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Der Orient · 1841-02-13 · 7 (13.2.1841) · p. Spalte 85-86

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
7 (13.2.1841)
Article
Die Psalmüberschriften in kritischer, historischer und archäologischer Hinsicht
Date
1841-02-13
Page
Spalte 85-86 (sequence 3)
Language
German
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Uebersichtm. Ueber den Ursprung unserer Ziffern. 66 85 Die Psalmüberschristen. Zweiter Abschnitt. Lit. ohne Weiteres wieder gegen ihn zu Felde zieht, daß David, der schon einmal von den Sisim verrathen worden war, doch wieder bei denselben bleibt. Außerdem macht sich eine außerordentliche Aehnlichkeit in den beeide male gebrauchten Ausdrücken bemerklich 1 Sam. 23/ 19. nnnon in nnu1? nnjmn Puxty hx d*1^ bp) jidwi po'D -mm ni?onn nyn:n nahm nnson wy v. 24. -Dion irnxi -iro hwv ioip'1. })ü'wn pD*> nmja jiyo. 1 Sam. 26, 1. nnnoD nn tbn nnyiun ym d^dih wm * .ptwn by nboin nyn.n v. 3. pw»n od ntann nyn.m \m .mmon mnN!?w no n e^nn 12102 nni Tnn by Darin jedoch differiren die beiden Erzählungen, daß nach der ersten 1 Sam. 23. David von Saul, der ihm hart auf den Fersen war, dadurch befreit wurde, daß letzterer sich genöthigt sah, gegen die Philistaer zu mal schirm, die plündernd in's Land eingefallen waren, v. 27. Nach der zweiten Erzählung hat David Gelegenheit, sich gegen Saul, den er schlafend überfallen, und so unbewacht gefunden, daß ec ihm seinen Spieß und Wasserkrug nehmen konnte, großmüthig zu zeigen, worauf ihn Saut um Verzeihung bittet. — Aber eine ähnliche Erzählung von einer Großmuth David's gegen Saul findet sich auch bald nach jenem ersten Berichte von dem Berrath der Sisim mit einigen Modificationen (1 Sam. 24), und auch hier fällt der Umstand auf, daß die eine Erzählung von der andern nichts zu wissen scheint, obgleich es doch höchst natürlich gewesen wäre, daß David- oder feine Leute, die nicht so edelmüthig dachten, wie er, oder Saul selbst beim zweiten Male, wo David sich gegen den undankbaren undunversöhnlichen Feind so hochherzig benahm, auf das erste diesem so ganz ähnlichen Ereigniß hingederttet hatte. Auch hier biecen die Reden, die Saul und David halten, in beiden Relationen starke Parallelen dar: 1 Sam. 24, 7. ntn nmn na wj/n dm 'hd rWn wjn!? "idm *d n^ rhvh 'n nrux1? v. 11. Min 'n rron o /ü-ito 'T h^n *6 tomi. v. 12. nyn nn ]\x o. v. 17. nn *03 ni *f?pn. 1 Sam. 26, 11. 4'n nwo2 H’ 'hd rbhn v. 23, 'n rwo3 'T rbxh n!?u v. 18. nyn nn n?3u v. 17. yn ^3 ni ^ipn. Diese Erscheinungen lassen sich befriedigender Weift nur durch die Hypothese lösen, das sich von einer durch David gegen Saul geübten Großmuth zwei verschiedene Relationen ausgebildet hatten, die beide dem Verfasser der Bücher Sam. Vorlagen, und die er in sein Werk einflocht. Außer andern Abweichungen verlegt die eine den Schauplatz der Erzählung nach Engedi, die andere nach Sif. Für diese Annahme ließen sich in derThat mehre Gründe beibringen. Der Verf. der Bücher Sam. lebte nicht zu David's, noch nicht zu Salomo's Zeit, ja es zeigen viele Spuren seines Werkes, daß er lange nach David lebte. Ergebraucht oft den Ausdruck nn Din ly (i Sam. 5, 5. 6, 18. 27, 6. 30, 25. 2 Sam. 4, 3. 6, 8. 18, 18.), spricht von Juda und Israel (1 Sam. 18, 16. 27, 6. 2 Sam. 5, 5. 24, 1), findet es für nöthig zu bemerken, daß man früher den Nni einen ntn genannt (1 Sam. 9, 9), daß Beero t zu Davids Zeit zum Stamm Binjamin gezahlt wurde (2 Sam. 4, 2), daß die unverheiratheten Königstöchter zu Davids Zeit trugen (2 Sam. 13, 18) rc. Also konnten sich bis auf seine Zeit schon zwei verschiedene Recensionen Einer Grundfage ausgebildet haben. Und auf ein solches Resultat, daß er nämlich zwei oft abweichende Quellen gehabt, führen noch andere unverkennbare Spuren seines Werkes; die Bekanntschaft Davids mit Saul wird auf zwei Weisen erzählt, die sich nicht mit einander vertragen (1 Sam. 31, 4 vgl. 2 Sam. 1/ 10). — (Beschluß folgt.) Literarische Uebersichtev. 5) Ueber das Memolre, bezüglich auf den Ursprung unserer Ziffern und den Abakus der Pythagoraer von I. H. Vincent. Metz, 1840. 19 pag. in 8. (Aus dem Arch. Israel. Decemberheft). (Schlu ß.) Man darf aber diese Einführung der Ziffern nicht mit den arithmetischen Operationen im eigentlichen Sinne des Wortes verwechseln. Diese sind genau verbunden und eine unmittelbare Folge des Zahlenaussp.rechens; diesem lag von jeher bei den Indiern, Arabern, Juden, Griechen und Römern die Zahl Zehn zu Grunde, und zu jeder Zeit und bei allen Völkern sind die verschiedenen Kräfte der Zehn wohl so angesehen worden, wie bei uns heut zu Tage die zusammengesetzten Zahlen. Wir bezeichnen die Klafter, Füße, Zölle, Linien u. s. w. mit den Anfangsbuchstaben K. F. Z. L. rc.> eben so wird man die Einer, Zehner, Hunderte, Tausende rc. mit Anfangsbuchstaben, oder sonst mit Zeichen über die man sich vereinigt hatte, bezeichnet haben. Diese Zeichen, welche die Ziffern übettcafm, waren wahrhafte apiees, eine Benennung, welche auf die Ziffern selbst übertragen wurde. Man hatte Tafeln, in Linien von oben nach unten getheilte ubaci, welche diese Bezeichnungen an 7* m

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