vermuthe daher, daß Bahneffa (XDT2) mchts anders sei als ndT oder dxTx mit dem Vorgesetzten koptischen Artikel, wenn man nicht überhaupt unnimmt, daß für 3 ein D zu lcsen sek, und HD kh, für fi stehe. 4) DOnnx CN'Itt mtp, Übersetzung der letzten Propheten. Auf der Bvdlejcmischen Bibliothek n. 40. oder vo6. 5zunt. 206, befindet sich eine Handschrift, welche die arabische Version der drei großen (Jesaja, Jirmija, Jecheskel) und der zwölf kleinen Propheten umfaßt und nach der beigefügten Unterschrift im Jahre 507 der Heg'ra, d. i. 1113 d. g. 3. geschrieben ist. Den nach Jirmija steht sorgende Nachschrift ITin 3X1B pDHNI n phx MV hx iVst cnxo nn»’»1?« fiBc^x nntOB'1? und zu Jecheskel rW?.'B rUD JXI&^X ]XB1 inxnb ii pn rpa MO N2ix n'NI nstOixvx. Die Aehnlichkeit mit der Saadja'fchen Uebersetzung, die man natürlich bei . der über Jesaja am besten prüfen kann, hat schon Schnurrer in seiner bekannten Monographie (Dispniatio philologica ad Ezeehielis c. 21. Tübingen 1788. 4. p. 56 vgl. seine dissertationes phil. - criticae p. 437) und Paulus, dadurch daß er am Schlüsse seiner Ausgabe der Jesaja-Version aus dieser Handschrift viele Fragmente mit hebräischen Lettern hat abdrucken lassen (Jes. 3, 16—26; 8, 16— 21; 9, 1. 5. 6; 11, 3. 11; 21, 1—10; 34, 11— 15; 38, 9—22; 52, 13 — 15; 53, 1—12), hinlänglich nachgewiesen. Denn das sechste Fragment z. B., nämlich c. 21, 1—10, stimmt Wort für Wort mit der von Saadja überein, und selbst wo die wörtliche Uebereinstimmung nicht so sichtbar ist, sieht man doch deutlich, daß man hier mit einem Uebersetzer zu thun hat, der wenn auch nicht gerade Schüler doch Verehrer und Ergänzer des Saadja ist. Pococke, der früher ganz richtig in seinem Micha-Commentar dem Saadja diese Arbeit abgesprochen, hat sich sogar in seinem Commentar zu Hosea entschlossen, diese Version förmlich dem Saadja zuzuschreiben, weit zu Hof. 6, 9 diese Version mit dem Saadja'fchen, welche Kimchi citirt, übereinstimmt. Freilich hat Pococke unrecht, denn diese'Übersetzung ist nicht von Saadja selbst, und zwar zum Theil schon deshalb nicht, weil zu Jes. 35, 9 gleich nach der Uebersetzung sich das Scholion findet: rprp xb myD "mi *6 ^SW^X ^XTD *VXD1 “DX^X DÜ jD XTO jO*» X^ topD x^x^x' xrrpD^D ori jnp x1? bn xr?D inyy* d' h. unser Lehrer Saadja hat (also) den Vers 35, 9 erklärt: Nicht wird da sein auf demselben Wege irgend ein Löwe, und die andern Versammlungen der Thiere werden über denselben nicht steigen; man wird sie daselbst auch nicht antreffen, die Geliebten Gottes allein werden auf demselben wallen". In der Saadja'fchen Uebersetzung (ed. Paulus I. S. 186) findet sich wirklich diese Uebersetzung wörtlich (nur daß dort das Wort NXTQ fehlt); aber auch schon die Vergleichung lehrt uns, daß wir nicht Saadja selbst vor uns haben, und die Übereinstimmung mit den Eitaten des Kimchi kann aus der Benutzung Saadja's hervorgegangen sein. Umgekehrt aber auch kann diese Stelle nur beweisendaß die Version des Jesaja eine spätere Umarbeitung ist,