Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 25 (19.6.1841)
- Article
- Der Prophet Habakuk, ... [Rezension]
- Date
- 1841-06-19
- Page
- Spalte 383-384 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I 383 Lit. Skizzen u. Berichte. Isaak Sangari. Dav. Alrai. Ueb. e. Conjectur i. Tischgebet. 384 wieder ein etwas zu flüchtiges Deutsch schreibe. Ref. kann nicht umhin dieses Werk nochmals recht angelegentlich, namentlich zum Selbststudium zu empfehlen. Dr. I. Cossmann. Literarische Skizzen «nd Berichte. 'U3DH 12nn priä' 'h, Die Auffindung eines Leichensteines, aus welchem der Name-Isaak Sangorr stehen fotl, über welchen. Fund wir aber noch keine Gewähr haben, hat uns von Neuem an diesen alten Namen erinnert, und da der Name ’HJPDn jetzt eben noch so dunkel ist wie die Lcbensgeschichte dieses Mannes, so mögen hier einige Worte zur Auf? Heilung dieses Namens Platz finden, zumal sie uns vielleicht auf sein Vaterland Hinweisen. 1K-UD, San glt r, setzt Saa dja Fajumi Ies. 11, 11 für lydty (wieMmikinNoticeS. , 83 richtig liest) und in seiner Pentateuch - Übersetzung (ed. Const.) zu 10, 10 ist das dort stehende corrumpirte Itfttf danach zu emendiren. Sangar ist der Name für Babylonien, bei Bachebräus (Chron. p. 256) für die Gegend um Bagdad. Diesem nach wäre Sangari, Beiname eines Mannes, der aus der Gegend von Bagdad herstammt, etwa wie ^33, ^1120, Allein da es noch wahrscheinlicher ist, daß dieser Name erst durch syrische Vermittelung entstanden, zumal das im Arabischen noch stehende den Vocal A dehnende N fehlt, so scheint es gewiß zu sein, daß an die Stadt "UiD, Sangar, i m östlichen Mesopotamien (Ammian. Marc. 18, 5. 20, 6. 25, 7. Dio Cass. 68, 22) zu denken sei. Die Stadt "MO, welche die Syrer 1.PD und die Araber 1N.PD nennen (Asse m. B. O. HI. T. II. 799) hat selbst den Namen von dem Gebirge Singara, und eben dieses Gebirge mag auch der Gegend Babyloniens erst den Namen gegeben haben; Isaak Sangari (O.1D) stammt also wahrscheinlich aus der Stadt "MO, Sangaw, was nicht auffällt, da in jener Gegnnd stets viele Juden wohnten und die Benennung nach Städten sehr gewöhnlich ist. — ^VY"1^ 1)1. Binjamin erzählt in seinem Jtinerär (1. S. ff. cd. Asher) von diesem Aufwiegler in Persien oder Medien und giebt an, daß er aus »THNDy war. Der Familien-Name scheint von der Stadt.Rai, hergenommen zu sein, deren Binjamin daselbst (1. S. 12) gedenkt, worauf der arabische Artikel, welcher vorgesetzt ist, hinweist, der bei Bildung der Familiennamen aus Städtenamen gewöhnlich ist. Die Schreibung '»ftVI, für ^1 würde wenigstens nichts dagegen beweisen, vorzüglich wenn man bedenkt, daß die Messiasrolle dieses David in der Nähe gespielt wurde. Erst durch die Tataren wurde die medische Stadt Nai, wie sie auch bei den Arabern heißt, zerstört, und ihre Ruinen sind noch jetzt südöstlich von Teheran vorhanden. (Nosemn. Alterth. I. 288). — Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. An den Herausgeber der Archiven Israelites. In dem so eben ausgegebenen Maihefte, dieser schätzbaren Monatsschrift S. 312 stellt Hr. Moses Heß aus Trier die sehr richtige Conjektur aus, daß in dem < Birchat ha - Mason anstatt nanipn nmnsn nuhon t? .12111', wohl rwn.1.1 zn lesen sei, da rwnpn wirklich gar keinen Sinn giebt, die Verwechselung aber auch wirklich sehr leicht sei. Diese Emendcttion ist aber schon in der Pesach-Hagada, Leipziger Ausgabe, wo schon vor zwei Jahren eine dritte Auflage erschienen , ausgenommen, und der Verfasser des TONI (Ofen 1837) hat sie , p. 2/ ebenfalls schon erwähnt. In dem sefardischen Birchat ha-Mason ist das Wort bekanntlich nrchr vorhanden, nur steht dort dafür.11^.1, welches freilich auch einen guten Sinn giebt. Wir ersuchen Hrn. Eahen, dieser Berichtigung in seinen Acchives einen Platz zu gönnen. Spectator. 1 / Verlag, von C. L. Fritz sch e. Beantwortung an M. Heß. | Orient, 1841. LB. N. 15. S. 222 wurde die Frage aufgeworfen,; wer der NT^DIIdD ’HIN’P sei, dessen Abrabanel in der Vorrede zu seinem Ezechiel-Commentar gedenkt und war dessen Werk? t Dieser ist^ ean de Man d e vi 1 le, ein berühmter engl. Ritter aus dem 14. Jahrh. Der Wunsch, fremde Länder zu durchreisen und die Wunder der Welt zu sehen, veranlaßce ihn sein Vaterland 1327 zu verlassen. Er reiste in A si e n und Afrika umher und er veröffentlichte bei seiner Rückkehr eine Relation dieser Reise, wo sich natürlich der Bericht über das Grab Ezechiels findet. Mandeville starb 17. Nov. 1372 in Lüttich. — Was daö Zeugniß über das erwähnte Grab anlangt, so habe ich darüber viel in meinerAusgabe des efety 3HD von R. Petachtja (Paris 1831) p. 44. 46. 48 u. 50. gesagt. — , Carmol y.- Bem erkung. Orient 1841. N. 15. in Personalchronik u. Miscellen, wird in dem Schema zu einer Einleitung in die exegetische Abtheilung der mendelssohnischen Werke unter e angegeben: „über den u n b e k a n n t e n Bi'uristerr zu Numeri/' In der 3. Lief, der Revue orientale v. Carmoly wirdS. 107 in einer Anm. daraus aufmerksam gemacht, daß schon Measefvon 1809p. 240 u. 352 angegeben ist, daß der Blur zu Numeri v. Ah ro n Jaroslaw, einem in jeder Zeit bekannten Grammatiker, sei. Spectator. Druck von I. H. Nagel/