Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 27 (3.7.1841)
- Article
- Pantheon hebräischer Zuschriften und Dichtungen an die Herrn Moses Montefiore und Adolf Cremieux
- Date
- 1841-07-03
- Page
- Spalte 413-414 (sequence 3)
- Language
- German
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413 Pantheon hebt. Zuschriften u. Dichtungen v. Ascher Matzel. 414 Dies mein Wunsch — nimm auf und wende Freundlich Dich zu meiner Spende. Ascher Matzei. * * * Folgendes die eigenhändige Antwort Sir Monresioreö hierauf: Nnnn '0 mun rnuib n© üni by nr^om omn pyoia nnan hn 'n im ■ ITDN bsiDND -HCW HD -|pm f^DD mrai m mwn mw jtdA numn rnrw 'rr *)W ,nm nom o nrntani bpran ij-in nnora 'n ^n:in **d D*üj;n jnr» fjiöb ntyo ntyo map onr& ]ir niawro : nns nmm btnw ioy ny non rwyb ojn djh nrä am mm nroa ompb Na o unN^n. W DND 131B) non MO^ N-)pN rn?2N riwD ♦nay pro Zu deutsch: London, Parascha Zaw, 5601. Gruß und Seegen Herrn Ascher Matzel, Wohlgeb. Ihr werthes Schreiben habe ich richtig erhalten; ich freuete mich herzlich über die schönen Worte, die Sie in rhythmischer Form so schön ausdrücken. Möge Gott unser Ansehen wieder erheben, damit es endlich unter den Völkern kund wird, daß Gott seine Gnaoe dem Volke Israel zugewendet und es erlöset. Nehmen Sie meinen innigsten Dank für Ihre so schöne Adresse und vereinigen Sie mit mir die Bitte zu dem Gotte unserer Vater, daß er uns seine Gnade nicht entziehe. Gott erhalte Sie. Ihr ergeb. Montefiore. II. 0 Brody. Religionshaß mit Bosheit vereint erzeugen rasende Grausamkeit. Diese Hollenfurie dürstet nach Blut und Gut, und verschlingt mit ihrem gräßlichen Rachen alles, was so unglücklich ist, in ihre mörderische Klauen zu gerathen. Zahllos sind der blutigen Opfer, welche sie, die Geißel der Menschheit, in ihrer Wuth fallen ließ.— Seit dem die wohltyätige Sonne der Aufklärung ihre Strahlen über Europa's Erdrund verbreitete, und die finstern Vorurtyeile der schandbefieckten Jahrhunderte des Mittelalters, die den menschlichen Verstand in dem dicksten Nebel gefesselt hielten, verscheuchten, hat sie, die Blutdürstige, nur im finstern vermögend ihre Gräuel zu treiben, den Abzug aus dem erhellten Theile unseres Planeten zu nehmen beschlossen. Auf ihrer längeren Wanderung unterließ sie indeß nicht, hier und da in Gegenden, die sie für minder beleuchtet hielt, ihre verheerende Kräfte noch zu versuchen;*) aber zu ihrer kränkenden Beschä- ♦) Dem letzten Dezennium fehlt es leider nicht, zur Schmach für das neunzehnte Jahrhundert, an traurigen Fakten, wo in Polen und Galizien, in verschiedenen Jayren dieser Aera, vor den jüdischen Osterfesten Verleumdungen beschuldigter Ehristenmorde angezettelt wurden. Obwohl der Ungrund und die Falschheit dieser Anklagen bei den in dieser Beziehung eingeleiteten gerichtlichen Untersuchungen allenthalben sonnenklar an den Tag kamen, so sind indeß dennoch, in jeder der betreffenden Städte, viele der wohlhabendsten israelitischen Familien, die bei solchen Affairen vorzüglich eingezogen zu werden pflegen, total zu Grunde gerichtet worden. Man sehe das hebräische Werk: Efes daa\im, SBilna 1537 von L. B. Löwensohn. immg sah sie auch da ihre letzte Anstrengung vereitelt, weil sie überall Menschen fand, die Menschenblut zu schonen wissen, und vom Gesetze der Gerechtigkeit beschirmt werden. — Aus ist's mit deinem Treiben unter diesem Hellen Horizonte, dachte sich die Grausame! du mußt für deinen Wirkungskreis einen Winkel in jenem Welttheile suchen, wo noch egyptische Finsterm'ß herrscht, und flugs! war sie im fremden Asien. Zu Damaskus und Rhodus machte sie die ersten blutigen Versuche, und sieh: es gelang! Sie fand hier bereitwillige Priester ihres Gelichters, die ihr Altäre baueten, auf welchen Menschen, wie Schafe, grausam gewürgt und ihr geopfert wurden. Taub waren die Ohren für das Würfeln der unschuldigen, und weithin verbreitete sich das ächzende Jammer-Geschrei der blutenden Opfer; aber von keiner Seite kamen Hilfe und Rettung. Es drang Endlich bis nach Frankreich und Britannien , und kaum langte die Hiobspost dahin an, so eilten ein Montefiore und Cremieux, tief gerührt, von der großen Gefahr der ihre unschuldigen Mitbrüder ausgesetzt waren, aus den Flügeln der Menschlichkeit hin in das neugegründete Reich der Furie, und durch die vereinten Kräfte, mit welcher sie muthvoll für die gerechte Sache der Menschheit kämpften, sahen sie ihre Bemühungen mit dem glorreichen Siege gekrönt, die der Blutgierigen noch bereiteten Hekatomben ihr glücklich zu entreißen. Nicht blos aus die momentane Rettung für das Substrat beschrankte sich ihr hochherziges frommes Bestreben, sondern sie dehnten die eifrige Verwendung dahin aus, durch den Ferman der hohen Landesregierung vom 12. des Ramazan 1256. — 6. November 1840, zugleich gesetzlich sicher zu stellen, daß von nun an, auch, in diesem Lande, die Hydra ihr Haupt nicht mehr erheben darf, auf bloße Verleumdung hin Blutvergießen und Vexation anzurichten. — Grvß und himmlisch ist das Verdienst, welches sich die beiden edlen Menschenfreunde um die niedergetretene Menschheit erworben; diese heroische That verdient mit eisernem Griffel in das Buch der Unvergessenheit eingezeichnet zu werden. Auch Sr. Wohlgeboren, der österreichische K. K. General- Consul, Herr v. Merlatto, in Damascus verdient hierbei nicht minder der ehrenvollen Erwähnung und der dankbaren Anerkennung, da., er sich mit humaner Teilnahme für die dießfällige gerechte Sache eifrigst interesft'rte und vieles zur Rettung der Leidenden beigetragen hat.— Unter den unzähligen Dank-Adressen, welche den der allgemeinen öffentlichen Anerkennung würdigen Biedermännern aus vielen der Israelitischen Gemeinden zuströmen, nahm sich auch die israelitische Gemeinde in der freien Handelsstadt Brody in Galizien die Ehre, ihre innigsten Gefühle der Dankbarkeit und die hohe Verehrung, die sie für diese Wohlthater Heger, in den nachstehenden Zuschriften, die ihnen bereits am Purimfeste, den 7. März 1841 zugemittelt wurden, an den. Tag zu legen. Hier folgen sie: N psb ms bd? '1211 DQirP brun!>n*) mm dtud p 22'N' trata \js^> * by cpin -ojri *ip’ 1037 'm in pj rnraaa?n psin Qtm px : \i nN’S’itta nt^D 'nio “oq ' nm -qqji rop D'aiff ro-a }b pm nby v£>n : n’npty mv by lrrotwa ' irrcm by oyn db” "«mo. ta-w:) dm-dP *) Diese seit langer Zeit mir von dem Vorstande in Brody unmittelbar zum Abdrucke zugeschickte Dankadresse ist, wie die Vor-