Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 25 (19.6.1841)
- Article
- Der Prophet Habakuk, ... [Rezension]
- Date
- 1841-06-19
- Page
- Spalte 381-382 (sequence 2)
- Language
- German
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381 282 Der Prophet Habakuk v. Dr. Wolff, LeurtheR v. Dr/ Coffwann. gegen kann, aber nur im Hitpael, wahnsinnig sein, bedeuten. Ebenso problematisch ist die Bedeutung, Wunde rth ater. Der Vers, erklärt sich für die Ableitung des Wortes NU von M hervorquellenströmen; Fürst in der Concord. p. 669 d verwirft diese Meinung mit den Worten: magnopere erranl, qui KUsicutJJm, prininm vim scatmiendi, proferendi, proloquendi habere dicunt. Compositum est verbum ex radice ba, gr, I. fa-ri, vi loquendi, et praepos.. na h, e. 3*<mx, etc, nied ere e ben, ü b e rwältigend reden. Zu dem Abschnitte „Uebec die Benennungen der Visionen" haben wir nur Eine Bemerkung hinzuzufügen, sagt H. D. W., bezeichnet nach 2 B. d. Kön. 9, 25, und Jerem. 23, 33—39 eine Weissagung, die traurige Verbindungen enthalt, Strafgerichte, einen Unglücks-Ausspruch u. sst Luther u. A. haben es mit Last übersetzt" u. sf. Auch Fürst in d. Concord. scheint dieser Meinung zu sein, indem ec p. 735, a erklärt: oraculum (adjuncta notione vaticinii minacis coucionisque durae etc. Rest kann dieser Ansicht nicht beipflichten; sowie viele andere Bezeichnungen der Visionen (im, , btifö) sowohl bei guten als traurigen Verkündigungen gebraucht werden, ebenso auch NL/v. Dafür spricht manche Stelle und namentlich auch Jerem. 23, 33 —39, wo Mannheimer in der Salomonschen Bibel 21, 36 zwar frei, aber richtig und schon übersetzt: „das Wort Massa Adonaj — Auftrag Gottes — als wäre es eine Last, an der ihr traget, sollet ihr nimmer gedenken. — Denn zur L a st wird jedem das eigene Wort, ihr aber verkehret das Wort des lebendigen Gottes u. sst" Rest beschrankt sich daraus, aus dem weitläufigen und sehr ins Detail eingehenden Commentar, nur Einzelnes hecvorzuheben. Im Allgemeinen verdient die Genauigkeit und Wissenschaftlichkeit, mit der auch die anscheinend geringste Kleinigkeit behandelt wurde, das beste Lob und man kann es dem Verst nur sehr danken, daß er bei der Bearbeitung die gehörige Rücksicht auch auf den Anfänger genommen hat, der in dieser Beziehung kaum ein besseres Buch zum Selbststudium auffindm kann. Nur müssen wir das zu große Gewicht, tadeln, welches H. Dc. W. oft aus die arab. und syr. Uebersetzung legt; diese bleiben ja immer secundäre und können nur in wenigen Fällen wahre Hülfe leisten. Auch bi* LXX. scheint der Verst nicht richtig zu benutzen;" Lek abweichender Uebersetzung nimmt er, wie fast alle 'Exegeten, an, es hätte ein anderer Text zu Grunde gelegen, während man doch, wie dies die Mittheilrmgm des H. Dr. Frankel in Dresden, dessen großes und gelehrtes Werk über die LXX. dem Erscheinen nahe ist, bestätigten, in der Regel von dem Grundsätze ausgehen muß, daß nicht anderer Text, sondern eine andere Auffassung der Texteswocte, oder auch Abschreibefehler in der LXX. selbst, Veranlassung zu verschiedenen Uebersetzungm gegeben hat. In der Stelle-1, 4.■ ms-'D NH’ heißt es im Commentar: stammt, wie Salomon Pappenheim sagt, von na oder ITC, mit Vorgesetztem J und bezeichnet ein unbeschranktes Ausbreiten u. sf. Auch Gesenius im Lexik, obgleich ec zwei Wurzeln ITC und nu annimmt, geht nur von einer Grundbedeutung aus: glänzen. Besser scheint es uns beide Wurzeln auch in der Bedeutung zu trennen, so daß ITC glänzen, nu aber stark, fest, wahr sein, heißt. So geistreich auch die etymologische Combincttion des NQD (V. 9) im Aussatze des Herrn L ev y ist, so scheint sie Rest doch etwas zu sehr gesucht und gekünstelt. Am Besten dünkt ihn immer noch die Meinung unsecs Derst, für welche sich auch Fürst im Eoncord. p. 248, «. erklärt, (vergl. p. 247,1») IM ist — NU, schlürfen, schnauben, „das Schnauben ihrer Gesichter". Dies paßt recht gut für den Zusammenhang und ist durchaus nicht matt. 11, 2. )2 Niip yvv „damit es laufen könne, der darin Lesende" d. h. damit man es geläufig lesen könne. Richtiger scheint uns die Uebersetzung: „damit herzulaufe, der es lese (damit viele Leser herbeitaufen)." Vergl. Spr. 18, io. rufcoi pnst frr> «. in, 3. }ö’piö Ob das Fut. NO'' mit dem Vers, an dieser Stelle für das Praet. zu nehmen sei, fragt sich. Die Zunz'- sche und Salomon'sche Bibel haben „Gott kommt von Teman." Danach wäre dann das rpnn V. 4. zu berichtigen, wo auch die Zunz'sche Bibel inconsequent „hatte" übersetztwährend.sie doch V. 5. und n^ wiederum durch das Praesens wiedergiebt. V. 9. gehört gewiß zu den schwierigsten Stellen und Rest gesteht offen, daß es ihm bis jetzt nicht gelungen ist, eine plausibele Deutung auszufinden. Zu n z: „Entblößt erwacht dein Bogen mit den siebenfachen Pfeilen — ein Spruch, Selah. Ströme laßt Hervorbrechen die Erde." Salomon: „Daß du deinen Köcher gänzlich leerest, das Geschoß beschwörest mit deinem Machtspruch^ daß Flüsse der Erde entstürzen?" Wolfs: „Entblößt gerichtet Ist dein Bogen; die Schwirre den Stämmen das Wort. Selah l Ströme laßt entsprudeln die Erde." Schon die totale Verschiedenheit der Auffassung zeigt, daß die Erklärung dieses Verses noch sehr im Argen liegt, und es ist zu wünschen, daß bald ein neues Licht über diesen dunkeln Passus verbreitet werden möge. Die freie, metrische Uebersetzung und den exegetischen und ästhetischen Commentar, welcher eine detaillirte Inhalts- Anzeige des Propheten enthält/ können wir füglich übergehen, nur bemerken wir noch, daß der Vers, hin und