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Der Orient · 1841-08-07 · Heft 32 (7.8.1841) · p. Seite 217

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Journal
Der Orient
Volume
2 (1841)
Issue
Heft 32 (7.8.1841)
Article
London: Ausstellung einer Urkunde an Montefiore ...
Date
1841-08-07
Page
Seite 217 (sequence 1)
Language
German
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Zweiter Jahrgang. Berichte» Studie« und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abomn'rtb eiallen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. für Jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblattmitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. Hb*. ZUliNs Fürst. 32. Leipzig» den 7. August 1841» Großbritannien. (Sonbon. Ausstellung einer Urkunde an Montefiore, sein Familienwappen betreffend. Das Eigenthümlichfte ist eine Fahne mit der Inschrift Jerusalem.) — Deutschland. (Dresden, über die Gemeinde-Zustande. Replik.) — Lichtu. Schattenbilder aus der M. Gesch. d. Gegenwart: Das Adolph-Stift in Berlin, zur Unterstützung jüd. Studirender. — Personalchronik und Miscellen. F o nld. Nekrolog des Jahres 1841. Büdinger. Bing. Synagogea-Einweihungen. — LB. d.O. Großbritannien. London- 18. Juli. Die englische Königin Victoria hat für Sir Moses Montefiore eine Urkunde ausgestellt, worin sie ihm als Belohnung für seinen Eifer in der Damaskusgeschichte eine darauf bezügliche Umgestaltung in seinem Familienwappen gestattet. Diese Urkunde lautet: Victoria, von Gottes Gnaden Königin des vereinten Königreichs Großbritannien und Irland, Vertheidigerin des Glaubens rc. an unfern sehr getreuen und sehr lieben Vetter und Rath Bernard Eduard Herzog von Norfolk, Earl Marshal und Unfern Erb- Marshal von England, und Ritter Unsers hohen Ordens vom Hosenbande, Unfern Gruß: Nachdem uns vorgetragen worden, daß unser getreuer und sehr lieber Sir Moses Montefiore zu Grosvenor Gate, Parklaiie, Sprengel St. George, Haiiover Square in unserer Grafschaft Middlesex und Last Cliff Lodge Ramsgate in unserer Grafschaft Kent, Ritter, Mitglied der königl. Gesellschaft und gewesener Sherif von London und Middlesex, in Folge der Nachrichten, die er aus dem Morgenlande erhielt, daß eine Anzahl Juden zu Damask und Rhodus eingekerkert und gemartert, und viele Kinder eingekerkert und fast aller Nahrung beraubt, mehrere Personen aber gefoltert worden, bis sie starben, alles wegen der Beschuldigung, daß die Juden den Priester Namens P. Tomasso zu Damask getödtet hatten, gemäß seinem freiwilligen Anerbieten gegen eine Allgemeine Versammlung des Londoner Eomite von Deputirten des Britischen und anderer Juden, gehalten 15. Juni vorigen Jahres, in Begleitung Lady Montefiore's nach Alexandrien gereist war, in der Absicht, die Unwahrheit der Beschuldigung zu erweisen und die Sache seiner unglücklichen und verfolgten Brüder zu vertreten; daß er zu Anfänge des August m Alexandrien angekommen sei und so glücklich war vom Pascha von Aegypten, Mehemed Ali, die ehrenhafte Freilassung der cmgeklagten Personen, welche eingekerkert waren, und die Erlaubniß für die, so entflohen waren , znr Heimkehr zu erlangen; daß er darauf nach Constantinopet gereist ist, wo er Audienz bei'm Sultan Abdul Medschid hatte und von Sr. Kais. Maj. einen Firman erhielt, welcher die Juden für unschuldig erklärt und allen zur jüdischen Religion sich bekennenden Personen unter türkischer Herrschaft gleiche Rechte mit allen andern Unterthanen sichert. — So haben wir Vorbesagtes in unsre königliche Betrachtung genommen, mb wünschend dem gerannten Sir Moses Montefiore Unser besonderes Zeichen Unsrer königlichen Gewogenheit zu geben., als Andenken an diese seine anhaltenden Bemühungen zu Gunsten seiner gekrankten und verfolgten Brüder im MorgenLande und der Natron im Allgemeinen, lgeruhen in Gnaden ihm zu gestatten Supporters in seinem Wappen zu führen, das Vorrecht Supporters zu führen beschränkt sich auf die Pairs des Königreichs, die Ritter Unsrer Orden und die Geschäftsführer der Prinzen von Unserm Geblüt bei Installationen, ausgenommen solche Fälle, wann unter befördern Umständen wir geruhen Unsre Genehmigung zu deren Gebrauch zu ertheilen. Wisset demnach, daß Wir aus Unsrer fürstlichen Gnade und besonderer Gewogenheit demselben, besagtem Sir Moses Montefiore, Unsre königliche Genehmigung und Erlaubniß gege- ' ben und verliehen haben und dnrch Gegenwärtiges geben und verleihen: Laß er führen dürfe folgende Supporters tu seinem Familienwappen, nämlich: An der rechten Seite einen vorwärtsschauenden (guardant) Löwen, und an der linken Seite einen Hirsch, jeder tragend eine Flaggen-Stange, von welcher eine Fahne fliegt, die rechte mit der Inschrift Jerusalem in hebräischen Buchstaben, so wie dieselben in der hierbei angehängten Abbildung genauer gezeichnet sind. Besagte Schildhalter sind erst gehörig als Muster zu bilden nach den Wappen- Gesetzen, und einzutragen bei'm Wappen-Amt, ansonsten diese Unsre Genehmigung und Erlaubniß leer ist und wirkungslos. Unser Wille und Genehmhaltung ist daher, daß Ihr Bernard Eduard Herzog von Norfolk, welchem die Anerkenntniß derartiger Angelegenheiten eignes zukommt, fordert und befehlet, daß diese Unsre Verleihung und besonderes Zeichen Unsrer königlichen Gewogenheit-eingetragen werde in Unsrem Wappen- 32

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