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Der Orient · 1841-01-09 · 2 (9.1.1841) · p. Spalte 21-22

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Journal
Der Orient
Volume
1841
Issue
2 (9.1.1841)
Article
Die aramäische Grammatik Marpe Leschon Arami ... [Rezension]
Date
1841-01-09
Page
Spalte 21-22 (sequence 3)
Language
German
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31 Lit. Uebersichten: Marpe Leschon Arami von Blücher, beurtheilt v. Dav. Cassel. 22 Hang mit derselben hingedeutet, das 1 der dritten Person von Fermen wie das seltenere h von der (Demonstr.) Form hx :c. herbeigebracht werden. Daß S. 101 die Formen Poel, Palpel rc. alle mit Pael zusammengeworsen werden (ein Mangel, der auch den meisten hebr. Grammatiker anhängt), trägt gerade nicht zur Deutlichkeit und klaren Ueberft'cht bei. — S. 102 wird auf einem weiten Umwege von nnttf — arab. Dty mit eingeschobenem h abgeleitet, wahrend es offenbar ein Schafel von zrb ist, das sich auch noch im Hebr. findet. Ez: 21, 3. ronbty, ror6. Hiob 15, 30. HL. 8, 6.6). — Daß ein Buchstabe zuweilen sich in Nominibus eingeschaltet findet, gehört nicht unter Rubrik Pael (wie überhaupt die Quadrilitern besonders zu stellen waren), sondern ist schon oben S. 46 besprochen worden. — Ferner begreift man nicht, wie sich ein Infinitiv (S. 102) unter Pael verirren konnte, da Schafelformen unter Asel abgehandelt worden, und hier selbst als Beispiel dient (S. 103). Eben so wird S. 120 (vergl. S. 110 Anm.) als Schafel von X*], W angegeben, und doch finden wir S. 101, 102 und 103 diese Formen, ohne Erwähnung dieser Etymologie, unter Pael und Jtpael. —- Die Bildungin Oq^ko) rms (\x) und (xo’n) wpp O') müssen nicht gerade aus den Partie, und DN zusammengesetzt, sondern ertragen die einfachere Erklärung als Präterita (N'P2); die traditionelle Ausspräche steht indessen jener Erklärung näher. Auch die Hecleitung von (lin) von JON “©N steht noch auf schwachen Füßen, da die hinzugesetzte 3 p. pl. nicht gut zu frOtt paßt'). (S. 105.) Die Formen 01*DT, (Berach 19 a.) waren nicht so ohne Weiteres unter die Aramäischen zu stecken, da sie zwar aramaisiren, aber doch nach beiden Bestandteilen hebräisch sind. Die Abwandlung der unregelmäßigen Berba läßt im Ganzen nicht viel zu wünschen übrig. Einige Sonderbarkeiten fielen uns auf. S. 116 finden wir nämlich hvxi (Dan. 2, 25) als Afel von (falsch) und S. 115 unter Citirung derselben Stelle als Afel von bv (richtig) angegeben —?— S. 108 wird als enlscanden aus erklärt im Widerspruch mit S. 46, wo es — SSdN rPN war. — S. 107 fehlt unter den Zmper. der Verba XB die Angabe der apocopirtm Formen hl, XF\, b)B und dergl.; auch war bei den Verdis )V dem Verbo dp ein Wort zu schenken, da dies vorzüglich in der talmudischen Sprache fast immer verkürzt erscheint OplN, ’plDN, lp^>, lp»n ^pz ^pID). — Warum (S. 109) nicht von ►jpj 6) Vergl. meine Bemerkung zu Kasan 1 83. S. 29. Anm. 2. 7} Man vergl. JlNa Ieitteles Mebo Ha-Laschon, Emlcittma. sondern von ^pi abgeleitet wird, und sogar als Verbum zum Poradigma dient, wissen wir nicht zu erklären. Kap. 16 beschäftigt sich auf befriedigende Weife mit den Verllalsufstpen. — Kap. 17 enthält eine ziemlich bunt zusammengewürfelte Übersicht (?) der Verbalien (mb&’n von denen wir schon oben gesprochen z Kap. 18 eine Zusammenstellung der Servilbuchstaben nebst Gebrauchsanweisung, die wir nicht unnütz fanden« Es folgen nun nach dem Inhalts- und Druckfehlerverzeichniß vier Tabellen der EoNjugationen. Um nun auch unserer letzten Pflicht zu genügen, und im Allgemeinen unser Urtheil über das uns vorliegende Werk auszusprechen, so haben wir zuerst zu bemerken, daß der Standpunkt, auf dem der Vers, steht, ein schwer zu erkennender ist. Wenn z. B. dem Bearbeiter eines semitischen Sprachzweiges die stete Vergleichung der Dialekte zur unerläßlichen Bedingung gemacht wird, ohne daß er deßwegen den eigenthümlichen Charakter gerade dieses vorliegenden Zweiges zu verkennen oder zu verwischen braucht, so ist das doch bei den bisherigen jüdischen Grammatikern (hebr. wie chald.) so durchaus nicht geschehen, daß man mit Unrecht einereinzelnen derselben, die noch auf diesem Standpunkte steht, diesen Mangel zum Vorwurfe machen würde. Und so wie es mit der Sprachvergleichung, so steht es überhaupt mit der Aufnahme profaner Forschungen. — Ein Anderes ist es mir dem Vers, gegenwärtiger Schrift. Es ist bei ihm zum Bewußtsein gekommen, daß die hebr. Sprache eben so wenig als die acam. und arab. plötzlich aus sich entstanden, sondern daß alle drei von Einem Ursprünge ausgehend neben einem selbstständig ausgebildeten Charakter die unverkennbarsten Spuren jenes gemeinschaftlichen Ursprungs noch in sich tragen. Allein die Anwendung dieser Wahrheit ist in dem Buche leider noch in ihren ersten Anfängen, und erstreckt sich kaum über die Nebeneinand-erstellung der Alfabete. Sollte dies auch in Beziehung auf die arab. Sprache eher eine Entschuldigung finden, obgleich diese den Vers, nicht ganz unbekannt zu sein scheint (S. 33. 34. 102), so vermißt mau doch mit mehr Recht eine durchgreifendere Verbindung des chaldaischen mit dem syrischen Idiom, das dem Vers, ziemlich geläufig ist, und findet es endlich unverzeihlich, daß die Verwandtschaft der hebr. Sprache gewöhnlich nur dann gebraucht wird, wo man eine Regel zu sagen erspart, selten aber wo es gilt, einen tieferen Blick in den Sprachorganismus zu thun, und Erscheinungen, die in der einen Sprache sich vielleicht nur im Keim erhalten haben, in den anderen entwickelt und Lurchgebildet wiederzufinden, und dadurch Licht für jene wie für diese zu erhalten. Was dadurch einerseits verloren gehe, und zu welchen fehlerhaften Resultaten andrerseits dies führe, haben wir mehrmals zu zeigen versucht, obgleich wir durch die Kürze, die uns

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