Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 26 (26.6.1841)
- Article
- Asher's Prachtausgabe der Massaot des Rabbi Binjamin von Tudela [Rezension]
- Date
- 1841-06-26
- Page
- Spalte 397-398 (sequence 2)
- Language
- German
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397 Die Masaot des Rabbi Binjamm von Tudela, beuttheilt von M. Sider. 398 Umstände für die Folgenden zurückgelassen werden mußten.^) Die Aehnlichkeit der Masaot mit dem Jtin. Marco Polo's hat die Herausgabe des letztem von M. Marsden zürn Vorbilde gemacht., Der Ed. dankt zum Schluffe seinen eigentlichen Mitarbeitern, ferner dem Rev. Ely Smith, Reisegefährten Ro bin so ns, 4) 3) Es ist dieß zunächst auf diejenigen Artikel zu beziehen, welche in einer frühere Buchhändleranzeige als Inhalt des 2. Bandes angegeben worden. Im Verlause des 2. Bandes werden uns folgende Arbeiten versprochen: Napap ort über die freien Juden in Arabien (S. 148. 192.) sRapap. selbst spricht davon im 5. Bande desKerem Chemed V. S.200 in seinem gelehrtem Aussatze über Karöer, Chazaren, Samaritaner und die 10 Stamme (vgl. Orient N. 13.14.18.22.23). Es wäre zu wünschen, daß Letzterer dabei noch mehr für den Benjaminbenutzt werde (s. 11 S.59 91.129]*). Munk, über das Grab Abrahams unter Saladin nach einem unedirten arab. Msc. der Paris, k. Blbl. (S. 92. Anm. 3); über David el Roi nach einem unedirten und bisher unbekannten arab. Msc., welches, nach Munks Bermuthung von einem jüd. Renegaten des 12. Jahrh. geschrieben, und zu einer Anklage der Juden benutzt, eine umständliche Erzählung der sonst wenig bekannten Geschichte dieses Mannes enthalt. I o st Geschichte d. Jsr. VIII, 8 Soll man noch ferner mit dergleichen Mährchen, rc. die Geschichtsbücher beflecken? rc." Bgl. Zunz im Binj. 11 S. 162 Anm. 299).**) — Lebrecht, Gesch. und Topographie I eru sal em s im Mittelalter (S. 89); Topogr. Bagdads (S. 391). — Ritter, Nil und Nrdometer (S. 205). —- Der Ed. verspricht noch reichliche Daten zur altern und neuern Gesch. der Juden auf den Inseln des Archipels (S. 56); unb über den Zustand des Handels im 12. Jahrh. (S. 220). An mehren Stellen (z. B. S. 143. 172. 176) fordert er die Reisenden unsrer Zeit auf, entweder direkt oder durch die geogr. Journale, ihre Entdeckungen für die folgenden Bande mitzm heilen. 4) Wir nehmen hier Gelegenheit, die Leser des Orients auf desselben so eben erscheinende Werk aufmerksam zu machen. Ritter, dessen Autorität in diesem Fache genugsam bekannt *) Diese Aufsätze: „über die freien Juden in Arabien," so wie: „über die.zehn Stämme" sind im Orient übersetzt worden, und zwar der erste in dem Jahrg. 1840 9t. 24 — 37. der zweite in diesem Jahrgang No. 13—23. Es ist gewiß überflüssig hier zu erwähnen, daß jene Uebersetzitngen mehr ganz freie Bearbeitungen desselben Stoffes sind als bloße wörtliche Uebertcagungen, und es sind darin der Zusätze und Verbesserungen so viel, daß bei nochmaligen Bearbeitungen diese Arbeiten als neues dargebotenes Material angesehen und betrachtet werden muß. In dem letzten Aufsatze ist fast kein Satz unbericktigt geblieben, namentlich in geographischer und archäologischer Beziehung, und in dem erstern sind fast zwei Drittel eigener Zusatz des Uebersetzers, worin ausführlich über sammtliche jüdische Stämme in Arabien gehandelt wird. R. **) lieber-den Namen Alroi s. Orient d. LV. No. 25, über welchen Namen man vergebens im zweiten Theile der Masaot eine Erklärung sucht. Die Aufhellung der Eigennamen und die Zurückführung auf ihre Entstehung ist nicht unwichtig für die Altertumskunde; denn, sind solche Namen von den umgebenden Völkern oder von Städtenamen entlehnt, so werfen sie ein Licht auf das Vaterland derjenigen, die diesen Namen führen. R. dem Berliner Oberbibliothekar Spiker, und erkennt dankbar den Beistand Hrn. Zedner's, Herausgebers der (im Orient beurtheilten) „Auswahl hist. Stücke," ohne welchen der Ed. nicht im Stande gewesen wäre, selbst denjenigen relativen Grad von Vollkommenheit zu erreichen, den er bescheidener Weife anspreche.//5) Wir sind hier etwas ausführlich gewesen, um darzulegen, welche Tendenz der Ed. verfolge, aus der schon unser Leser selbst entnehmen kann, inwieweit das vorliegende Weck unsres Glaubensgenossen vor das Forum dieses Blattes gehört, und welche großartige und mannigfalltige Kräfte zur Erreichung jener in Anspruch genommen werden. Es ergiebt sich uns hieraus ein zweifacher Gesichtspunkt für das Dargebotene und Daczubietende: insofern nämlich das zu Grunde liegende, der jüdischenLiteratur angehörende Buch durch diese neue Herausgabe selbst gewonnen, oder letztern Materialien für verschiedene, der jüdischen Wissenschaft verwandte Disciplinen darbringt, freilich unterliegt Letzteres, namentlich unter den gegenwärtigen anderswo näher berührten Verhältnissen, einer relativ sehr verschiedenen Ausdehnung. Ein Gleiches, aus die weitere Tendenz des Ed.'s angewandt, rechtfertigt zum Theil die in -mancher Beziehung unangenehme Anordnung, die aus der vorzunehmenden Musterung des Einzelnen zu ersehen ist. — Das Verzüglichste, was dieM a ssao t überhaupt und ihren Vers, betrifft, enthält die Einleitung (Bd. IL S. IX — XIX), welche sich wieder, zum Theil auf den Art. 39 in Junz's Abhandl. u. s. w. (S. 251 ff.) welcher über Binj. und die Masaot spricht, zum Theil auf andre in den Noten u. und Bemerkungen stützt und beruft; aber ungeachtet des Fleißes unsers Eds. den Gegenstand nicht so erschöpft, als es wünschenswerth erscheint. Diese Einleitung enthält VII Paragr. — I« Der Autor war Kaufmann und seine Reise eigentlich Handelsreise, wie schon Eichhorn bemerkt, vergl. noch Zunz a. a.)— 11. Das Ziel war Jerusalem, die Pilgerstadt, und Bagdad, der Sitz der letzten jüd. Fürsten. III. Die Pe riod edieser Reise 1159 (60) — 1173.6) IV Eintheilung (Division?) — Die (nach S. 1. N. 1. schon Ende des 12. Jahrh. (?) geschrieben) bemerkt: to DrD D DipD tosi "Wn hdk ''DD nnmn ist, versichert unter andern, daß die beigegebene Karte v. Palästina, welche auch bald besonders zu haben sein wird, alle bisherigen unbrauchbar machen werde. 5) Worin dieser „Beistand" bestehe, wird uns weiter nicht ausgedrückt. Doch läßt uns diese Thätigkeit des Zedner hoffen, daß wir noch manches Produkt seines anerkannten Talents in den folgenden Bänden des Binj. selbst oder sonstwo erhalten werden. 6> Diese Periode und ihre einzelnen Stützpunkte sind nicht so sicher s. Zunz S. 163 (wozu vergl. Ed. N. 300) u. 252. Lebrechr S. 359 u. 374.