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Der Orient · 1840-10-24 · 43 (24.10.1840) · p. 665

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
43 (24.10.1840)
Article
Etwas über das Buch Jona
Date
1840-10-24
Page
665 (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. m 43. Leipzig, den 24. Oktober 184«. Literarische Uebersichten: Ueber das Buch Jona. Der, Prophet Jona von Dr. Baur. Die zwölf kleinen Propheten von Hesselberg. Das Tere Asar von Dr. Hitzig. Das Buch Jonas von Dr. Krahmer. Dr. Maurer's Commentar zu den kleinen Propheten. Sammtliche Schriften beurtheilt von Dr. Delitzsch. — Literarische Skizzen und Berichte: Die Denominativen Zeitwörter. Benennung der neuhebr. Sprache. — Literar. Ankündigungen. Literarische Uebersichten. Ctwas über das Buch Jona und einige neue Auslegungen desselben. 32) Der Prophet Jona, ein affyrisch-babylonisches Sym- . bol, von Dr. Ferd. Chr. Baur, oxd. Prof. d. evang. Theol. zu Tübingen, in Jllgen'S Zeitschr. für d. histor. Theologie, VH. (Neue Folge I.) Lpz. 1837. 33) Die zwölf kleinen Propheten, ausgelegt von Heinrich Hesselberg, evangelisch-lutherischem Pfarrer Zu Dalbingen in Kurland. Königsberg, Unzer. 1838. 34) Die zwölf kleinen Propheten, erklärt von F. -Hitzig, der Phil. u. d. Theol. Doktor, und der letzteren öffentl., ordentl. Lehrer zu Zürch. Lpz. Weidmann. 1838. 35) Das Buch Jonas, historisch-kritisch untersucht und aus seinen wirklichen Inhalt zurückgeführt durch Dr. Aug. Wilh. Krahmer, Privatd. zu Marburg (a. u. d. T.: Der Schriftsorscher, Heft 1). Cassel, Fischer. 1839. Z.6) Commentarius grammaticus, historicus, criticus in Prophetas Minoras in usum maxime academiarum adornatus. Franc. Jos. Val. Domin. Maurer, Phil. Dr. Soc. Hisfcovico - Theol. Lips. Sod. Ord. Lipsiae, Volckmar. 1840. Jona den - Am i tai, der Prophet, hellenistisch ’low.ag vov und danach arabisch Jiinus oder tritt einem seiner Lebensgeschichte entlehnten Namen ^yDt ^6 (der Mann des Fisches, Sur. 21,. 87. Fl.) genannt, ist geboren zu Gatha-Chefer (Jos. 19, 13)i), einem sebulunitischen Flecken, nach Hieron. 1) Nach Levison (s. das biblisch-geographische Lexikon Erez Kedumim, Wilna 1839. 8. 2Bd.) ist dasselbe identisch nnt dem talmud. Sabb. 21, a., wo der Purpurmuschelfang von der Tyrus-Treppe (S u l l a m a sch e l - Z o r, dem bekannten Bergabhange) bis Chdfa erwähnt wird. Vgl. Reland, Palast. S. 718. s. 2 Meilen von Sepphoris (dem talmudischen auf dem Wege nach Tiberias gelegen2 3). Einer völlig unbegründeten Vermuthung zufolge, die nach Seder Olam auch R a sch i wiederholt, ist er der Eine der Prophetenjünger (2 Kön. 9,1), von dem Jehu zum Könige gesalbt wurde (684 v. Chr.) Aber auf jeden Fall ist der Prophet Ninive's identisch mit dem gleichnamigen Propheten Jona, der zu Anfang der Regierung Jarobeams II., des Sohnes Joas' (825 — 784 v. Chr.) die Eroberung von Hamat und Damaskus weissagte (2 Kon. 14, 25), eine Identität, welche durch die einstimmige Ueberlieferung des Alterthums außer allen Zweifel gesetzt wwd^). Er 2) Das Grab des Propheten Jona fand Bknjann'n de Tudela (ein Reisender, den man lange mit Unrecht für einen bloßen Fabulisten gehalten hat, 1160—1173) auf einem Berge zu Sepphoris; nach einer genaueren Angabe von 1637 (s. Hottinger, Cippi Hebraici S. 94) ist es zu Kefar-Kena, einem Flecken, in einem schönen Gewölbe einer auf dem Berggipfel erbauten Kirche. 3) Die Identität beider bestätigt auch Josephus, der Aut. IX, 11. in die Geschichte Jarobeam D. die unseres Propheten verwebt. Das Motiv seiner Flucht war nach Jos. die Furcht, dem Reiche des Ninus den Untergang anzukündigen; das Ziel derselben Tarsus in Cilicien (Tarschisch). lieber die Erzählung des Wunders geht Jos. etwas flüchtig hinweg, ja er mildert dieselbe durch das verfängliche Xoyog iovi, obgleich er schließt: „Ich habe genau referirt, wie ich (in den hebräischen Schriften) ausgezeichnet gefunden." Mit Josephus romanisireuder Nüchternheit steht in seltsamem Contrast die poetische Ausmalung der Geschichte Jona's in dem alten Midrasch Jona (zuletzt Leipzig 1840. 8, s. Zunz gottesdien stl. Bortr. S. 270. s.), der noch vielmehr zur biblischen Erzählung hinzudichtet, als Josephus von ihr abgekm'ssen hat. Die jüdische Legende hinwiederum entstellt findet sich bei Abulfeda, Historia anteislam. S. 52. s. ed. Fleischer, nach welchem der Fisch den Propheten in Ubulla am Tigris (Grenzstapelplatz der Inder, vier Fersenk von Basra) ans Land setzte. Doch verweist der übelberichtete moslimische Fürst auf das, „was Gott der Erhabene in seinem majestätischen Worte selbst erzählt lwbe." — Die im Koran sich findenden 43

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