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Der Orient · 1841-05-22 · 21 (22.5.1841) · p. Spalte 309-310

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
21 (22.5.1841)
Article
Welche Vorstellung hatten die alten Hebräer von der Unsterblichkeit?
Date
1841-05-22
Page
Spalte 309-310 (sequence 3)
Language
German
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399 Die Unsterblichkeitsl.d. alt. Hebräer. LiL. Dialekten. M. Heß: Ueb. d. Orig. d. siebzig Dolmetscher. 319 rechten sowohl, als die der Gottlosen, tmb jede/ so dachte man sich, seht dort ihr früheres Thun sott. Es war aber den Frommen ein peinliches Gefühl und ein quälender Gedanke, ihr mit dem des Lasterhaften an einem und demselben' Dcte sich zu denken, deshalb baten sie inbrünstig zu Gott: Er möchte ihre Mittelseele nicht für immer im Scheol lassen; sondern sie ihrer Fähigkeit gemäß eines Grades der Seligkeit theilhastig machen. Für diese Hypothese spricht, daß in unseren heiligen Schriften nur von O^n und heißt, daß sie in das Scheol kommen; niemals wird dies von der vernünftigen Seele, von TOtiO und nn behauptet. S. 'ip. 16, 10. 30, 7. 49, 19.’89, 19. Spr. L3, 14. Brieg, im April 1841. Literarische Analekterr. X. Haben die Siebziger die heilige Schrift aus dem Hebräischen oder aus dem Aramäischen übersetzt? Herr Ochs in Galizien macht mir in den isr. Annalen 1841. 5. S. 40. den Vorwurf, ich scheine den Siebzigern einen zu hohen Werth bekzulegen. Allein der hohe Werth derselben wird mir immer bei dem Gebrauche derselben deutlicher, wie derselbe bei allen festsieht, welche diese Interpretation nicht von Hörensagen oder wieder aus Uebersetzungen kennen, sondern selbst darin lesen. Herr O. in Galizien hat die LXX nicht gelesen , wie bis jetzt alle seine Landsleute, die das Griechische nicht verstehen. Von der letzcern Klasse macht De N ossi eine rühmliche Ausnahme; denn obgleich er selbst das Griechische nicht verstand, nach der Vorrede zum Meor Enajim und Kap. 9>, vergl. seine Biographie von Zunz im Kerem Chemed 5. S. 132, so sah er dennoch die Wichtigkeit dieses Werkes ein. Wenn aber jener halbe Anonymus in den Annalen daselbst bemerkt, daß meine in den Annalen vom vorigen Jahre gegebenen Notizen sich bereits im HM NM 8. und Kerem Chemed 3. Br. 16. sich befinden; so scheint ersteres eine Unwahrheit Zu sein; denn ich kann sie in diesem Werke nicht wieder finden. Hatte der Herr O. die Stelle doch angeführt! So aber muß ich dieKlagen des Zafati in den Achives Israeiites 1841. S. 102. wiederholen. Pour les trouvcr, il faut chercher. Pcmrquoi ne pas eviter cette peine au lecteur? 11 me semble qu’ii esfc plus simple de dire le nomme im tel, en tel endrüit, a dit teile chose. Cette forme est cjuelquefois moins oratoirc, xnais toujours plus coinmode. Zm Kerem Chemed 3. S. 198. finde ich nur die eine Bemer- Jung w>ed«r.daß die LXX \b t&US’i und itrb nbltti «rs ein Wort wiedergeben, welches sich Jedem auch das Griechische nicht verstehenden Leser von selbst darbieter, und ich hätte wohl dies nicht dem Luzzatto zu entwenden uöthig gehabt. Nun hatte ich aber in der That den Kerem Chemed 3. damals noch nicht gesehen und er war noch gar nicht hier damals. Ich hoffe nun nicht, daß mich Jemand hierüber eines Plagiats beschuldigen werde. Doch um zu der angeregten Frage zurückzukehren, so bedarf sie allerdings einer Apologie; denn gewiß wird es Manchen Wunder nehmen, daß hierüber im Geringsten ein Zweifel obwalten könne. Wer hat wohl noch vermuthet, daß sie nicht aus dem Hebräischen gemacht worden sei? Es ist aber nicht nur von dem eben angeführten De Nossi behauptet worden^ Im re Bkna Kap. 9, sondern auch Dr. Creizenach im Dorsche ha-Dorot (Franks. 1840.) S. 155. findet diese Vermuthung sehr wahrscheinlich und Joseph Flesch in der hebräischen Uebersetzung der philonischm Schrift über das Leben Moses S. 70 beweist aus der dortigen Stelle, daß die LXX aus dem Aramäischen übersetzt habe. Aus innern Gründen läßt sich das Gegenteil, so wahr es auch ist, nicht leicht beweisen. Denn ein jedes Versehen, das sich in dieser Uebersetzung findet, konnte ja schon in der angeblichen aramäischen Paraphrase da gewesen sein. Nach äußern Gründen hingegen zu urtheilen müßte man aus das Bestimmteste annehmen, daß diese Uebersetzung aus dem Hebräischen gewacht worden. Denn wie schon Gesemus in der Vorrede zu seinem hebräischen Wörterbuche S. 10 bemerkt, steht die Zeit, in welcher diese Uebersetzung verfaßt worden, dem Leben der Sprache noch so nah, oder fallt (wenigstens was die Uebersetzung des Pentateuchs betrifft) damit zusammen, daß wir annehmen können, den Uebersetzern war der hebräische Sprachgebrauch noch aus lebendiger Volksüberlieferung r nicht etwa blos durch Studien der Bibel in den Schulen, bekannt. Wie sollte man damals sich einer aramäischen Uebersetzung zur Uebertragung in das Griechische bedient haben? Dazu kommt noch, daß die Israeliten in der folgenden Zeit unter Ptolernaus Philomcter im Jahre 150. vor Cyr. in dem Tempel des Onias hebräisch beteten und überhaupt hebräisch sprachen, wie Fürst in der 7. Beilage zur neuen Concordanz Kap. 2. dargethau hat. Da bedurfte man wohl reiner aramäischen Uebersetzung, um die heilige Schrift zu dolmetschen. Sehen wir nun aus die Gründe unsrer Gegner, so zeigt es sich, daß sie auf einem Jrrthurn beruhen. De Nossi und Flesch stützten sich hauptsächlich auf Philo; dieser sagt nämlich ausdrücklich 11. p. 138. M, xo naXdiov byQdqjyjcav oi v6{ioi ylcozTi] %(zX8 ULKT} %al ^^95 %oXlov disftscvccv iv 0[.10Up, xrjv didXzx.'üOV ov psxaßdXXovTSS, und p. 139 vom Ptolemäus Philadelphus. 'O Srj zoiovx09 £rjtlov %cd tzo&ov Xaßcsv trjg vo[io&E6Lctg TjficSv sk iXXccda ylmxxav xrjv %aX8 aixfjv (le&aQpo&G&ai disvotsZxo. Allein Philo gebraucht in demselben Sinne auch cEßQ(y.kov yXäacav. 1. p. 399 und itaxqUiv yXcoxxav U. p. 150. 278., welches aber daher kommt, wie Delitzsch in Jesurun p. 65 sich ausdrückt, dem ich auch diese Citate entnommen, idque facta denominatioue a lingua antiquiori, quam Judaei post exilium 21*

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