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Der Orient · 1841-07-24 · 31 (24.7.1841) · p. Spalte 453-454

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
31 (24.7.1841)
Article
Gedanken über Religionsphilosophie und Judenthum
Date
1841-07-24
Page
Spalte 453-454 (sequence 3)
Language
German
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453 Ful. Friedsohn: Gedanken üb. Religionsphilosophie u. Judenthum. DieMasaotdes Bmjamin. 484 Schrift sagt (Gen. i. 33.) xwy ym nx dv6n Nl’l 1U\‘D 31D rum ©ott übersah das Ganze seiner Werke und fand es s e h r gut. Nur das Ganze als Ganzes findet er würdig, dem Lichtglanze «einer ewigen Gottheit hervorgegangen zu sein. — Sehet, wie dies inhaltreiche Wörtchen „sehr" die Bezeichnung der Vollkomm enhe it, bei den übrigen Schöpfungstagen fehlt: denn nur das große All in seiner einheitlichen Totalität, nicht aber in seinen zerstückelten Theiteu ist die erscheinende Gottheit in ihrer höchsten Glorie; es ist da nicht als Mittel zu einem fremden Zwecke, sondern als Zweck sei ne.r selbst, um zu sein nnd zu wirken in aller Ewigkeiten E wig keit. (Ende des dritten Paragraphen.) Literarische Uebersichten. 25) b"l JD'B -Ql bv niyDD The Ltinerary of Rah bi B en j a m i n o f T u d e 1 a translated and edited l)y A. Asher. London and Berlin A. Asher 6c Co. 1840. IL Voll. 8. (1. V. 33 p X u. 165. XL . V. XfX u. 448.) (Schluß.) Das zweite Kapitel behandelt selbstEntstehung, Wachsthum und Fall des großen Reiches der Khalise n (S. 335—53. §. 10—16), durch treffende, dem Vers. eigenthümliche Anspielungen auf die politischen Begebenheiten der neuesten Zeit, für dm modernen Geschmack eben so wohl/ als für die Anforderungen der Gelehrsamkeit berechnet. Den Schluß (S. 3-50ff.) bildet eine Tabelle der cibassidischen Khalifen bis auf Binjamins Zeit (1170). — Bis hierher ist die Abhandlung allgemeiner zu nennen. — Das dritte Kapitel ist specieller über Khalifar und Khalifen zu Binjamins Zeit (§. 17—25/ S. 353—92). Zuerst wird der politische Zustand des westlichen Asiens in jener Periode dargestellt (tz. 17), dann von den seld sch ukkischen Fürsten und den Khalifen um 1150 gesprochen (§. 18), nämlich von dem von Binj. ervon einander so sehr divergiren. —- Unser ganzes Denken beruht nur auf klaren, nicht aber deutlichen Begriffen. Nun besteht aber die Klarheit eines Begriffes darin, daß er von allen andern unterschieden, seine Deutlichkeit aber darin, daß er in sich selbst d. h. in seinen eigenen Merkmalen cmalysirt wird. Die Klarheit der Begriffe ist also nur die Kenntniß'ihrer Grenzen von einander d. h. wo, und wie der Begriff. A sich oon seinem Nachbar ^'on—A abgrenzt. Es ist also das ganze Denken nichts anders als e i n K o m b i n i r e n der Grenzen u n d e i n Q p e r i r e n mit — Negationen. wähnten Sandschcrr (wobei die Emendation nN2y nw jn fnxw p r\m)> Masud —) Zenghi, oder vielmehr dessen Söhne Nur ed Din und Seised Din. sDer Vers, halt pi hx p für eine Eorruption von (S. 357)'0). Die Eorruption aus p hx 33p wird als möglich betrachtet (S. 359 f.). — Die hier angestellte historische Untersuchung ist nebst h. 23 der Nervus der Abhandlung, und für die ganze Kritik des Binjamin von .größter Wichtigkeit.) — Mokka fi (^npniPN) (§. 19.) — das Khalisac von 1152 —60 (§. 20); von 1158—70 (tz. 21); worauf endlich die Anwendung der gewonnenen Resultate zur Beleuchtung des Autors (§. 22), vorzüglich gegen die Ignoranz Baratier's folgt. — Hierauf wird untersucht, von welchen Khalifen B. spreche (tz. 23). Die Lesart 33NX, IQM und ^DNn wird verworfen, B. rann nur ron Moktast oder Mostandsched sprechen. Das Leben des Ersteren (§. 24) und des Andern (§. 25) wird beschrieben. Zum Schluß (S. 391) kommt noch eine Bemerkung über das Küssen des Zipfels vom Kleide des Khalifen, und eine Emendation der Stelle pK denn Hzo rnyo mma, wo (das westliche Tibet) oder mit weniger Wahrscheinlichkeit (v. Jrük) vorgeschlagen wird. — Die reichliche Belehrung, die der Res. aus dieser Abhandlung entnommen, laßt wenigstens ihm die Schlußbitte Lebrechts um nachsichtige Beurtheilung überflüssig erscheinen. Wir kommen nun zu den beiden Abhandlungen von Iunz. Die erste „Ueber die geographische Literatur der Juden von den ältesten Zeiten bis auf das Jahr 1841" (S. 230 —317) ist eine nach Inhalt und Form abgerundete und vollständige Monographie über einen Theil der jüdischen Literaturgeschichte, und paßt nur in sofern in dieses Werk als hier von Quellen der Geographie die Rede ist. — Nach einer einleitenden Betrachtung über die Behandlung der Geographie bei den Juden überhaupt (S. 230—2) erhalten wir 160 Nummern chronologisch geordneter Schriftsteller, oder anonymer Werke, die entweder geradezu Geographie behandeln, oder doch als Quelle dafür betrachtet werden können (232—302). N. 1 ist die Bibel, Nr. 160 Salomon Munk. Dies ist charakteristisch für den Umfang der Zunffschen Gelehrsamkeit, wenn uns aber N. 144 L. Zunz und unter dessen geographischen Arbeiten die Noten zu Binja- 70) Dieses also für p bx pD — Man bemerke hier das Verfahren des Ed. — ]H p (j;. S. 3V— U. S. 359, Z. 11 ist 52 für 82'zu lesen) „8eifed Din" (1. S. 91) Seifeddia bei Zunz (11. S. 104, N. 194) und Ed. (S. 131, R. 219). — Hingegen pH yX ]V (i. N'D) „8 i n el Din" (1. S. 127 wo eine A'nm. auf D e g u i g n e s verweist, vgl. Z i n a l ö i n Baratier's der Lrb recht, S. 359)!! 30 *

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