Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 31 (24.7.1841)
- Article
- Proben aus dem nächstens erscheinenden Job-Commentar
- Date
- 1841-07-24
- Page
- Spalte 461-462 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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461 Exegetische Proben v. I. Wolfson. Lit. Dialekten. M. Heß üb. die Siebziger. 462 ment, im Wasser, unangreifbar ist. Die einzige leicht verwundbare Stelle an seinem Körper, die weiche Haut am Bauche, die ist stets vom Wasser geschützt, und nie dem Angriff blosgestellt; denn das Thier schwimmt so, daß nur dessen stark geschilderte Theile, der Kopf, der Rücken und der Schwänz, über der Wasserstäche hervocragen. Die Lange und Dicke dieser Theile, besonders des, mit einer RMe zackigter Schilder bedeckten Schwanzes, der den ganzen Körper an Lauge übertrifft, diese zusammen verursachen, daß d a, wo der KrokodiU schwimmt, die Wellen gleichsam demselben ausweichen und sich an einander drängen, um ihm Platz zu machen. Dies drückt das Wort HlP trefflich aus. In diesem Sinne (ablenken) braucht der Dichter das Zeitw. "1U schon oben 9, 28 und in unserem Buche ist es vorzüglich nöthig, daß eine Stelle durch eine andere ihr Licht bekomme. mit Bezug auf ist gleich DT"« im Pf. 93, 4 D* naWD Dnntf- Ob früher nicht" und gestanden, woraus eie Abschreiber und machten, kann mit Bestimmtheit nicht behauptet, aber mit einem hohen Grade von Wahrscheinlichkeit angenommen werden. Oer Talmud erklärt mehrere Wörter im 1 B. der Chron. ganz auf ähnliche Art, wie z. B. D'OA und C'3^ durch: Di OH1} und UDJJ73), dadurch haben diese Meister der Textessprache (wie sie Maimuni Trakt. Terumot Abschn. JL Mischna 5 nennt: ^JJO) andere autocisi'rt, ein Gleiches zu thun. S. Raschi zu diesem Verse. S. über NcOn oben Cap. 24, 19 den Comment. das Hitpael, welches nur noch einigemal im IV. B. M. vorkommt, zeigt die größte Reinigung durch das dort angegebene stärkste Reinigungsmittel an. Durch das Erscheinen des Krokodills auf der Oberfläche des Wassers verringern sich die Wellenbrüche dermaßen, daß jede Spur davon verschwindet; so wie jede Unreinigkeit nach jenem Reinigungsmittel zu sein aufhört, und als gär nicht da gewesen zu betrachten ist. Literarische Arralekterr Nachträglich zu der Frage im 885. d. Dr. 1841. 21. S. 309.: Haben die Siebziger die heilige Schrift aus dem Hebräischen, oder aus dem Aramäischen übersetzt? Werfen wir einen Blick aus die literarische Thätigkeit unsrer Zeit im Iudenthum, so finden wir hier einen Vorrheil, 3) Das fehlende Dagesch in 3 von unserem kann um so weniger befremden, als* man weiß, daß üfeu dergleichen Anomalien Vorkommen, und daß ein Dagesch bald über; flüssig ohne Grund steht, und bald ohne Grund ausgelassen ist. ' Und wie leicht ist ein Pünktchen nicht übersehen! der noch nie vorhanden war; man muß ihn nur gehörig benutzen. Denn wohl war es Sitte von jeher, daß man sich in zweifelhaften Fällen oder zur eignen Belehrung an einen Gelehrten oder Rabbiner wandte. Ohne vorher in Bekanntschaft mit demselben gestanden zu haben war das Bedürfniß der Belehrung Entschuldigung genug, um in Correspondenz mit ihm zu treten. Daher jene große Menge der Rechtsgutachten, welche auf Anfragen in theoretischen und praktischen Angelegenheiten ertheilt wurden. Es laßt sich leicht denken, daß dies manchmal mit Schwierigkeiten verbunden war, so daß man oft nicht wußte, an wen, oder wohin man sich zu wenden habe. Anders ist es nun in unsrer Zeit geworden. In einem Nu theilen wir unsre Meinungen und Zweifel vermittelst der jüdischen Zeitschriften gelehrten Rabbinen, oder vielmehr allen Gelehrten mit. Ich zweifelte an einer Stelle im Maimuni, wußte den Beleg im Talmud nicht zu finden, fragte an und die Antwort blieb nicht aus re. Es schien mir, daß sich ein Fehler im Tischgebet eingeschlichen habe, bald zeigte es sich, daß ich nicht der erste bin, dem es so vorkam. Dies alles verdanken wir den jüdischen Zeitschriften. Wenn wir diese gehörig unterstützen und dabei willig und gern einander belehren und Belehrung annehmen, weder einander verketzern, noch verspotten, wahrlich der Nutzen ist unermeßlich. Sind nun auch die Redakteure zum Theil nicht im besten Einverständm'ß, so kann auch dieses der Wissenschaft zum Nutzen gereichen. Aber der Sykophantismus, der sich gezeigt, der möge aus der literarischen Republik verbannt werden. Kein Redakteur sollte dem Sykophanten seine Spalten öffnen. Ein Jeder mann irren, ein Jeder Etwas übersehen; aber dann lasset uns freundlich, wie es sich Gelehrten überhaupt, und israelitischen insbesondere geziemt, zurechtweisen. In dem genannten Aufsatze habe ich Mtli Einiges übersehen, was ich hier nachttagen will. Schon Luzzatto im Kerem Chemed III, S. 198 behauptet gegen de Rossi, daß dieHypothese von einem aramäischen Original, daß die Siebziger übersetzt haben sollen, grundfalsch sei, und zwar aus zwei Gründen. Erstens seien die aramäischen Wörter im Philo und Iosephus kein Beweis für das Vorhandensein einer solchen Version, weil sie sich der Vulgarsprache der Israeliten accomodiren konnten. Zweitens die gelehrten Israeliten von Simon dem Gerechten an harten gewiß eine so fehlerhafte Mbersetzung emendirt: Auch Zunz in der Biographie von de Rossi Kerem Chemed V, S. 149 rechnet es unter die Irrthümer desselben, daß er zwei Versionen annimmt, eine hebräische und eine aramäische, aus welcher letztern die ttXX. übersetzt haben sollen. — Ich glaube indessen aus inneren Gründen nun das Gegenthert beweisen zu können. Aus der Stelle Jes. o, 10, wo sie durch &xagßai §'| ausdrücken, laßt sich nun nicht schließen, daß sie sich nicht streng au den angeblichen aramäischen Text anschlossen, denn war dieses auch ein egyptisches Maaß, so war es auch ein medisch-persisches, wie Geseniu s