Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 48 (28.11.1840)
- Article
- Ueber einige unbekannte jüdische Sekten
- Date
- 1840-11-28
- Page
- 739 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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141 Ueber einige unbekannte jüdische Sekten. Lit. Übersichten. Chajas' kritische Bemerkungen 742 gewissen Abu-Jsa Jsbahüni, eines Pseudoprophetm, der Islam und Judenrhum in einander mengte und von den Juden Jspahan's für den Dag gal (Antichrist) gehalten wurde (Makrizi a. a. O. S. 307). Nach Sharistüm hieß er Abu-Jsa Jakub b. Jsfahüni (daher seine Anhänger Jsawije), und begann seine Irrlehren zu verbreiten in den letzten Zeiten der Dynastie der Ommajjaden, st De Sacy a. a. O. S. 361. Der daselbst angeführte Name, den Sacy unerklärt läßt, ist vielleicht aus (NjWi) corrumpirt. Armilus heißt der Antichrist bei den jüd. Fabulanten. VH. Die Jrükije (L^1^.L), in den kalendarischen Berechnungen mit den Juden von Chorasan im Streite (eb. S. 307.). VI!). Die Maghrebin (Rj^Ijw) oder mauritanischen Juden. Makrizi sagt nichts zu ihrer Charakteristik. IX. Die Sharishtünije die Schüler Sh arisch tan's, welche behaupten, oaß 24 Pesnkim der Thora verloren gegangen seien und daß es außer dem Wortsinn einen tieferen geistlichen Schristsmn gebe (eb. S. 307 st) X. Die Palästinenser nach Makrizi behauptend, daß Ozair (Efta) der Sohn Gottes sei. Vielleicht hat der dumme jüdische Pöbel in Arabien dergleichen Äußerungen fallen lassenin Palästina ist es wohl nie behauptet worden. X L Die Mulekije (isUXJLo), die Anhänger M üliks, des Schülers An an's, welche behaupten, daß Gott am jüngsten Tage nur die auferwecken wird, die durch Zusendung von Propheten und Ertheilung von Offenbarungsbüchern verantwortlich geworden sind (Makrizi a. a. O. S. 308). Diese Ansicht ist keineswegs so barock, daß sie nicht von einem karaischen Gelehrten hatte behauptet werden können; die Karäer haben, wie H^il yv beweisen wird, noch verschrobenere Ansichten über Auferstehung, Gericht und zukünftige Welt geltend gemacht. XII. Oie Makürije und Budaünije (ibjUlc r dk Anhänger eines gewissen Budaün (Juda) aus Hamadan, der eine strenge Ascese anbefahl, den Fleisch- und Weingenuß verbot, einen tieferen Schnstsinn annahm und sich zu dem Dogma neigte (Sharistani a. a. O. S. 362). XIII. Die Muskabije (R^UCw^o), die Anhänger Musku's4), des Schülers Budaän's, die den Beruf Muhammeds zu einem Propheten seiner Nation zugestanden, und einen Engel für dm Vermittler oller alttestamentlichm Offenbarungen hielten, um sich so gegen 4) In dem Inüex Pmicipum Karaeorum führt Wolf dnen Josias Moscbe auf, wofür im Texte WD WNV Die zweite Ausgabe der Kvtitla Karaeorum mit Wolfs Ausätzen und Verbesserungen ist mir nicht zugänglich. jede Assimilation zu verwahren. Muskü ergriff mit 19 seiner Anhänger die Waffen gegen seine Gegner und wurde in dem Gebiete von Kom getödtet (Shahristani a. a. O. S. 362). XIV. Die @'äcije (.“nw m PO), eine völlig unbekannte Sekte, erwähnt von Afendopolo bei Mordechai S. 24. XV. Die Äcucuje (n»jnp m ro), völlig UNbekannt, ebend. S. 24. XV). Die Sekte Obadja ha - Askenani's (ran mmy m ro), ebend. S. 24. XVII. Die Sekte Meswi El-Safrino's (HD UnSN'T ’IÜ'DJ, ebend. S. 24. Dies die fremdklingenden Namen jüdischer Secten, über die uns kaum so viel bekannt ist, als die Neugierde erregen, geschweige was sie befriedigen kann. Ich habe nur das zusammengestellt, dessen ich eben habhaft werden konnteeine tiefer eindringende Forschung gebe ich denen anheim, welche Lust, Zeit und Geschick Haben, die abstrusen Winkel zu durchstöbern, von wo aus eine Lösung der vielen mitgetheilten Räthselnamen zu gewarten ist. Literarische Ueberfichterr. 39) mp3 fTßN4 HDND. Kritische Bemerkungen und Berichtigungen, die Targumim und Midraschim betreffend. Von Hirsch Chajas, dem Kreisrabbinen in Zolkiew. Das. 1840. 4. (Fortsetzung.) Von den Tcrcgumen gehe ich nun zu denjenigen Barajta's über, die Halacha's und Hagada's wechselweise enthalten, obgleich sie mit den Targumen wenig gemeinschaftliches haben. Zu diesen Barajta's gehören: 1) Die Tosifta des Chija und Oschaaja, die wir noch besitzen- 2) die Mechilta des Rabbi Jischmael, welche nach den uns erhaltenen Resten bei ttb nifl .ttnnn (Ex. 12, 1) ihre Commentirung beginnt und bei Ex. 24 schließt, und außerdem nur noch Einiges über bie Sidra's HOHD und enthält. Maimuni in seiner trefflichen Einleitung zu Mischne-Tora sagt zwar ausdrücklich, daß die Me chi l(a bis zu Ende der Tora gereicht hat, aber weiter unten werde ich über diesen scheinbaren Widerspruch referiren. 3) Sifra, oder Torat Kohanim, nur über das dritte Buch Moses. 4) Sifri über Numeri und Deuteronomium, das man auch m OH ODD nennt, ö) Sifri Sutti, welches bei Raschi den Titel „Sifri in einer andern Form" (W DOS) bw ODO) führt. Endlich 6) die Barajta über die Arbeit der Stiftshütte 48^