Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 2 (1841)
- Issue
- Heft 22 (29.5.1841)
- Article
- Daghestan: Forts. üb. die zehn Stämme ...
- Date
- 1841-05-29
- Page
- Seite 169 (sequence 1)
- Language
- German
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Zweiter Jahrgang. Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man ab o nnirt bei allen löbl« Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. f-ür jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben v o n Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, dasLiteraturbsattmitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelma'ßgü Nr. Julius Fürst. 22. - Leipzig, den 29. Mai 1841. Orient. (Daghestan, Forts, üb. die zehn Stämme. Naha wand; Hara; al-Gebal; Adiabene und Ursprung dieses Namens. Diabas und Adiabas.) — Großbritannien (London, Anstellung Naphall's in Birmingham. Bibelübersetzung von Bennet; neue Missionäre nach Palästina.) — Galizien (Lemberg, Antwort gegen einen Angriff.) — Ruß lan d (Wiln a. Slonimski^s Rechncnmaschine. Replik gegen Dr. Berksohn). — Niederungarn (harte Rügen einer neuen Rabbinenwahl.) — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Geschichte der Gegenwart: Der Culturverein in Berlin und seine Statuten.) — LB. des Orients. Orr ent. D erg Heft an (Forts, von Nr. 19.). Nah oliv and war eine sehr berühmte Stadt im ehemaligen parthischen Reiche, vierzehn Ferseng von Hamadan (s.. d. geogr. Index bei Assemani), und im 21. Jahre der Hedschera wurden die Perser von den Arabern dort geschlagen (s. Malkolm, Gesch.d. Perser S. 148). Sie liegt aber nicht weit ven Chulwün (Holwan}3), mit der sie immer zusammengenannt wird. Zn diesen Kreis ist auch das biblische Hara (KT! 1 Chr. 5, 26) zu ziehen, wohin ebenfalls die zehn Stamme deportirt wurden; denn Hara ist das arabische vl-gebal, d. h. Bergland, nämlich der gebirgige Theil des persischen Irak, zwischen Hamadan und Kermanschah 2), h. h. die Provinz Kohestan. 1) Binjamin von Tudela, der diese Gegend <T. I. 76 der Asher'schen Ausgabe) beschreibt, gedenkt dieser Stadt nicht, die doch zu seiner Zeit, wie wir aus arabischen Schriften eben gesehen, sehr bedeutend war. ' Hingegen erwähnt er daselbst als zwei Tagreisen von Rudbar fllTTH entfernt “IH?/ wo 4000 Juden waren. Hr. Afher (II. 155). vermuther, daß ursprünglich im Texte ruxfcn 'J b. i. rtiN&n flHJ gestanden, welches dann später in HJNl VD corrumpirt worden' wäre; es ist auch leicht möglich, daß die beiden vorkommenden Formen nNl??ri und jN'frn (f* N. 19Anm. 5) sich zu einer Mischform fl^^ldfl verschmolzen. Wie aber Hr. R. (oben Nr. 19) die Erklärung Raschi's abweisen konnte, weil er zu Kidduschin 72 a sagt, daß sei 2^, ist mir um so unerklärlicher, als der Fluß Holwan allbekannt ist. Red. 2) Auch die persische Benennung Kohestan scheint nur Der zweite Satz in der oben erwähnten talmudischen Stelle lautet: Chabor das ist Adiabene, fl? -HD*3) Adiabene ist dasjenige Gebiet in dem'großen eine Uebersetzung zu sein, oder umgekehrt, und wahrscheinlich hat man darunter das Gebiet am Zagros oder Fer Zagri pylae oder portae mediae verstanden, heute Paß von Sarpul, also an der Grenze, wo sich Assyrien von Medien scheidet. Red. 3) So finden wir es geschrieben in unserer Stelle, Kidduschin 72 a, und ebenso steht es mit N im Targum Ez. 37, 23 und Jer. 51, 27; auch der Syrer schreibt mit N, und nicht mit H (Assemani B. O. III. p. IX. 7<fe')^ und eben aus der Analogie des Syrischen, wo die Verwechselung zwischen fl und n graphisch nicht statt hat, laßt, sich sehr leicht schließen, daß auch für Dnjfl (Moed-Katan 28 a) und (Baba-Batra 26 d) wohl INN und KINN zu lesen sei. Aber zugegeben, daß die Schreibung mit'He eben so richtig sei, so ist es doch klar, daß es zu dem Ekgennamxn wesentlich gehört und durchaus kein accidenteller Zusatz ist, weil weder im Hebräischen noch im Aramäischen H oder N als Zusatz je gefunden wird, noch gefunden werden kann. Suchen wir die Entstehung dieses Namens auf, so finden wir ihn in den Namen und 2HPI (INN), Djab und Ehadjab, womit die zwei Flüsse, welche diese Landschaft durchströmen, benannt worden, wie schon A m m i a n, obgleich noch nicht klar genug, sagt(B. 23. 0, 6 §. 20): nvsautem 16 dieimus, quodin his terris omnes suntduo perpetui, quos et transivimus,. Diabas et Adiabas juncti naralibus pontibus; ideoque intelligi Adia"benem eognomina tarn etc. Die Namen der beiden FlüßeINundINN^ Djab und'Chadjub, Diabas (Diavas) und Adiabas (Ädiavas), tragen offenbar gar kein semitisches Gepräge, da bekanntlich nur außersemitische' Sprachen (pers. zend. u. s. w.) die Bildung der Nomina durch Vorsetzung des negirenden a haben; die Aramäcr haben diesen Namen, der schon auf Bezeichnung * 22