Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 28 (10.7.1841)
- Article
- The itinerary of Rabbi Benjamin of Tudela ... [Rezension]
- Date
- 1841-07-10
- Page
- Spalte 417-418 (sequence 1)
- Language
- German
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Meratnrblatt des Orients Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur M 28. Leipzig, den 10. Juli 1841. 8it. Übersichten. Asher'ö Prachtmtsgabe der Masaot des R. Benjamin von Tudela, beurtheilt v. M. Sider. Sachu W^orterklarungerr. Klassisicirung der Noten nach den Mitarbeitern. — Die exegetischen Leistungen des Saadja. Munk. Dr. Haneberg. Der Pentateuch. Die ersten Propheten. Jesaja. Dr. Salomon's Predigten. — Abhandlung. I. Friedsohn: Gedanken über Religionsphilosovhie u. Judenthurn. — Lit. Analekten. Zwei Midraschim. — Lit. Anzeigen. Literarische Ueverfichten. 25) H'l;0U2 hw ntyDD The Itinerary of Rabbi ß e n j a. m i a o f T u d e 1 a translatcd and edited by A. Asher. London and Berlin A. Asher & Co. 1840. 1L Voll. 8. (I.T. 22 p X u. 165. II. V. X£X u. 448.) (Fortsetzung) Andere Sach- und Wo Verklärungen kommen §. B, bei 'm (S. 1dl), jrttS (S. 158) „fontoccho", wo mehre Etymologieen älterer Gelehrten angeführt werden 32). — 32) 3» der Nr. 375 (II. S. 221) „Fontecchio". Wenn dieses Wort uns zunächst aus Italien geläufig geworden (?), so wäre auch im Italienischen eine näher liegende Nuance zu wählen, uäml. Fondaco (wovon Fonclaeavo, Fontlaehierej Fondaehiei'o) f, Veneroni Dittionario Imperiale T. I. p. 327. — Der Ed. bemerkt (Ü. a. a. O.), daß keimm jener Etymologen das häufige Vorkommen dieses Wortes im Talmud u. d. rabb. Schriften bekannt war, und daß die, fts Wort mit dem griech. %uv($o%uov oder navdoxsiov gleichen Ursprungs sei. — Der Leser wird hieß auch bei Buxtorf Lex. Talm. finden, und auch Freitag im Lex. AraK s. v. vergleilcht %ülv^o%biov (Luc. X.'34).*) *) Es ist mir unerklärlich, wie dieses in seiner Ableitung fo klare Wort nur ein Gegenstand einer so breiten Note fein konnte, und das Lächerliche, aus dem Italienischen abzuleiten oder einen gleichen Ursprung desselben mir dem Griechischen zu behaupten, hätte keine Widerlegung verdient. Dem Morgenlande sind Gasthäuser in unserem Sinne unbekannt, und die überall bestehende Gastfreundschaft macht sie auch entbehrlich; wenn aber ganze Karawanen angezvgen kommen, oder auf offener Landstraße und in Wü- Gehen wir nun zuw Inhalt des zweiten Bandes über. — Vorwort (S- V — VII) und Ernsten, wo keine Gastfreundschaft möglich ist, da haben die Orientalen gewisse Gebäude, wo die Reisenden mit ihren Lastthieren Obdach finden, gewöhnlich ohne Entgeld und noch gewöhnlicher kann man dabei keine Lebensmittel erhalten. Solche Hauser nannte man in der spätem alttestamentlichen Zeit Jer. 41, 17, wahrend es früher nur ein d. h. Nachtlager in einem aufgeschlagenen Zelt, gab. Zn der jüdisch-hellenistischen Periode, im soferischen und zum Theil talmudischen Zeitalter, wurde das griechische Wort dafür adoptt'rt, und unter Lausend andern adoptirten griechischen Ausdrücken mußte sich dieser Ausdruck am ehesten einbürgern, als die häufigen Reisen der griechisch Redenden es immer brauchten. Darum konnte es schon Ln der Mischna erscheinen mit aramäischen Weiterbildungen, und im Neuen Testament; denn Luc. 10, 34 wird tcccv- 8o%bZov bereits so ausgenommen. Das 7tavdo%Blov (Gasthaus), %avS6%oq, — %bvg (Gaftwirth), ist gut griechisch, aus , %ctv und Alles ausnehmend und beherbergend, ent-! standen, und sogar das davon gebildete Verbum navdo%sva) ist bei den Griechen im Gebrauche. Zn der griechischen Periode wurde, wie gesagt, dieses Wort ausgenommen, dessen pl. nach rabbinischer Weise niKpIDD gebildet, und, um Wirth und Wirthin zu bezeichnen, ist aus pp^rdas und N'p7N2 gebildet worden. Gleichzeitig wie zu den Juden ging dieses Wort auch zu den Syrern über, welche k>Zaa haben, mit Weglassung des vf und von den Syrern ging es auch zu den A rab ern über. Bei den Juden hat sich dieses Wort übrigens bald ganz einheimisch gemacht; im Targum, in der Mischna und im Talmud, spater sogar im Sohar eine Rolle spielend, finden wir es im Gebrauche, aber deßhalb hat es seinen Ursprung, den es unverwischtich an sich trägt, nie verläugnet, und dem Aruch ist es verzeihlich, wenn er es für arabisch halt, da er griechisch nicht verstand und nur das ihm Nächstliegende im Auge hatte. Wie der griechische Einfluß das alte rVftf verdrängt und dafür p^1D eingeführt, eben so hat der um die Mischna Zeit mächtig gewesene römische Einfluß das griechische pwo m den Hintergrund gedrängt und dafür, seine 28