Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1841-04-03 · 14 (3.4.1841) · p. Spalte 203-204

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
14 (3.4.1841)
Article
Ueber den Unsterblichkeitsglauben der alten Hebräer, ...
Date
1841-04-03
Page
Spalte 203-204 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/8555529-9897381-9897433-2365215--1274-2365249
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

2ÖS Lit. Analekten. Semitische?Kstammung d. celtischm Sprache. I. Wolsson üb. eine Gebetformel. 204 bedeutende Tiefe des Grabes gegenübergestellt werden. In diesen und ähnlichen Stellen bezieht sich Alles -besser auf Unterwelt. .Wir beneiden Hr. Rh. durchaus nicht um die Art und Weise, wie er Job. 10, 22 die Ordnungslosi'gkeit im Scheel erklärt. Witzig aber die Wahrheit nicht treffend spricht sich H. Rh. über' die im Scheot sich aufhaltenden f. 88, 11 aus. Mit J^iedslob halt er sie, der Etymologie nach, für schwache, hinfällige, matte Wesen. Mag er sich dieselben aber noch so schwach, hinfällig und matt denken, Todte, Leichen, werden es nie. (Vgl. Fürst Concocd. HEH I. pag. 1096, b.) Als ein Kuriosum der Exegese des H. Rh. muffen wir noch Folgendes anführen. Das Schlimmste ist aber, sagt er, daß die Uebersetzung Schatten an unserer Stelle (^. 88, 11.) gar nicht paßt. Denn die Worte lauten: „Wirst an den Todten du (Gott) Wunder thun? werden Refaim aufstehen (und) dich preisen?" Wer aufsteht hat zuvor gesessen oder gelegen, die Schatten in in einem Hades denkt man sich aber wohl vorzugsweise als schwankende nicht als beständig daliegende Wesen u. s. f. Soweit H. Rh. Hätte er bedacht, daß nicht allein au fstehen, sondern auch auferstehen bedeutet, so würde er einer so gewaltsamen und gezwungenen Interpretation überhoben gewesen sein. Seite 15 und ff. erklärt der Vers. die im Ezechiel so deutlich für eine Unterwelt sprechenden Stellen für Dichterische Phantasie, der auf VIEj;» (Ez. 32, 21) gestützte Beweis, ist gesucht, nicht minder die Erklärung von Vers 31. Ebenso gezwungen ist die Erklärung von Jes. 14, 9. was schon aus der Uebersetzung des Derf. erhellt. Daß wir somit mit dem von H. Rh. Seite 21 gegebenen Resultate der Untersuchung nicht einverstanden sein können, versteht sich nach den gemachten Ausstellungen von selbst, und die gegen Ende der Vorlesung gemachte Bemerkung, daß man an eine Fortdauer ches persönlichen Geistes nicht gedacht habe, müssen wir daher - für eine unbegründete erklären. Dc. Julius Cossmann. Literarische Analekten. I. Semitische Abstammung der celtischen Sprache. Ein Hr. Thonnelier hat kürzlich ein Heft in Folio herausgegeben r worin er diese vielfach behauptete Abstammung zu beweisen sucht; aus den zum Theil etwas schiefen Bemerkungen, welche das Echo du Monde Sarant vom 7. Octbr. aushebt, führen wir nur eine einzige speciell auf die Abstammung bezügliche an: „Man hat lange btc celtische Familie für eine cingeborne gehalten, aber durch die Vergleichung dessen, was uns von ihrer Sprache übrig geblieben mit den ältesten Sprachen, findet man, daß sie ganz asiatisch ist. Man kann in der That die semitischen Elemente, welche mit denen der indotatarischen noch in ihrem ersten und unwillkommenen Bildungszustand befindlichen Sprache in steter Verbindung sind, nicht verkennen. Die celtische Grammatik ist also, so wie das Wörterbuch, die eines gemischten Idioms, und scheint frühzeitig die Einflüsse des nördlichen Klima's durch die große Zahl der Aspirate bei den reinen Selten Britanniens und der Niederbretagne in Frankreich, so wie durch die Gutturaltöne, die beweglichen Articulationen und seine enge Verwandtschaft mit dem Lateinischen, dem manche Endungen entlehnt sind, erfahren zu haben." (Die schon vielfach angeregte Idee, den Selten einen semitischen Ursprung zu vindiciren, scheint noch nicht reif, muß aber durch die Untersuchung einerseits der alten Sprachen Italiens, andrerseits der kleinasiatischen, namentlich der jetzt entdeckten lycischen Inschriften neues Licht gewinnen.) (A u s l a n d.) n. Heber die Formel 'Oisv von I. Wolfson in Brieg.^) Ueber die Worte -INI worüber im Orient Nr. 9 von d. I. eine Erklärung sich befindet, erlaube ich mir Folgendes, das ich in meiner Erläuterung des Buches Hiob,") welche nächstens im Druck erscheinen wird, aufzustellen Gelegenheit hatte, miczutheilen: Hiob, 13, 16. njjwb ib wn ca nü’ pjjrr o Gott selbst sollte mir dazu verhelfen; Der Heuchler aber keinen Eingang bei ihm finden . . . . frfin steht hier für fftnS Nach der Meinung vieler Auslegung hat 5M. 32, 39 denselben Sinn.1 2 3) Jesaja, dieser 1) Von diesem Verfasser ist 1840 (bei M. Friedlander in Breslau) veröffentlicht worden: „Rede beim Gottesdienst am Geburts- und Huldigungetage unseres Königs und Herrn, Friedrich Wilhelm I V. am 15. Oct. 1840 in der Synagoge zu Brieg gehalten". Schon 1836 hat derselbe zum Besten des Natiborer Taubstummen- und jüd. Kranken - Verpflegungs- Instituts herausgegeben: „Rede gehalten am 1. Nov. 1W6 von I. Wolfson, am Vcrmählungsfeste seiner einzigen Toter Lotte mit Dr. Louis Ehrlich aus Brieg". 2) Das Buch Hiob mit Beziehung ouf Psychologie und Philosophie der alten Hebräer, neu übersetzt und kritisch erläutert von I. Wol sson. 3) Daß Moses l. c. Gott durch bezeichnet, ist um so gewisser, da er in den Mysterien zu HoliopoliS und Mem-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.