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Der Orient · 1841-03-27 · 13 (27.3.1841) · p. Spalte 191-192

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
13 (27.3.1841)
Article
Ueber den Kanon
Date
1841-03-27
Page
Spalte 191-192 (sequence 4)
Language
German
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19L Ueber den Kanon der jüdischen heiligen Schriften. Lit. Ankündigungen. 192 Pseudoepigrapha, wenn sie überhaupt existirten, sicher nicht mehr als eben so viele Abschnitte enthielten. Es ergiebt sich also aus dieser unserer Untersuchung, daß die fragliche Notiz. in der Apocalipsis Esdrae sich nicht aus die kanonischen Bücher, die wir besitzen, bezieht, sondern. vielmehr auf ein Buch der Gesetze, das in dem Tempel sich befand, und das nur teilweise dem Volke bekannt . war; wie dieses letzte auch ausdrücklich an der eitirten Stelle bemerkt wird, norissiiuos auteni Septuaginta consei'-vabis etc. Auf unsere Bücher hat diese Legende durchaus keine Anwendung, auch deutet sie keinesweges auf sie hin. (Beschluß folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffengegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [81] Einladung zur Subskription auf ' 2 1 > das Buch Hiob, mit Beziehung auf Psychologie und Philosophie der alten Hebräer, neu übersetzt und kritisch erläutert von I. Wolfsott. Das Buch Hiob, dieses Meisterwerk morgenländischer Poesie, das an Glanz, Erhabenheit und Schönheit, unübertroffen dasteht, hat von jeher die scharfsinnigsten Interpreten veranlaßt, ihre Kräfte einer Auslegung dieses schwierigen Buches zu widmen; doch ist es bis jetzt noch Keinem gelungen,-alle Dunkelheiten desselben aufzuhellen, so schätzbar auch manche Übertragungen in einzelnen Beziehungen sein'mögen. Deshalb muß jeder neue Versuch, eine der herrlichsten Dichtungen des alten Testaments dem Publikum zugänglicher zu machen, und als ein möglichst vollendetes, wohlabgerundetes Ganze dem Leser vorzuführen, willkommen sein. Ob es dem, als Forscher und Kenner der hebräischen Sprache auch in weiteren Kreisen rühmlich bekannten Verfasser dieser neuen Übersetzung und Erklärung des Hiob gelungen, billigen Anforderungen zu genügen, durfte aus folgenden Urtheilen der Coryphäen der neuern biblischen Exegese, eines G e s e n i u s, M i d d e l d o r p s rc. über dieses Werk sich ergeben: „Die eigenthüni liche, von. den früheren Interpreten unabhängige Weise, den Text zu interpretiren, hat mir nicht als Wohlgefallen können; jedenfalls wird eine solche ganz neue Auffassung des Ganzen der exegetischen Wissenschaft Gewinn bringen. Auch da, wo ich nicht mit der gegebenen Erklärung übereinstimme, muß ich den Scharfsinn und die Eigentümlichkeit der Auslegung anerkennen. In der That hat dieselbe einen einen so guten und bessern Grund, als viele andere, die ins Publikum gebracht sind." Gesenius. „Der Druck dieses Werkes wird ohne Zweifel der Wissenschaft der Exegese Gewinn bringen ic. rc." Midd eldorpf. Mit Vergnügen habe ich den Verlag dieser neuen Bearbeitung des Hiob übernommen und den Subskriptionspreis für Text, Uebersetzung und Commmtar, 16—20 Vogen, ar. Octav, auf 25 Sgr. festgesetzt. Indem ich alle Freunde der hebräischen Literatur hiermit ergebenst zur Subscription auf dieses Werk einlade, füge ich die Versicherung hinzu, daß für eine würdige Ausstattung desselben alle Sorge getragen werden soll. Beleg, den 23. Januar 1841*. K. Klein» Die Redaktion dieses Blattes ist erbötig, Subscriptionen, die ihr portofrei eingcsandt werden, anzunehmen und an den Verleger zu befördern. Red. s35.] In unserm Verlage ist erschienen: ' Das jüdische Schullehrer - Seminarium i n B e r l i n. Preis 5 Ngr* Die bei der Eröffnung .des Seminars gehaltenen Reden, so wie der beigefügte Lehrplan der Anstalt geben Auskunft über Zweck, Bedeutung und innere Einrichtung derselben. Weit §5 Comp. [36.] Bei Heinrich Franke ist erschienen: Zeitstimmen der Drei Uneinigkeit an die Zionswächter im Iudenchume, von M. I. Ernst» Nebst einem Anhänge: Die Zerstörung des ersten Tempels. Ein Oratorium in drei Abtheilungen . von Br. Gustav Philippson. Verlag,von C. L. Fritzfche* Druck von I. H. Nagel.

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