Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 9 (27.2.1841)
- Article
- Das Wohnen in den Zelten
- Date
- 1841-02-27
- Page
- Spalte 127-128 (sequence 3)
- Language
- German
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127 128 Das Wohnen in den Zelten. Literarische Ankündigungen. - in den Monaten November, Decembcr und Januar, wo das Gras sehr hoch und dick steht, eine so weit ausgedehnte Ebene mit Zelten, Heerden der Pferde und Kamcele und Menschen, die drey bis vierhundert Meilen weit Herkommen, bedeckt zu sehen. Für diese Erlaubniß, sich der schönen Weideplätze für ihre Heerden und mancher Ackerstucke zum Anbaue bedienen zu dürfen, entrichten sie eine kleine Abgabe an wollenem Zeuge rc. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. s22.j Bei Heinrich Franke wird so eben ausgegeben: nnsn isd Buch Kusuri des JelMi&a Ita-BXwl nach dem hebräischen Text des ■ JeliiMla H>n-TilM»on herausgegeben, übersetzt und mit fortlaufendem deutschen Kommentar, so wie mit einer allgemeinen Einleitung versehen von Heiinrrnrr Jolowrcz und David Cassel. Zn gr. 8. Erstes Heft. Preis 14 Gr. Dieses Buch, welches hier zum ersten Male mit einer deutschen Uebersetzung, so wie mit einem deutschen Kommentare erscheint, ist zu allen Zeiten als eine Hauptquelle für Kenntniß des Iudenthums betrachtet worden', und .verdient deshalb vorzüglich dem theologischen, philosophischen und historischen Publikum, so wie jedem Gebildeten empfohlen zu werden. Der hebräische Text ist nach den ältesten Ausgaben korrekt wiedergegeben, und jeder wichtige Punkt desselben nicht nur sprachlich, sondern auch philosophisch erklärt worden. Dem ganzen Buche wird eine ausführliche kritisch-historische Einleitung, so wie die nötigen Tabellen beigegeben. Die folgenden Lieferungen erscheinen in kurzen Zwischenräumen. [23.3 ££ H tx 5 i c t e m Ein junger Mann, dcr eine Schul- und Universitatsbildung genossen, dabei aber so viel vom Hebräischen und Talmudischen sich angeeignet, als für einen modernen deutschen Rabbinim nörhig ist, wünscht eine erledigte Rabbinenstelle in einer deutschen- Universitätsstadt. Ohne auf ein großes Iabrgehalt zu sehen, wünscht er nur die Muße, um für die jüdische Literatur durch Predigten und Katechismen, deren wir noch ganz entbehren, nützlich wirken zu können. Darauf Reflectirmde belieben unter der Adresse L. St. ihre Schreiben portofrei der Redaktion zuzuschicken. [24.3 3m Vertage von Karl Tauchnitz m Leipzig ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben: Lehrgebäude der aramäischen Idiome mit Bezug auf die Indo-Germanischen Sprachen von ZnlLus Fürst ' Auch unter dem Titel: Formenlehre - der ChÄldLischen GrKMMÄtik. In S; Preis: 1 Thlr. 8 Gr. Dieses sprachwissenschaftliche Werk, welches zum ersten Mal die aramäische Grammatik nach den Principien der Sprachvergleichung behandelt, ist auch das erste, welches im Semitischen die analytisch-historische Methode angewendet» Eine auszügliche Uebersetzung desselben lieferte Herr Blücher unter dem Titel: „Marpe Leschon Ara mu" [25-] Von der in meinem Verlag erscheinenden Hebräischen und Chaldäischen COMCOHBÄH® zu den heiligen Schriften des alten Testaments von Dr. Jvdins' Fürst ist die zwölfte Lieferung, welclie das ganze Werfe feescfeliesst, zu Anfang dieses Monats versendet worden. Vor der Hand sind die sämmtlichen Lieferungen noch einzeln za haben; von der nächsten Jubilate - Messe Äu kann das Buch aber nur vollständig ausgegehen werden. Der Preis bleibt unverändert für jede Lieferung 1 Thlr. 15 Neugroschen, für das ganze Werk 18 Thlr. Leipzig, im Januar 1841, Karl T a u ch n i t z. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.