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Der Orient · 1841-05-01 · 18 (1.5.1841) · p. Spalte 267-268

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
18 (1.5.1841)
Article
Israelitische Glaubens- und Pflichtenlehre ... [Rezension]
Date
1841-05-01
Page
Spalte 267-268 (sequence 3)
Language
German
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267 Der Prophet Habakuk u. seine neuesten Bearbeiter v. Levy. Hesselberg. Ewald. Hitzig. Deutsch. 268 dieser Rccension nur eine dürftige Ankündigung gefunden har, ist geschickt, ähnliche Bücher auf lange hin entbehrlich zu machen.' Dr. Megas. Der Prophet Habakuk und seine neuesten Bearbeiter von M. A- Levy aus Mtona. (Fortsetzung.) Hier sowohl als in der Einleitung scheint uns der innere sittliche Anstand von Ewald zu idealisch gehalten zu sein, als er wirklich war, und besonders können wir den Grund dazu nicht billigen, weil der Prophet den Götzendienst nicht erwähnt. Dies kann doch nicht das geschichtliche Faktum um stoßen (vorausgesetzt, daß Hab. 608-—4 nach Ewald geweiffagt habe), wonach unter Zojakim der Götzendienst wieder auskam (2 Reg. 23, 37, Ier. 22, 9. 25, 3—7. 35, 15.), die Großen und Vornehmen nach Gefallen schatteten (Ier,. 26, 11 ff. 36, 12 ff.), und eine solche Schilderung zeigt nicht, daß blos durch die Chaldäer das eben herrlich aufbttihende (?) Leben freventlich gestört wurde". Man hat sich überhaupt die Reform Iosia's nicht so durchgreifend und nachhaltig zu denken, denn sonst würde der geschlossene Bund nach seinem Lode nicht so bald aufgelöst worden und die Mahnung an denselben von Seiten der Propheten nicht so vergeblich gewesen sein. — Auch Hesse lber g ist unserer Ansicht und richtig ist.die Bemerkung von Deutsch zu V. 4: p mit den Worten ,'Di minn .tsfon M ^2 nn) 2’ixn oom -ntinnymDto Wir wenden uns jetzt zur Interpretation, um einige schwierige Stellen zu beleuchten. V. 6, PN?2-)N) PM ist offenbar eine Paranomasie, die nebst Wortspielen unser Verfasser wie die meisten Propheten liebt, vgl. v. 8. 2, 3. 2, 18, die ich aber nirgends (selbst nicht in der sonst .so gewandten Rükkert'schen Uebersetzung) wiedergegeben finde; etwas freier möchte ich übersetzen „das Volk voll Hast sonder Rast". V.8. -Ifcpl Gesenius (im Lex.man.MDCCCXXXlil und in der 4. Aufl. s. Wb.) nimmt von dem Stamme zwei getrennte Bedeutungen <m;superbire, vom Arab. und dispersus est (Mifal). Sollten sich aber nicht beide Stämme unter einen bringen lassen? Die Grundbedeutung des Wortes ist: sich ausbreiten, ausdehnen, besonders vom Körper, der durch gute Speise an-Feistheit zunimmt, und da der Hebräer ,,stolz sein,,übermüthig sein" als Folge des Wohllebens, des Fettwerdens betrachtet, so konnte leicht die Bedeutung swperbire aus jener hervorgehen. Vgl. Deut. 32, 15. Zer. 5, 28. Hos. 13, 6. Fürst in der Concerd. vereinigt wirklich beide Bedeutungen. . 9. (asrai Iby :) Gewöhnlich nimmt man dieses Wort von einem Stamm DD) und erklärt wie Gest 'PONj7 O»P^2 POD T ihreGesichterschaar ist vorwärts gebeugt (^s» die Schaar); An-'' dere^ wie Hitzig, leiten es von ^2* petiit (wie esKim ch i zu np, 27,8 gebraucht) ab, und erklärend äesiliemum, das Schnauben ihrer Gesichter ist nach Morgen. Diese Erklärungen, abgesehen von der Etymologie, scheinen mir nicht gut in den Zusammenhang zu passen, und der Satz würde sehr matt klingen. — Ich möchte daher folgende. Etymologie Vorschlägen. NVD halte ich für zufammengezogm aus n’lttJD, indem sich das “] dem D assimklirt hat, wie aus rpb, HHN aus nnn^/ny; aus rny, na aus rru21), ha aus hik ö ' '; im Arab. ^1! für wo aber gewöhnlich das £ stehen bleibt, aber nicht gesprochen und der folgende Buchstabe teschdirt wird; ähnlich im Syr. durch die Unem occultans wie (für (Versammlung); im Aethiopischen Ü)A^ : aus ©AJMt* und AiM: : oon Axfi^ und öfter. Nun heißt pp) wovon ppi} (vom Arabischen und das transponirte ^2^ ^5"^) schneiden und davon ein Substantiv gebildet: das Abgeschnittene, der Raub, so wie der Raab von schneiden, rjptO von P-jp^, n'Pul von (verwandt mit pi)) ursprünglich: abschnttden, das chald. rp&n von rpp und ebenso in den verwandten Sprachen, wo der Begriff de's Naubens immer auf die Grundbedeutung Schneiden zurückgeht. Auf das fremdartige £^£1 Ez. 27, II verweisen wir hier nur vorübergehend. ia) — Ich supplire daher aus der der ersten Vershalfte O) Ovn!? rfo das b also cnp crpjo —■ nö'ip-?, oder ohne dieses Supplement nach Analogie von Ier. 50, 5 Nö!P "pp (auf den Weg dahin ist ihr Angesicht gerichtet)' und'übersetze daher: Allesammt kommen sie zur Gewaltthar, nach Rauh — ihr Angesicht nach Osten, und er sammelt wie Sand Gefangene.") B. 11. 2) nn ^iP!N\ Die meisten Erklärer beziehen diesen Vers auf den Chald. und übersetzen verschieden. Gesenius: dann gewinnt er neuen Muth und fährt vorüber und frevelt re. 14) Die Aunz 'sche Bibelübersetzung: dann braust erdahm, und ist er vorüber, so istAlles wüstere. Hitzig bemerkt dagegen schon mit Recht „auf den Chaldäer bezogen (vgl. v. 7) wird der Vers unverständlich. Vielmehr sind die Lhäter des und DDITtm eigenen Volk gemeint -(vgl. v. 3. Ies. 29, 20), die nur fragten, oh sie im Stande seien, etwas zu thun(Mich. 2, 1), nicht ob es auch recht sei; und die jetzt durch die Chald. ($of. 5, 15. 14, 1.) — Die Erklärung indessen die Hitzig giebt, welche die Uebersetzung da eilt dahin, ein Hauch, und fahrt vorüber, und in Strafe fällt der, dessen Kraft sein Gott rechtfertigen soll, ist sowohl unklar als philologisch unrichtig. — Ewald: da schwillt es über an Muth rmd Übertritt und — wird schuldig, diese seine Kraft wird zu seinem 11) Siehe Lessnii momumenta phoenicia p. 349 und überhaupt 401. s. v. Bostor 349. Ew. §. 117. 12) Ges. nimmt HD.1D, wie oben erwähnt ist, für Schaar und will in diesem Sinn H&V coetus hebr. in der Eryc. lsn. 2 gefunden haben; aber diese Inschrist ist noch so wenig entziffert, daß uns dies noch sehr problematisch vorkommt; Ref. wenigstens konnte dies Wort nicht aus den phönizischen Buchstaben herauslesen. In der Bedeutung: Absicht ist das Wort in den Muhammedismus übergegangcn. 13) Ueber e-ie Form des Rom. auf at s. Gese n 1 u s Lohrgeb. S. 467. Ew. §. 209 u. 365. 14) pp in der Bedeutung successk, im Kal. ist überhaupt noch nachzuweisen, denn die Stellen 90, 5, 6. die Ges. im Lex. dafür an führt, kann man ebenso gut in intransit. Bedeutung nehmen (Vgl. Ewalds Uebers. .jener Stelle in seinem Commentar zu den -y. und de Wette's Com, ment, zu d. H. I V. Aufl.)

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