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Der Orient · 1841-03-13 · 11 (13.3.1841) · p. Spalte 159-160

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
11 (13.3.1841)
Article
Orientalia [Rezension]
Date
1841-03-13
Page
Spalte 159-160 (sequence 3)
Language
German
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159 Orientalia. Dr. Z. Dernburg: Beitragz.jüd.Alterthumskunde. Lit.Ankündigungen. 16V schon damals beginnenden Hanges zur festen Normirung aller schwankenden Verhältnisse nöthig geschienen haben, für das Bersöhnungsfest die , genauere Bestimmung my Ny mjJD (3 M. 23, 32) beizufügen; daraus folgt noch nicht, daß früher oder später der Vorabend des Sabbat minder heilig geachtet worden sei. Nicht dieser Abend, sondern die Bedeutung des IQLk D'iy erlitt eine Veränderung. Denn als man, aus ängstlicher Gewissenhaftigkeit, die Feier am Freitage etwas früher begann, und manche Verrichtungen schon um die 3. Stunde des Nachmittags verboten wurden, belegte-man diese rieu.e Zeit mit dem Namen R2W TiJ/, ja bezeichnet«: bald den ganzen Freirag hierdurch, schuf aber alsbald zur besseren Scheidung des eigentlich Heiligen von der durch bloße Sorge schon mit dem Sabbat vereinigten Zeit für den Abend des Freitags den Namen rOtP *76, und nannte selbst den später» Theil des Freitags genauer PD^n Dy rDlff my (Sabbat Cap. 2. letzte Misch.), oder ‘’pDD* So heißt cs in de Mischna (das. 9. b.): Ny NMD? N2DD DIN IW tob tob) bvtob 'po^n1? tob) ymob uito ow tob p1? „man setze sich nicht zum Bartscherer in der Nähe der Minchazekt (am Freitag); man bete denn zuerst; auch gehe keiner kn's Bad, in die Gerberei, zur Mahlzeit, noch vor Gericht." Hier zeigt sich zugleich, wie verschiebbare oder leicht sich verziehende Arbeiten in der Nähe von 3z Uhr des Nachmittages, d. i. gegen die 3. Stunde mcht mehr begonnen werden durften, was vollkommen mit Joseph. Antiq. XVI 6, 2. übereinstimmt, der erzählt, daß die Juden von der neunten Stunde an nicht mehr verbunden waren, vor Gericht zu erscheinen. Dagegen wird in der von George angeführten Mischna (Sabbat 1ö, 3) der eigentliche Abend des Freitrags DDE/ W3 genannt. George übersetzt: Sie machen die Betten in der Nacht des Sabbat für den Sabbat, aber nicht am Sabbat für den Ausgang des Sabbat; und beweist hieraus, daß die Nacht des Sabbat noch zur n^Qaensvirj gehört habe, und darum an ihr zu arbeiten erlaubt gewesen sei. Allein der sonst so scharfsinnige Mann hat.sich hier in dem Grunde -er Mischna geirrt. (Fortsetzung folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffengegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [‘29.] Bei mir ist zu haben: Die Pesach-Hagada Erzählung von Israel's Auszug aus Mizrajim, nebst Einleitung über Bestimmung und Gesetze des Festes, genannt Ateres Z wi, entnommen aus dem Wecke: Chovew oo n Samson Raphael Hirsch, Großhivzogl. Oldenburg. Lanvesravbiner, mit dem Cornmentar Abudrham's und deutscher Übersetzung. In 8. Preis 8 Sgr. Wollstein, im Januar 1841. Alexander'sche Commissionsbuchhandlung, auch in Frankfurt a. O. während der Meßzeit. [30,} Anerbieten. Ein junger Mann, der eine Schul- und Universitätsbildung genossen, dabei aber so viel vom Hebräischen und Talmudischen sich angeeignet, als für einen modernen deutschen Rabbinen nöllng ist, wünscht eine erledigte Rabbinenstellc in einer deutschen Universitätsstadt. Ohne auf ein großes Jabrgehalt zu sehen, wünscht er nur die Muße, um für die jüdische Literatur durch Predigten und Katechismen, deren wir noch ganz entbehren, nützlich wirken zu können. Darauf Neflectirende belieben unter der Adresse L. St. ihre Schreiben portofrei der Redaktion zuzuschicken. [31] Bei Heinrich Franke ist ausgegeben worden: n i n n n b d Das Buch Kusaei des Jehuda ha-üevt nach dem hebräischen Text des Jelmda Ilm - Tihltoii herausgegeben, übersetzt und mit fortlaufendem deutschen Kommentar, so wie mit einer allgemeinen Einleitung versehen von Hermann Jolowie; UNd David Cassel. In gr. 8. Erstes Heft. Preis 14 Gr. Dieses Buch, welches hier zum ersten Mole mit einer deutschen Uebersetzung, so wie mit einem deutschen Kommentare erscheint, ist zu allen Zeiten als eine Hauptquelle für Kemrtniß des Judenthums betrachtet worden, und verdient deshalb vorzüglich dem theologischen, philosophischen und historischen Publikum, fo wie jedem Gebildeten empfohlen zu werden. Der hebräische Text ist nach den ältesten Ausgaben korrekt wiedcrgegebrn, und jeder wichtige Punkt desselben nicht nur sprachlich, sondern auch philosophisch erklärt worden. "Dem ganzen Buche wird eine ausführliche kritisch-historische Einleitung, so wie die nöthigen Tabellen beigegeben. Die folgenden Lieferungen erscheinen in kurzen Zwischenräumen. Verlag von C. L. F ri tz sch e. Druck von I. H. Nagel.

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