Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 47 (21.11.1840)
- Article
- Zur Geschichte der Homiletik
- Date
- 1840-11-21
- Page
- 732 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Geschichte der Homiletik. Lit. Ankündigungen. 73fr 735 der um nnria, wie nn^ dem D^Dt^n p min und ntfrOI dem tfiOlJ/l “W te.1 entspricht; sondern auch in dem Verse Jes.33,22 MD Ifcte /tai, '1, l^DDW J1 *0 tijwp enthalten, welcher Vers als Text dient, und die Rede natürlich dreitheklig gestaltet. Im ersten Theile wird über den einigen Gott niTIN" als König „npbo" und Helfer „tfyW N1H ^1" gesprochen; im zweiten wird über Gott, den am Berge Skna „DVOtSM p min" unter Posaunenschall „nnÖW" erschienenen als Gesetzgeber „l^pplHD 'Y' gehandelt; im dritten endlich wird über Gott, den Vergelter der Frommen und Sünder //&501JJ1 “OKf am Tage der Ruferstehung und Vergeltung „rprot," als einen gerechten Richter 'V' wahrhaft fromme Belehrung gegeben.— Diese Eintheilung kann in einer Homiletik als Muster aufgestellt werden. — S, 51. lesen wir den Satz: „Durch die Offenbarung ... wurde im Geiste des Menschen das, was als dunkle Ahnung in ihm sich regt ...aufgeschlossen," womit der Verf. theologisch jenen philosophischen Gedanken ausspricht, die Seele sei kerne tabula rasa (Locke), sondern habe ideas innatas (Cartesius). S. 52. wird die Bedeutung des erschütternden Schofar-Schalles für den Israeliten gut auseinandergesetzt und zugleich als sehr passender Uebergang benutzt, um das Beibehalten der heiligen Sprache im Gebet und Gottesdienst nachzuweisen. S. 54. findet sich die schöne Stelle: „Es siel ein Sonnenstäubchen auf ein hohes Gebirg — ein Wassertropfen ins Weltmeer — ein Jahr in den Abgrund vergangener Ewigkeiten." (Fortsetzung folgt.) Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art,- so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. i15ö-j Vortrag z U r Feier der Huldigung Sr. Majestät des Königs Friedrich Wilhelm IV. gehalten am Hüttenfeste des Jahres 5601 (18. Ott. 1840) in der Gemeinde-Synagoge zu Berlin von Br. u n x» 09.] Gesuch. Ein junger Mann, der jüdische und klassische Studien gemacht und auch ein treffliches Talent zum Predigen hat, sucht eine Stelle als Oberlehrer oder Prediger. Bei einer schnell bewirkten Anstellung sieht er weniger auf einen bedeutenden Jahrgehalt. Die darauf reflectkrenden Gemeinde - Vorstände belieben sich an den Redakteur dieses Blattes in frankkrtcn Briefen zu wenden. s160.] Soeben erscheint und ist in allen Buchhandlungen zu haben: Der Geist der talmudischen Auslegung der Bibel. Auch unter dem Titel: HalacMsclie Exegese. Ein Beitrag zur Geschichte der Exegese und zur Methodologie des Talmuds. Von De. H. S. Hirschfeld, ■ 31 Bogen gr. 8. geheftet:!•§- Thlr. Verlag des Athenäum in Berlin. [161J Anerbieten. Ein sehr schönes kabbalistisches Manuskript, betitelt: cmn py *]Ti, von 5« riet versaßt, und 326 Quartseitcn stark, steht so eben sehr billig zu verkaufen. Darauf Reflectirende belieben sich an die Redaktion des Orients in frankirten Briefen zu wenden. Verlag von E. L. Fritzfche. Druck von I. H. Nagel.