Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 2 (1841)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1841)
- Article
- Hamadan: Juden in dieser alten Stadt Mediens ...
- Date
- 1841-05-01
- Page
- Seite 137 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2360092-2360147-2360166-2365413--1684-2365439- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Zweiter er Orient. Jahrgang Berichte, Studien und Kritiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 5 Lhlr. Man abonnirtbei allen löbl. Postämtern und allen solid. Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Br. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift ' erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogm, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. 18» Leipzig, den 1. Mai 1841» Orient. (Hamadan, Juden in dieser alten Stabt Mediens. Das merkwürdige jüdische Grabdenkmal daselbst. Alterthümliches.). — Großbritannien (London, Verhandlungen wegen einer theilweisen Emancipation.) — Italien (Juden daselbst. Neapel. Der Kirchenstaat. Rom, Ancona. Ferrara). — Deutschland (H alberstad t, die erste Predigt nach 26 Jahren v. Oberlehrer Lasch. Rosenbach.) — Ungarn (Pefth. Statistisches. Verhältniß der ungarischen Gemeinden zu den galizischen.). — Licht- und Schattenbilder aus der jüdischen Geschichte der Gegenwart: Die Emancipationsfrage in Sachsen-Meiningen» S. Steinhardt. Petition. — Personalchronik und Miscellen. Das Namengesetz. Hr. Landsberg. Dr. Löwe. — L.B. des Orients. äDrtcn t Httmadttn 0 (in Medien2). Zm Magazin fürdie Literatur des Auslandes (Jahrg. 1840» Nr. 135) wird über die Juden in Hamadan von einem 1) Hamadan, ppH, wird als Hauptstadt Großmediens schon im Talmud erwähnt, und für ganz Medien gesetzt. In Kiduschin (726) übersetzt .Rabbi Abba barKahana (2 Reg. 18, 11) rnrirorn finn tt, und Rab Josef übersetzt ^121 (1 Chr. 1, ü) durch pDffl, eben so T. I. zu Gn. 10, 2 durch Was ihre Lage betrifft, so ist sie dieselbe, welche Esra 6, 2 die Residenz '(»Tpa) Achmata (msriN) heißt, welche bei den Griechen Agbatana, ’Ayßttravu, oder auch Ekbatana, benamt ist. Der Name 8nüF\$ soll nach Ilgen (Tobias 3, 8, S. 165) s. v. a. DDH bedeuten, nämlich : Burg; aber da wäre weder die griechische noch die spätere Form pDH erklärt. Richtiger hat es aber schon Lassen (Indische Bibl. lli. p. 36) gefaßt, daß der Name aus ’Ayßd- 7nr-a d. h. pferdereiches Land, nach zendischer Ableitung (s. Pott's etymologische Forschungen Bd. 1. I^XXII.); von der ursprünglichen Form Aghwa-Tana hat man das althebräische Achma-ta s. v. a. Ztchma - tan (jnvNtt), und das spätere Hama-dan herzuleiten. Vgl. üb. diese Stadt Judit 1, 2. und die schöne historische Zusammenstellung bei Rosenmüller Handb. d. bibl. Alterthumsk. S. 280—87. Jetzt gehört Hamadan zu Persien und ein persischer Statthalter residirt daselbst; 1810 war Abbas Mirza, Sohn des Schah, dort Statthalter. Red. 2) Medien umfaßt die jetzigen Landschaften S chirwan, Adserbidfchan, Ghilan, Masanderan und Irak Ad schemi pdr^), d. h. das persische Irak, zum Unterschiede von znybtttem araHf^cnStreif, Mitglieds der französischen Gesandtschaft in Persien folgendes mitgetheilt: „In Hamadan sind die Juden sehr zahlreich, wahrscheinlich weil Esther und Mordechai hier begraben' sein sollen. Mitten unter den Ruinen eines Stadtviertels, das man ihnen eingeräumt hat/befindet sich das Monument, welches über der Ruhestätte beider errichtet worden ist. Die Kuppet und der innere Raum sind ganz im moslimischm Style und den Monumenten der großen Jmame sehr ähnlich. Man tritt durch eine sehr niedrige Thür, die ein steinerner Flügel aus einem Stück verschließt, m ein kleines, dunkles Gemach mit vielen Lampen, die an hohen Festtagen angezündet werden; aus diesem Gemache gelangt man durch eine andere noch niedrigere Thür, auf den Knim rutschend, in ein zweites nur wenig größeres und helleres, das zwei Sarkophage aus schwarzem, geschnitztem Holze beherbergt. Beide sind einander sehr ähnlich, nur der der Esther etwas kürzer. An den Wänden sahen wir mehre hebräische Inschriften. Ueber der Kuppel befindet sich ein Storchnest, das schon Morier^) vor dreißig Jahren hier bemerkte. Jedes Jahr wird dieses Heiligthum von jüdischen Pilgern aus dem ganzen m^^^drp^xdembabylonLschenJrak (Wahl: Asien S. 216). Ganz Medien wurde (Strabo Xl. e. 12) eingetheili in Großmedien und Atropatene (Adserbidschan) oder Klemmedien; Ekbatana war die Hauptstadt in Großmedien, wie Gazika (pty, pTU) ton Atropatene. Red. 3) James Morier reifete in den Jahren 1808—9 durch Persien, Armenien und. Klemasi'en nach Constantinopel, und das Lagebuch gab er unter dem Titel A Journey 18