Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 9 (27.2.1841)
- Article
- Ma'amar iggeret biqqoret. Kritische Bemerkungen ... [Rezension]
- Date
- 1841-02-27
- Page
- Spalte 119-120 (sequence 3)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
- Hebron 1× ep/1047559
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119 Bemerkungen über Targumim u. Midraschim. Ueber eine Formel in der Mischna. 129 zu Exrd 32, 4 eine merkwürdige Hngada, die wir in keinem vorhandenen Midrasch finden; zu Sanh. 39«. erklärt Raschi weitläufig das Wesen der nbyw 'bm, die er nur aus einem, uns verlornen Midrasch entnommen haben konnte; eben so bei der Geschichte der Beruna (Aboda-Sara 18», oder bei der Anekdote von der Frau, die über den Tod ihres Mannes bitterlich weinte (Kiduschm 60 d), oder Sank). 47 * zu dem Vers 2 Äon. 13, 21 (vgl. Samuet Eibeles in Chid. Agadot und j. Verachot), wo die Quellen Raschi's uns unbekannt sind. Vgl. noch Raschi Aboda-Sara Ende, zu HD -piN .NmiND rmy, Sabbat 23» zu rom m nn»n dw weil sie bei dem Wunder mitbetheiligt waren, wozu Räschi' die Erklärung giebt.^m bo by nwn nm ‘D3n ntfi'jJJ bjnnip, welche Sage sich aber nirgends findet, weder daß es zur Zeit der raun, noch daß die Errettung durch eine Frau war, obgleich das harte Edikt selbst Ketubot 3bausführlich erwähnt ist. Rabbenu Ni ssi m zu Sabbat c. 2 sagt, daß er in einem Midrasch gesunden, daß die Frau Jehudit war, aber das steht in keinem unserer Midraschim; schon de Rossi in seinem Meor Enajim (c. öl) gesteht, daß er nicht begreife, auf welchen Midrasch Nissim sich beziehe. Maimuni in seinem Jad (Ehanuka und Megilla c. 3 hal. 1) erzählt die ganze Geschichte der Makkabäischtn Drangsale und Kriege, wo unter anderem verkommt mn Pdd DWn, wozu aber in unseren Schriften keine Quelle vorhanden ist, denn Sabbat 23 b wird blos dcls Wunder mit dem Oelkrug erzählt und sogar nichts von gesagt. Gewiß hat Maimuni irgend einen Midrasch zur Quelle vor sich gehabt, wenn er nicht blos nach der Andeutung Megilla 11a geschrieben, wo es heißt: nomn W2 O'iiby.) n!? bm ]HD' imnro wm wimm pyijw moynw. Vgl. noch Pesikta e. 2; Bereschit Rabba par. 16 ^pin bxizib moiN nnw rrnm-D mm rbp nnw p it bxiw pbn dd7 pw "wn pp by aib tro, welche Stelle Maimuni in seinem Jgeret Teman auch citirt. Das nb'tä, welches Nachwani in seinem Pentateuch - Commentar (Sidra Teze) erwähnt, ist das apokryphische Buch nw; Nachmani hatte bekanntlich auch ri'cbü nosn HO in aramäischer Sprache vor sich (Einleitung zu dem Pentateuch-Commentar), aber dieser Ausdruck \mtf ist mißverstanden worden. — Literarische Analekten. I. Aeberdas iNi i jK. 3m Literaturblatt des Orients Nr. 42 wird die Formel m besprochen>- dies veranlaßt mich hier folgendes Bruchstück eines Brieses, über ern eingesendetcs zum Drucke vorbereitetes Manuskript mitzutheilen. Sie suchen das lNl der Mischna^ zu erklären, indem Sie sägen: bedeutet den Gedanken, 1H die Ausführung, und setzen dieses mit mm TO rp in Verbindung, da bei der Gottheit Gedanke und Ausführung eins ist, was sich wohl hebräisch schreiben, deutsch aber nicht gut denken läßt. Das Gezwungene dieser Erklärung kann Ihnen selbst nicht entgangen sein; denn wozu in dem Munde des Publikums die Anrufung zweier neuer Gottheiten eines Spinozischen ON und eines unbekannten 111/ um nach 1600 Jahren einen trivialen Satz darin finden zu lassen? Offenbar beruhet das Ganze auf einen Schreibfehler. In dem Exemplar das vorlag, und nach dem der erste Druck veranstaltet wurde, fand sich Mir? , was der Abschreiber abrevirt mit niederfchrieb, und so 'in allen Drucken überging. Ich glaube dieser einfachen Erklärungläßt sich vernünftigerweise nichts entgegen setzen. Unglücklicherweise ging dieser Fehler auch in Gebetsformel des noch heutigen Tags jährlich an dem Gott weiß von wem improvisirten Hl rUyttOH über, wo diese Gottheiten angeruftn werden. Der träge Abschreiber hat allein alle die unnützen Schreibereien, die er verursachte, auf . seiner Seele und am Throne der Wahrheit zu verantworten. Jakob B e n t u g a. Die Prophetenlegenden des Islam. Aus dem Arabischen des Abderrahman Bestami übersetzt von Dr. Joh. Gobtfr. Wehstem. (Fortsetzung.) 12. Isaak (Heil über ihn!) trat nach Jsmae! als Prophet auf; denn er war 30 Jahre jünger als dieser. Seine beiden Söhne Esau und Jakob wurden ihm geboren, als er bereits 60 Jahre alt war. Der ältere, Esau, nahm die Tochter seines Oheims, des Ismael, zum Weibe, welche ihm den Nüm (ü) gebar, durch den er der Stammvater der Oströmer wurde. Ebenso stammen auch die Könige der Griechen und Armenier von den Söhnen Esaus ab. Das Alter Isaaks beträgt 180 Jahre; er starb in Palästina und wurde neben seinem Vater auf dem Acker zu Hebron begraben. 13) Jakob (Heil über ihn!) ein Prophet. Er war der Vater der Kinder Israel und lebte 147 Jahre. 14) Joseph (Heil über tim 9/, ein Prophet, war der Erste, welcher Papier verfertigte. Muhammed, der Gesandte Gottes, sagte: der Edelmüthige, welcher zugleich Sohn, Enkel und Urenkel eines Edelmüthigen war, sei Joseph gewesen, der Sohn Jakobs, Enkel Isaaks, Urenkel Abrahams. Er lebte in Egypten und erreichte m Alter von 120 Jahren.