Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 9 (27.2.1841)
- Article
- Die Prophetenlegenden des Islam
- Date
- 1841-02-27
- Page
- Spalte 123-124 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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123 Die Prophetenlegenden des Islam, v. Dr. Wetzstein. Das Wohnen in Zelten v. R. Bodenheimer. 124 gesendet. Er war einer von den Söhnen Hiobs, des Dulders. Abu-Musa der Ascharie sagt, daß Dful Kiphel kein Prophet sondern nur ein frommer Mann gewesen sei. Nach Einigen soll unter Dsul Kiphet Elias, nach Andern Sacharia zemeint sein. 25) Samuel der Sohn Bali des Sohnes Alkama 7 8) hes Sohnes Jerochim. Gott sendete ihn als Propheten zu den Kindern Israel. Sein Name ist ein hebräisches Wort und bedeutet soviel als Jsmael. Er war es, der-den Scrul zum König machte. 26) David ein mit göttlichen Schriften an die Kinder Israel gesendeter Prophet. 'Gott gab ihm nemlich den Psalter in hebräischer Sprache abgefaßt und in 150 Abschnitte artheilt. Auch machte ihm Gott das Eisen weich *). So hätte er ihm auch unter allen Menschen die schönste Stimme gegeben. David aß nichts, außer was er sich durch seiner Hand« Werk verdient hatte. Er war der Erste, welcher sich am Anfänge der Schriften der Formel bediente: „Was nun nach vorausgeschicktem Lobe Gottes die Sache selbst betriffr (JütJ Lot). Es erzählt Jbn - Abbas: Vor dem Gemache, welches David bewohnte, hätten jede Nacht 33,000 Mann Wache gehalten, und nach einer Tradition von El-Sadi sei er an jedem Tage und in jeder Nacht wit vier Millionen bewacht worden. David lebte 100 Jahre und die Dauer seiner Negierung war 40 Jahre. Als er begraben wurde folgten 40,000 Mönche seiner Bahre. Wenn David seine Psalmen vorlas, lauschten Menschen, Genieen, wild« Thiere und Vögel auf die Schönheit seines Vortrags, und einmal geschah es selbst, daß aus seinem Saale 400 Leichname von Männern hinweggetragen wurden, die an Ort und Stelle vor Entzücken gestorben waren, in welches sie das Hören seiner Stimme und der Reiz seines Vortrages versetzt hatte. 27) Salomo, ein von Gott gesendeter Prophet. Es sagt Kaab der Sohn Muhammeds, der Katzarite, das Kriegsheer Salomo's habe einen Flächenraum von 100 Pharasangen eingenommen, von denen 25 aus den Theil des Heeres kamen, welcher aus Menschen, ebensoviel auf den, welcher aus Genien, ebensoviel auf den Theil, welcher aus wilden Thieren, und ebensoviel auf den Theil, welcher aus Vögeln bestand, kamen. Salomo war der Erste, welcher die Formel: „Im Namen Gottes des allbarrwherzigen Erbarmers^ schrieb, der Erste, welcher sich des Bades bediente, der Erste, welcher Seife machte, der Erste, welcher die deflatorische Salbe (d nura) zubereitete. Salomo hatte eine 600,000 Mann starke 7) jUale. 1 @am, 1, L: rUjAs'. 8) Nach muhammedanischer Lehre' verstand jeder Prophet ein Handwerk, von dem er sich nährte. David war ein Schmidt, und verstand es, besonders künstliche Schuppenpanzer zu verfertigen. Bei dieser Beschäftigung nun wurde er von Gott insofern kräftig unterstützt, als ihm dieser nach dem Aussprüche des Koran, den unser Autor hier anführt, zu leichterer Bearbeitung das Eisen erweichte. - Leibwache;, auch hatte er 1000 Häuser in denen das Holz der Fußböden rnlt Glasscheiben übertäfelt war. In. diesen Häusern wohnten seine 300 Gemahlinnen und 700 Nebenweiber. Jbn-Abbas berichtet, es sei in den Lenden Salomos die Zeugungskraft von 100 Männern gewesen. Er opferte täglich 100,000 Schaafe und 30,000 Rinder. Seine eigene Mahlzeit bestand aus Gerstenbrot und seine Kleidungsstücke aus wollenem Zeuge. Er lebte. 53 Jahre und beherrschte sein Reich 40 Jahre. Sein Verhängnis; traf ihn als er gerade aufrechtstchend und auf seinen Stab gestützt sein Geb-tt verrichtete. So starb er' und wurde begraben am uftr des See's Tiberias. (Schluß folgt.) Das Wohnen in den Zelten. Probe eines Beitrages z u r hebräischen Archäologie von L. Bodenheimer, Laad - Rabbiner zu Hildesheim. (Schluß.) Man trifft nicht selten ganze Karawanen reisender Araber, die sehr viele Zclte auszuschlagen haben, und dadurch dem Ganzen das Ansehen eines Dorfes geben.. Dazu gehören gewöhnlich 200 Zelte. Die Araber halten sich oft deshalb nahe beisammen auf, weil sie, wie wir weiter unten sehen werden, geneigt sind, Gewattthätigkciten auszuüben, und aus diesem Grunde von den Unterdrückten jeder Zeit einen Angriff zu befürchten haben, gegen welche sie sich gegenseitig vertheidigen müssen. Achtzehn arabische Emire hielten sich, nach dem Zeugnisse des Arvieux, beständig beisammen auf. Sie lagerten sich nur eine oder zwei Meilen von ihrem Oberhaupte entfernt, und wenn sie wegen des Bedürfnisses der Weiden die Lage nothwendig verändern mußten, so geschah dieses auf einmal so, daß sie sich leicht wieder zusammenft'nden und vereinigen konnten. Abraham, der vermöge seines religiösen Gefühles ein Feind jeder GewalUhatigkeit war, und keine Feindseligkeit, zu befürchten hatte, be-; durfte der Unterstützung seiner Familie nicht, und leicht entl schloß er sich zur Trennung von dem Verwandten Loth. Aus den vielen Hütten und Selten bildete man einen Kreis, in dessen Mitte die Heerden gestellt wurden, um sie vor Räubern oder wilden Thieren zu sichern und zu schützen. Waren die i Sette nicht in solcher Menge, daß durch sie das Vieh eingel schlossen werden konnte, so wurden deä Nachts Wachen dahin gestellt. Ost gab man der Heerde Hunde zur Bewachung: wie aus dem 30. Kapitel Hiob's erhellt: UNS Dy rptfify so wie uns Jesaja c. 56, 12. 1JTT i6 WDS Uy D'ltar» pn )y-p üb D^D Ml ny2ß?. Es war schon in den ältesten Seiten bei verschiedenen Völkern Sitte, einen Hund hei der Heerde zu gebrauchen. Homer singt Ilias. X* 1Ö3.'*>g äs nvvsg tcbqI [irjlcc dvGcoQrjOovvxih uvlfj, ft'7]Qog dwv-