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Der Orient · 1841-05-08 · Heft 19 (8.5.1841) · p. Seite 145

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Journal
Der Orient
Volume
2 (1841)
Issue
Heft 19 (8.5.1841)
Article
Daghestan: über die Stadt Chulwan in Medien
Date
1841-05-08
Page
Seite 145 (sequence 1)
Language
German
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Zweiter Jahrgang ♦ Berichte, Studien und Kritiken Das Abonnement für -ein Jahr ist 5 Thlr. Manabonnirtbeiallen Lobt. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Iabr. für Mische Geschichte und Herausgegeben »on Don dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mrtgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. »r. Julius Fürst. Jfy? 10* Leipzig, den 8. Mai 1841» Orient. (Daghestan, über die Stadt Chulwün (Holvan) in Medien. Die zehn Stamme. Die Stadt Nahawend.) — Großbritannien (London, Missionsweserr und Schriften. Die Debatten üb. Municipalamter. Jnglis. Ines. Lord Ruffel. Hodges. Der Reformverein. Goldsmith. Mocato. Herace Montesiore. Lindenthal. Das Montefiore-Testinwnial. Die Meetings.) —> Deutschland (Berlin. Institut des Dr. Stern. Höherer Standpunkt. Breslau. Freimütigkeit des Oberrabbkners. Der Prediger Dr. Geiger. Schwerin. Dr. Frankel. (Zramen. Güstrow. Dr.Löwe.). — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Geschichte der Gegenwart: Die Emanupationsfrage in Sachsen-Meiningen. S. Steinhardt. Petition. — L.B. des Orients. Orient. Daghefian (Forts. *). Indem ich hier die alten Quellen über die räthselhaften Plätze, wohin die zehn Stämme deportirt worden sind, aus dem Talmud zusammenstelle, wird dem Leser auch die Abneigung der babylonischen und palästinischen Gelehrten gegen diese Stämme in Bezug auf religiöse Orthodoxie klar werden. Zn dem talmudischen Traktat Kiduschin (72 a) heißt es: „Es spricht Rab: -WTti-fmb wie das Exil- Land 2) in Bezug auf unverfälschte Abstammung 1) In Nr. 13 hat dieser Aufsatz begonnen und er wurde Nr. 14 fortgesetzt, worauf dann eine kurze Unterbrechung durch einen Schlußartikel über Algier, durch Cremieux's Aufruf zur Unterstützung der Schulen in Kahira und Alexandrien, durch den Bericht über Abyssinien und Hamadan erfolgt ist. Red. 2) So hieß vorzüglich Babylonien, daher die Babylonier rjWn Ate, aber dann auch jede einzelne Stadt daselbst, z. B. Pumbadita (Nosch ha-Schana 23 b), eben so die Grenzstadt Babyloniens oberhalb des Tigris (Kiduschm 70 b). Die jüdischen Familien in Babylonien waren rein und unvermischt (NDllw), nach dem Talmud (das.); Esra zog nicht früher nach Palästina, bis er Babylonien in dieser Begehung wie reines Mundmehl gemacht Op MV nfy N? nbvv und zwar dadurch, daß er die vermischten Familien ausgeschieden und mitgesührt (das. ,89 d). Palästina betrachtete man als einen Teig, der doch aus Sauerteig, Mehl, Wasser und Salz gemischt ist, gegen Babylonien, so wie die außerbabylonische Diaspora wieder gegen Palästina Dieses ist aber verschieden von dem, was Rabbi Äbba bar Kahana gesagt; denn dieser sagte: „Wie hat man die Schciftstelle 2 Reg. 17, 6. „und der König von Assyrien ließ Israel (die zehn Stämme) wohnen in Chalach (N/N) und Chabor pW)"]), am Strom Gosan (sM IW) u. in den StädtenMediens (Nv> pp)" zu erklären? Chalach, das ist }l6n, Chabor, das ist n, der Strom Gosan, das ist srw, die Städte Mediens, das ist pon und ihre Genossenschaft. Andere aber sagen, es wäre nWü und ihre Genossenschaft. Unter Genossenschaft, sagt Samuel, versteht man ■’pDin, IW, rDBno und yütvy nur ist vum von •OrwiD zu unterscheiden z alle aber sind in Bezug auf Unvecmischcheit der Familien nicht mehr so rein wie Babylonien 3)". Da aber die Auslegung Abba's zur Aufsuchung der zehn Stämme sehr interessant ist, so gehe ich zur Erläuterung jedes einzelnen Satzes desselben über. „Das Chalach in der Schrift ist Nach Raschi soll [fftn der als Teig pvp) d. h. (nach Rasäsi) Olw pvv angesehen wurde (ton!? pN) HD’j; hlSTiNH to). Bei Vergleichung der verschiedenen Länder oder Provinzen wurde daher Babylonien für gesund gehalten, während andere Gebiete mehr oder weniger verdächtigt waren (fiN^W ton d. h. nach Raschi ONw), und schon der babylonische Dialekt war cme Art Diplom einer unvermischten Abkunft (das. 71b oben). Red. 3) D7DV und zwar, wie schon Raschi erklärt, weil die zehn Stämme sich mit den Eingebornen vermischt haben. Red. 19

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