Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1841-07-31 · 31 (31.7.1841) · p. Spalte 469-470

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
31 (31.7.1841)
Article
Das Glaubensbekenntnis der Zenobia, Fürstin von Palmyra
Date
1841-07-31
Page
Spalte 469-470 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
82% known words query
IRI
…/8555529-9897381-9897472-2366044--1576-2366070
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

470 469 Das GlaubensbekmNtniß der Zenobia. (Flav. Dop. Aurel c. 27), bte als Bundesgenossen der Zenobia genannt werden. Hierher gehören auch die Stellen in Wopisc. Aureii c* 27 »pro nobis sunt Saraceni" und f$araccni Zenohiae subemnf" ebenso wie c\ 28 und 34, wo sie unter die Bundesgenossen der Zenobia ausgezahlt werden. Hierher gehört endlich noch die Stelle/ Terum46 b, wo ein vl) (f. 85ujctocf Lex. chüh'L thalm, rab'L p. 1558.) der Zenobia die Nachricht vom 7*1 bringt. Ob nun Zenobia auch eine Sarazenin gewesen sei, wird vielfältig bestritten) man halt sie für eine Egypterin-^) (Wood wir alles so wörtlich genau nehmen wollen, als es dasieht, denn es konnten ja Sarazenen in Syrien streifen, und eben dergleichen beim Heer der Zenobia sich befinden, wenn sie sagt „pro nobis sunt Saraceni, pro nobis Annertii, latrones Svri exercitum tuum, Aureliane, viccrunt etc. ^NiDü'l ’DN '1 p“?0 “3D2D3 "isiW N^'N "fl "VJJ1 (12 7fl""fl .u~ pj''?' : nrrfx> "flu pnb mcN, 'bv 1D3D -n jijltf ’pflD in by , üfl D’p'fl'yfl D’Dfl jflP "flj: fl’iW’Nl * 'TiN^ "lil "13 NTD2D N1D3 ])“P •M»** l-e/ayjoj*ik .rmn "fl uyr 13) „H parait que les Palmyreniens tenaient d’Dgyple la niugnificence extraordinaire des monumens puur leur inort$ iL ny a point de peuple, qui ait approeln cPavantage des Egyptiens dans cette sorte de depense. Zenobia etait originairement d’ßg-ypte; eile en parla la langue en merveille et eile uffensoit fort d‘hinter gji plusieurs choses Cleopatra une de ses aneetres.u Einen andern Grund für diese Behauptung will man in der Form einer Münze, die Seguin zuerst veröffentlicht hat, gefunden haben (Vaillant le pere, in der citirten Differration über die Medaille der Zenobia p. 503). Allein alle diese Gründe scheinen mir nicht hinreichend- Egypten zürn Vaterland der Zenobia zu machen; Wood selbst versichert, daß schon vor Zenobia Aehnliehkeiten in den Denkmälern Egyptens und Palmyrens hervorrreten, und in der Erzählung, daß sie von den Ptolemäern ihre Abkunft leitet, finden wir wahrscheinlich nur die orientalische Prahlerei wieder, die gern einen erhabenen Stammbaum bildet, wie schon Nenaudot in. seinem Eelaircissement über den Namen der Zenobia p. 572 bemerkt, Treb. Pollid im Herenian. erzählt: „Didonem et Semirami.de ni et Cleopatram sui generis priucipem inter caetera praedicans. " Es ist mm sehr leicht möglich, daß Zenobia, wenn sie der Cleopatra als Ahnherrin sich rühmte, sie diese aus dem Grunde wählte, weil diese die Nächste und Bekannteste ihrem Zeitalter gewesen ist, allein es ist auch nicht unwahrscheinlich, daß die Geschichtschreiber ihrer Sucht nach Parallelen zu Folge sich dies Nelatum selbst gebildet haben, wie dies bei der Stelle im Pollio gewiß ist; denn wie sollte sie von Dido und Semiramis und Cleopatra zugleich abstammen? Daß sie vorzüglich gut egyptisch gesprochen, ist kern so starker Beweis, da sie ja auch lateinisch, griechisch und syrisch sprach; da dies ad perfectum inodum in der Erzählung Pollio's vielleicht nur eine Redeabwechselung ist, indem sie doch mit Egypten in naher Verbindung stand, denn sie sollte ja Egypten sowohl erobert, als dort den Firmus zu ihrem Freund und Bundesgenossen gehabt haben. Vgl. Gibbon tom. 2, p. 38. Eichhorn verstößt alle Conjekturen sowohl darüber, als über ihre Abstammung von einem Römer in den Fundgruben des Lit. Uebersi'chterr« Klänge ans Osten. Buins of Palmyra 22) > Seguin (Deleci. NuaniiqU: c. 3, nunu 23.) glaubt, daß sie von dem Römer Septimius abstamme, weit sie selbst den Namen S e p ti m i a H) trüge (cf. Disserl. sur La medaillc de la. reine Zenubie Irouvee dans les rnines de Palmire par M« Vaillant Le pere p. 563 in dem zweiten Bande: der memoires de li/eraiure. Irres des rep'slres de Vacademie royale des inscriptt. et helles leitres), und diesem schon vom Ittbc Nenaudot (Eelaircissement sur lenom de Seßtimiü) qui est joiul ä cehci de Zenobia, sur les medaüles de cette princesse in Memoires de l:academie des inscripi. VoL % p. 569) widerlegten , stimmt Ehr. Eellcrrius (Biss, de imper. Fa/myr. .c. 26.) wahrscheinlich mit Unrecht bei, wie man aus den Bemerkungen, die ich unten hinzusüge, vielleicht ersehen wird. (Fortsetzung folgt.) Literarische tßeberfichte«. 27) Klange aus Osten, enthaltend neun Makamen des Hamadani, zwei kleinere Episoden aus dem Schahname des Firdausi, Gedichte, Sentenzen, Sprüchwörter, aus dem Arabischen und Persischen übersetzt von Eduard A m th o r. Leipzig, Engelmarm 1841. S. 215 und XI l. Dieses Werkchen, dessen Inhalt der Titel angiebt, ist die mit großer und fast bis zum Extrem naiver An- Orients tom. 2, p. 363, freilich bloß hier, um seiner Conjektur nicht entgegenzutreten. 14) Diese Meinung, der auch Vaillant der Vater in seiner Schrift über die Medaille der Zenobia p. 06b beistimmt, scheint sich fälschlich darauf zu gründen, daß man den Namen Sepcimia für einen seltenen in Palmyra hielt. Daß dies aber nicht der Fall und sie folglich nicht von dem Septimius, den Casar B. L. 3. 104 erwähnt, abstammen müsse, zeigt sich durch Inschriften, wo Septimins bei den Namen 2leranes, Odonat und Hervdes gefunden wird. Es ist auch klar, auf welche Wesse dieser römische Na:re nach Palmyra verpflanzt ward, wenn man sich erinnert, daß Septimius Severus große Lhaten gegen Perser, Osroaner und Adiabener verübt, daß, wie Nenaudot in seiner 'Abhandlung p. 072 und Vaillant in der Dissertation sur la medaille de Yaballatli p. 587, noo er Beispiele anführt, behaupten, die Syrer viele Namen geliebt haben und daß, wie Wood in den Ruinen von Palmyra p. 20 bemerkt, römische Namen überhaupt in Palmyra gebräuchlich gewesen seien. Wernsdorff und Dellmgius in der erwähnten Schrift e. 4 behaupten ferner, daß vor Septimius Severus die Zuschriften nur den syrischen Namen tragen und daß, wie sie durch das Beispiel der Laodicener beweisen, Severus es liebte, seinen Namen angenommen zu sehen, und wollen damit den Nenaudot widerlegt haben, welcher die Verpflanzung eines römischen Namens nach Palmyra durch eine Colo.rn'e, die dorthin geführt worden wäre, erklärt. 31 *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.