Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 18 (1.5.1841)
- Article
- Le livre d'Henoch sur l'amitié [Rezension]
- Date
- 1841-05-01
- Page
- Spalte 257-258 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur M 18. Leipzig, den 1. Mai 1841. Das Buch Hs noch, eine bloße Ueberfttzung der Disciplina Clericalis von Petro Alphonso, bearb. von August Picharb, üb. Metatron; üb. die Henoch-Sage bei den Aethiopiern und Muhammedanern. Danrascir, eine historisch-publicistische Untersuchung von Löwenstein. Glaubens- und Pflichtenlehre von Dr. Herxheimer in Bernburg. — Der Prophet Habakuk n. seine neuesten Bearbeiter/ v. M. A» Levy. Hitzig; Hesselberg; Ewald und'Deutsch. — Lit. Ankündigungen. Literarische Uebersichte«. 13) livre d'Ilenvelr 3ur 1'amitie, traduit de I'Uelrreu et accompagne de notcs relatives aux antiquites, & Phistoire, aux moeurs, aux coutumes, äialangue ainsi qu3a la litterature des Israelites anciens et modernes; par Auguste P ichar d, memtre de 3a societe asiatique. Paris, 1838. Hr. Pichard theilt in diesem Buche eine hebräische Uebeisetzung des zweiten und dritten Kapitels der disciplina clericalis des Petrus Alphonsus mit, welche er wiederum ins Französische übersetzt und mit Anmerkungen versehen hat. Der hebräische Text ist aus einem in Venedig 1605 erschienenen hebräischen Werke abgedruckt, in welchem das Buch der Chronik des Mose, das Buch des Tobi ben Tobiel, das des Eldad Ha-Dani, die Sprüche des Sind ab ar, das Buch der Geschichte der Jerusalemiten, das Buch des H enoch, die Fabeln des Aesvp und die Sprüche des Königs Salomo enthalten sind. Veröffentlicht ward das Weck durch Nisim Schimeon, gedruckt bei Zoh ann de Gara. Daß das zweite und dritte Kapitel des Werkes des Alphonsus den Namen eines Buches Henoch erhalten konnte, erklärt sich leicht aus dem Anfänge des zweiten Kapitels “JOT 1DN „es hat Henoch gesprochen". So bald die beiden Kapitel aus dem Zusammenhänge deS alphonsischen Werkes heraus gerissen waren und man ihren Verfasser benennen wollte, lag es nahe, den Namen, welcher an ihrer Spitze steht, für den Namen des Verfassers zw halten. Ich kann den Inhalt der in diesem Buche Henoch enthaltenen Erzählungen als bekannt voraus setzen, da die disciplina clericalis in einer sehr genauen Ausgabe von Fr. W. V. Schmidt (Berlin 1828) uns vorliegt. Die gründlichen Untersuchungen von Schmidt benutzt Hr. Pichard. Die französische Übersetzung mit den Anmerkungen findet sich S. 73 bis 129, der hebräische Text S. 131 bis 140. In den Anmerkungen sind Vergleichungen mit älteren französischen Bearbeitungen dieser. Erzählungen angestellt. Die Einleitung füllt S. 21 bis 75. Ihr Inhalt zerfällt in folgende Abschnitte: 1) S. 21 bis 27 über die Erhebung des Henoch in den Himmel und über die Erklärungen, die das Wort w'er Genes. 5, 24. gefunden hat. Das hier Angeführte ist allgemein bekannt. 2) S. 29 bis 32 rabbinische Erzählungen über Henoch, der nach seiner Erhebung in den Himmel Metatron genannt worden ist, welcher Name „Gesandter Gottes" nach dem Talmud und vielen andern Autoritäten bedeuten soll. (?) 3) S. 33 bis 36 Ueber die Werke, welche dem Henoch von den Christen beigelegt werden. Hier wird nur mit wenigen Worten von dem im Briefe Juda citirten Buche Henoch gesprochen. 4) S. 37 bis 40 Ueber die Wecke, welche die Muhammedaner dem Henoch zuschceiben. (Im Herbelot findet man die Nachrichten über Henoch, welcher in Dorderafien von Alters her eine so bedeutend« Rolle spielt, viel vollständiger). 5) Kommt Hr. P. S. 41 bis 48 auf das äthiopische Buch Henoch zurück, aus welchem er einige Auszüge gibt. 6) S. 49 bis 60 wird versichert, daß das Buch Henoch, welches Hr. P. hier in einer Ueberfetzung darreiche, nicht zu den von Muhammedanern und Aethiopiern dem Henoch zugeschciebenen Werken gehöre. Sein Inhalt und sein Verhältnis zu der disciplina clericalis werden angegeben, wie auch sonstige Bearbeitungen seines Inhalts mit großer Genauigkeit aufgeführt. 7) S. 61 bis 74 Nachricht über das hebräische Werk, aus welchem der Abdruck 18