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Der Orient · 1841-05-08 · 19 (8.5.1841) · p. Spalte 283-284

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
19 (8.5.1841)
Article
Der Prophet Habakuk und seine neuesten Bearbeiter
Date
1841-05-08
Page
Spalte 283-284 (sequence 3)
Language
German
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28$ Dcr Prophet Habaku? u. seine neuesten Bearbeiter v. Levy,' Literaturgesch Miscellen v. F. D. 284 *2, 2. SOlp y)y „nach Spr. 18- 10, damit bcv Leser dahin laufe, damit sie allgemein bekannt würde" ist eigenthümlich, aber nicht philo logisch richtig; denn Laufen, in Absicht auf Schutz suchen kann wohl heißen '3 fTi, aber sonst Lau'en nach einem Ziel heißt h pn. An unserer Stelle ist das 12 offenbar von abhängig. Eine abgeschmackte Erklärung erhalten wir % 17, die wörtlich so lautet: „jrprp ist von nnn pU fut. c. suff. jpjnj in Pausa 1 •=% Dich ' weibliche Suffix soll sie nicht als Männer, sondern als feige Weiber andeuten Nah: 3, 13 (!!) Aehnlich ist die Auslegung 2, 1b. Um drei voll zu machen, geben wir noch die interessante Uebersetzung 3, 9. „Sichtbar stieg dein Regenbogen, d;e sieben Streifen, ein Skegesgesang. Sela; in Strömen spaltest du die Erde.- Die vierte Bearbeitung, die uns vorliegt, enthalt einen hebräischen Commentar und eine deutsche Uebersetzung. Iu beide,-, muß man eigenen Fleiß und Selbständigkeit anerkennen, der Berf. scheint wenige Hilfsmittel außer den hebräischen Commentatoren gekannt und benutzt zu haben. Deßhalb muß man auch einen andern Maaßstab der Beurtheilung an seine Arbeit legen und lieber denken, was er hätte bei bessern Mitteln leisten können, als was er geleistet hat. In der gegenwärtigen Gestalt hat die Wissenschaft wenig Gewinn von dieser Bearbeitung; indessen für einen gewissen Kreis von Lesern, für welche die Ausgabe des Buchs bestimmt zu sein scheint, möchte sie doch manches Neue und Gute sagen. — Auf einige Mängel müssen wir den Berf. aufmerksam machen. Die Uebersetzung, die noch immer nach der sogenannten ästhetischen Pa: raphrase der früheren jüdischen Commentatoren schmeckt, welche nicht die Uebersetzung nach dem Texte, sondern nach einen vor: gefaßten falschen Bocurtheil, als sei dieser nicht schön genug, jenen nach.dieser Zu modeln suchten, laborirt sehr an Ungenauigkeiten und Unrichtigkeiten, die der Commentar nicht beseitigt, z. B. 1, 3 TTDD übersetzt der Vers, bemächtigt sich 1, 8 'S W31 in Unzahl sind seine Reiter. V. 11. TN kaum sich erholt, zieht es, freventlich wüthcnd weiter (ganz unphilologisch!). V. 16. „weil durch diese man ein gutes Loos erlangt und v. 17. darf man deswegen (nur der gedachten Opferungen willen), die Schlinge oft lernen (! 1). 3, 4. 'b'D'p Strahlen aus seiner Gottesyand empfangen (?), — Eigeuthümlich doch mehr t£Ttl ist 3, 9. Entdeckt, entdeckt wird dein (Regen)bogen; jene Schwüre (nach der Sündfluth nämlich) - nur beugen den Ausspruch: „Ströme lasse hereinbrechen die Erde". — Im Commentar erklärt D. WQ 1, 7 von uns fangen seine Eroberungen und seine Grausamkeiten an; dies ist geschichtlich falsch und 1DDH p ÜOn yyn. B. 16 DiO? erklärt er gegen Ges. als Hauptwort, Fettigkeit; das es^al's Adj. nimmt, doch das bleibt immer zweifelhaft. Nichtig sagt Fürst in der Concord. S. 1337 in quidnsdam ho rum iu>- minibus iiicertum est utniiu pro parlio. pass, an pro »om. actionis habenda sint. — Doch genug hierüber! Trotz der gerügten Mangel nehmen wir die Arbeit des Verfassers mit Dank an, wir erkennen auf jeden Fall hierin einen Fortschritt in der Exegese dieser Art an, und sagen mit dem Dichter ut desant virs, tarnen est laudanda voiuntas. Literaturgefchichtlrche Miscellen. Von F. D. I Das karäische Werk “iSSil b^uta wurde, da die Original- Handschrift dem Untergange nahe war, durch Sabatai b. Elia DNlOv gerettet. Bon diesem erzählt Afendopolo in bm (in der Bibliothek Herrn Heimann Michaels in Hamburg): „Ruhen möge auf seinem Lager dcr greife ehrwürdige Alte, der weise Lehrer R. Sabbatai b. Elia OT7DD, welcher die« ses gepriesene Buch aus der bei uns in diesen Gegenden befindlichen Handschrift copirte;. diese war moderig, abgenutzt und veraltet, Blätter und Einband war verfault, er nahm, indem er es abschrieb, eine große mühselige Arbeit auf sich, und hatte er es nicht abgefchrieben, so wäre das Buch sicherlich unabgeschrieben geblieben und gänzlich verloren gegangen. Die Leuchte Israels wäre erloschen, und ihr Licht zu Finsterniß geworden. Gott gedenke es ihm Zum Besten." n. Die Controverse der Aschariten und Muatazili, ten werden unter Andern auch in dem Buche rfon rfon von Jbn -Roschd an vielen Orten erwähnt. Die Uebersetzung dieses Werkes ist von Kalonymos b. David b. Lhodros; die Widerlegung Jbn-Roschd's hebr. geht immer der Text der von Al-Ghazali voraus. In der zweiten heißt es daseLbst (wie mir Herr Hermann Michael aus ftinem Cod. mittherltr NOM üü DiDNl iDsp iDiy nsy wmi najp nnw nnytmi hdd MQö- 'di n&6inn rptann nyi wn myn mjr nh? nhdj udö TTODn hys ddn on nbrnyön W hü üb)yr\ to. pmü xb mw *tik bx *püsn xbw ~y )D^p efcrmn pfen -oyn ü'hün bfa btihiW'* N)mK^ t Calo Salon p ni u § der Neapolitaner übersetzt in seinem Subtilissimus Uber Averois, qui dicitur Destructio Destructionum Philosophiae AEgazeLis nuperriiwe traductus et suae integritati restitutus (Venetiis 1527 toi.) diese Stelle der I>isputatio seeunda, wie folgt! Quod autem rccitavit A3ga. de secta assaria quod ipsi permittunt .fieri innovationein substantiae existent]s per se et non permittunt privationem ejus est opieiio in ultimitate debilitatis etc. Ait Älgazel: Mohatazel auteni dixerunt, quod operatio, (|uae emanavit ab eo, est ens et non consumptio, quam quidem creavit non in subjecfco et corrumpet totum mundum in instand et dependetur consuntptio absoluta ex se ita, quod non indigcbii alia consumptione, ut procedat in infinitunu Schon diese Stelle giebt ein Bild von der rauhen und unverständlichen Wörtlichkeit der aus dem Hebräischen gefertigten Uebersetzung des jüdischen neapolitanischen 2lrztes.- 1

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