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Der Orient · 1841-05-15 · 20 (15.5.1841) · p. Spalte 295-296

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
20 (15.5.1841)
Article
Die neueste Ausgabe des Kusari [Rezension]
Date
1841-05-15
Page
Spalte 295-296 (sequence 4)
Language
German
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295 296 Religion dex Nabataer. Geographisches Chroniken von Peträa. gestellt, und darum durch gar keine Belege unterstützt, dürsten wir vielleicht ein andermal Gelegenheit haben, weiter auszuführen; wir sind hier blos durch die oben erwähnte Paratelle unsers Vorwortes darauf geführt worden, zu dem wir nach dieser kleinen Abschweifung zurückkehcen. (Fortsetzung folgt.) 16) Zur Geschichte der christlichen Kirche in Arabien. Von Franz Delitzsch. I. Kirchliches Chrönikon des peträischen Arabiens. (Abgedruckt in der Zeitschrift für die gesammte Lutherische Theologie und Kirche. Ihrg. 1840. Heft 4. S. 132—146. Ihrg. 184t. Heft 1 S. 36-64.) (Schluß.) So weit aus der Einleitung. Aus dem eigentlichen Chronikon halten wir noch folgende jür jüdische Geschichte nicht uninteressante Datenzusammenstellungen der Mittheilung werth: 29. Johannes der Täufer straft den Tetrarchen Herodes Antipas darüber, daß er seine legitime Gattin, die Tochter Aretas' J0), Königs von Petra, verstoßen und das Weib seines Bruders, Herodias, sich ehelich verbunden hatte. Durch diese Verstoßung seiner Gattin verwickelt sich Herodes in einen für ihn nachtheiligen Krieg mit Aretas (Euseb. H. E. I, 11. Joseph. Antiq. XVIII. 5), und dieser bemächtigt sich, wahrscheinlich durch den einfallenden Tod des Kaisers begünstigt, des römischen Damaskus. Aw. 46 —126 (nach Vincent um 63). Der Periptus des Erythräischen Meeres publicirt. Zur Zeit des Vers, war Malichus König von Petra (Geographi minor. I. S. 11). 68—117. Trajan. Kaiser. Entstehungszeit der mit den Ebioniten innigstverwandten Sekte der Clcesaiten, nach Epiphanius (nach Eusebius im 60. Lebensjahr des Origines, also c. 247). In den spätem Jahren des Origines verbreiteten sich die Irrlehren der Etcesaiten in die Gegenden jenseit des Jordan, was den Origenes bewog, öffentlich dagegen zu predigen (Euseb. H. £, VI, 38). Als Wohnsitz der Secte nennt Epiph. auch N a b a t a a: ovxco xaXov^svri %coqa TtSQdv xi\g akvz'tis i\xoi vzxqag Kctlov^hrig &ak<xG6yg iv xrj Mcoctßixiöl %COQa TtEQl XOV %EL[lCiQQOVV AqVCOV , 7,CU i 7t £x eiv a iv xrj ’IxovQcda xol Naßccxiöt (tlaeies L1II.)* 11). Joh. Damascenus (Goteler. Non. 10) Gracift'rte Form des Eigennamens. , auch defektiv geschrieben (mit senkrechtem Fatah-. 11) Auch die Efsäer oder Offener leitet Epiphanius her dito xrjs N aßet? tKrj g (nal ’lzovpcxlccg, Mcoa- ■ßixi$o$ xs xal 3Aqr]ilLTidog xcov inixEiva xfjg xotlddog xijg dXvxijg), s. E[>iph. ed. Petavius II. App. p. 34 ff. und'mein „Wissenschaft, Kunst, Judenthum" S. 240. I. p. 292) sagt, dies einschränkend, nur: ixt öevqo xrjv Agaßtav xaxowovvxag xad’VTVEQd'EV rxjg vsxqdg ftakciGGrig xeifievriv. 106. Cornelius Palma, Präfekt von Syrien, unterwirft dem Trajan das petraische Arabien. Dieses Jahr (221. Olymp., 8. Trajan, unter den Consuln Candidus und Quadratus) beginnt eine neue Aera der Petra er und Bostrener. TIexqeol xal Boax^vol ivxEvd'Ev zovg iavxoov %qovovg ccQtd'{.iovGi (Chronicon Alexandr. p. 596). — Entstehungszeit der Sette der Ebioniten (nach Ghronieon Alexanärinum), nach Epiphanius (Haer. XXX.) ursprünglich in Nabatäa und Paneas (ix xrjg Naßaxaiag xitl Ilcivsaöog xov tzIsTgxov)* 117—211 (Adrian bis Septimius Severus). Petra behauptet als Metropole (AAPIANH IIETPA MHTP0HAI2) noch einigermaaßen seinen früheren Glanz; wir besitzen Münzen, in Petra geschlagen unter Adrian, Antoninus Pius, Marc Aurel, Septimius Severus (Quatremeie 1. 1. p. 29). c. 216 (nach Danaus). Die Datesier, Anhänger eines gewissen Wales (Valens), nach Epiphanius (Haeres. LV1II. vgl. Jo. Damascenus bei Coteler. Mon. I. p. 295) identisch mit gnosticirendm Irrgläubigen zu Bacathus, ^XQOxco^la ^Aqaßiag xrjg (EdadEXyLug, welche ihre Anhänger entmannten und den Fleischgenuß nur solchen Castrirten gestatteten. 247. Origenes führt auf einem nicht unbeträchtlichen (Sonett zu Bostra eine arabische Sette, welche die Sterblichkeit und Wiedererweckung der Seelen behauptete, zur Wahrheit zurück (Buddeus, Prograrnma de Ara hiconim haeresi, in Syntagma dissertt. acad. p. 738.) 272. Aurelian besiegt bei Daphne und Emesa die Jenobia und unterwirft sich wieder das von ihr unter Claudius Apollianus weggenommene Arabien (Malaia I. p. 395. 398). 295. Amr b. Gafna, zweiter König von Ghassan^), baut mehrere Monasterien in Syrien (Vbulfeda Hist. Anteisl. p. 129). Die Emigration der Azditen aus Jemen und ihre Ansiedelung um Ghassan fällt nach dem Durchbrüch des Felsendammes (^»^!s zw. 150 und 170. ' 373. Abfassungszeit des Ilavagiov dob Epiphanius. Ec erzählt darin (adv. haeres. 41. Petav.), daß die 12) in Häutung nördlich von Bozra, in der Nachbarschaft von Deir Zubeir, El-Mug"eimir und G h a u th a, vielleicht etwas westlich von A r i Zwar hat Haurän sehr wenig Wasser, aber gerade oiese Gegend zwischen Bozra und der Grenze von El-Leg'ah ist nicht eben arm an bewässerten Wadis. Ich verdanke diese Mittheilung Herrn Eli Smith (in Beirut).

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