Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1841
- Issue
- 6 (6.2.1841)
- Article
- Hat die Kanzelberedsamkeit, die Ironie zu verbannen?
- Date
- 1841-02-06
- Page
- Spalte 79-80 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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79 Literarische Ankündigungen. 8« Dieses Zweifels wegen wiederhole ich nochmals meine schon genannte Bitte cm die Herren isr. Theologen, daß es mir höchst angenehm wäre, wenn diese nur ihre Ansichten hierüber öffentlich mkttheilen würden, da ich wohl glauben darf, daß die Frage des Nachdenkens werth ist, besonders da uns noch so viele homiletische Regeln fehlen. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Literarische Anzeigen aller Art, so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen.Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [14.] Von der in meinem Verlag erscheinenden Hebräischen und Chaldäisehen zu den heiligen Schriften des alten Testaments von Dr. Julius Fürst ist .'die zwölfte Lieferung} welche das gastze Werfe bcsdilieisst, zu Anfang dieses Monats versendet "worden. Vor der Hand sind die sämmtlichen Lieferungen noch einzeln zu haben; von der nächsten Jubilate - Messe an kann das Buch aber nur vollständig ausgegeben werden. Der Preis bleibt unverändert für jede Lieferung 1 Thlr. 15 Neugroschen, für das ganze Werk 18 Thlr. Leipzig, im Januar 1841. Karl Tauclini tz. [15.] Danksagung und Empfehlung. Es wird unsere Gemeinde sich stets mit wahrer Freude zweier genußreichen Stunden erinnern, welche ihr ein, in ihrer Mitte entsprossener, junger jüdischer Theologe Hr. Victor Löwenseld, Sohn des hiesigen Kaufmannes Hr. Guwpcrt Löwenfeld, in zwei seiner, in hiesiger Synagoge gehaltenen Vortragen gewährt hat, und erlaubt sich der endesunterzeichnere Gemeindrvorstand, theils zum Behufe einer öffentlichen Danksagung an den Redner selbst, theils aber auch in der Absicht, hierdurch ihm für die Zukunft nützlich zu sein, solches in vorliegendem Blatte zur öffentlichen Kenntnis; zu bringen. Die nicht unbedeutende talmudische Gelehrsamkeit unseres Redners hatte derselbe an der schönsten Quelle,- an der Seite des gottseligen, weltbekannten R. Akiba Eg er, gewesenen Oberrabbiners zu Posen, dessen Unterricht er längere Zeit genossen, sich erworben. Mit dieser verbindet Hr. L. auch andere, den jetzigen Rabbi bildende Kenntnisse, unter welchen insbesondere tüchtige Kunde d§s Hebräischen und eine seltsame Fertigkeit in der Auslegung-unserer heiligen Schriften hervorragen. Aber diesen geistigen Vorzügen des Redners setzen. Ernst, Würde und ein sehr reger Eifer für feinen heiligen Beruf, so wie insbesondere ein fleckenloser Lebenswandel', wie er zwar mit Recht von einem Volkshirten verlangt wird, — die Krone auf- — Der früher gedachte Beruf unseres Redners von theoretischer Seite ist uns aber in obenerwähnten Vorträgen hinlänglich verbürgt worden. Denn wenn der erstere jener Vorträge, am Sabbat Bercschit, eine allen Forderungen genügende rabbknische Derascha war, die uns in dem jungen Manne den tüchtigen und scharfsinnigen Talmudisten auf die lobenswertheste Weise charakterisi'rre; so war es darauf am folgenden Ruhetage eine gut ausgearbeitete deutsche Rede, die sich des ungetheilten Beifalls, und zwar einer zahlreichen Versammlung, m welcher wir auch viele achtbare Zuhörer aus unseren hiesigen christlichen Mitbürgern zu zählen Las Vergnügen hatten, dermaßen erfreute, daß Alles befriedigt und mit Len schönsten Wünschen und Hoffnungen für die weitere Entwickelung jenes jungen Rabbiners, das Heiligthum verließ. Indem wir nun also mit wahrer Freude dem Redner, und das im Namen der ganzen Gemeinde, für den bei seinen Vorträgen gehabten, uns unvergeßlichen Seelengenuß, unfern öffentlichen Dank sagen, fügen wir gleichzeitig den Wunsch bei: daß derselbe recht bald in einer Gemeinde einen, seinem Talente angemessenen und seine vielseitigen Bemühungen und frommen Lebenswandel reichlich belohnenden Wirkungskreis, welchem derselbe auch mit Recht entgegen sieht, finden möge! Deutsch-Krone, den 18. Januar 1841. Der israelitische G e rn e in d ev o r ft a n d. C. K r o n e r. M. H e r r m a n n. - H. Michaelis. [16.] Bei Heinrich Franke in Leipzig isr zu haben und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: IDO d n n > -) k oder Streitschrift über die Echtheit des Svhar und den Werth der Kabbala von lieon ffiodenese. Nach einer Handschrift zum ersten Mal herausgegeben von JuliU8' Fürst. In 8. Herabgesetzter Preis 16 Gr. Verlag von C. L. Fritzsche. Druck von I. H. Nagel.