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Der Orient · 1840-10-17 · Heft 42 (17.10.1840) · p. 321

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 42 (17.10.1840)
Article
London: wunderliches und seltsames Memorandum ...
Date
1840-10-17
Page
321 (sequence 1)
Language
German
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WWW Berichte, Studien und Keitiken für Das Abonnement für ein Jahr ist 6 Lhlr. Man abonnirt bei allen löbl. Postämtern und allen soliden Buchhandlungen auf ein Jahr. jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Dr. Julius Fürst. Von dieser Zeitschrift erscheinen wöchentlich, das Literaturblatt mitgerechnet, zwei Bogen, und zwar an jedem Samstag regelmäßig. 42» Leipzig, den 17. October 1840« Orient. (London, wunderliches und seltsames Memorandum des englischen Volkes an die protestantischen Machte von Nord- Europa und Amerika, die Restauration eines jüd. Reiches betreffend. Briefe an die Machte). — Deutschland (Königsberg, die Gemeinde in Dirschau betreffend. Schwerin, die Anstellung Dr. Holdheim's). — Ungar.n (Arad, Sendschreiben üb. d. jüd. Cursiv - Schrift von Skreinka). — Personalchconik und Miscellen: David Samastz. Predigt-Literatur. Replik. — L.-B. b. Orients. Orient. I London, 15. Sept. Ich bin Ihnen, meinem in den Artikel vom 26. Aug. (s. Nr. 38. des Orients) gegebenen Versprechen zu Folge, das merkwürdige Memorandum schuldig, das in Betreff der vielbesprochenen Restauration der jüdischen Nation als Volk und politische Gesellschaft den protestantischen Mächten Europas und Amerikas übergeben worden ist, um dahin zu wirken, daß mit einer Colonisation der Juden in Syrien ein Brennpunkt der Civilisation an Asien's zugänglicher Küste gegeben iunb gegen ein Volk Gerechtigkeit geübt werde, das schon lange danach seufzt, dem man sie schon seit Jahrhunderten schuldig ist. — Ich gebe dieses merkwürdige Aktenstück ohne alle weitere Einleitung, ohne weder Etwas über seine antike Form, noch über seinen wunderbaren Inhalt zu sagen; ungeschwächt will ich den Eindruck wirken lasten, den dasselbe auf den Leser zu machen im Stande ist, indem es ihn m eine ganz neue Sphäre versetzt, die Gegenstände unter ganz eigenthümlichen Verhältnissen anschauen läßt. Vielleicht findet sich am Ende noch ein Plätzchen für eine Bemerkung. Vielleicht daß auch dann der geehrte Leser diese Bemerkung erst vollkommen zu fassen im Stande ist. Darum geben wir das ganze Aktenstück euch in seiner Ausdehnung, nach allen seinen dem Judenthume sogar fremden Beziehungen und bemerken nur noch, daß diese Dokumente kürzlich in einer periodischen Bekanntmachung erschienen sind, die den Titel führt: Denkschriften in Betreff Israels, des alten Volkes Gottes. Memorandum. Den protestantischen Mächten von Nord - Europa und Amerika, als Victoria, durch Gottes Gnaden Königin von Großbritannien und Irland; Friedrich Wilhelm III., König von Preußen; Wilhelm Friedrich, König der Niederlande; Karl Johann XIV., König von Schweden und Norwegen; Friedrich VL, König von Dänemark; Ernst August, König von Hannover; Wilhelm, König von Würtemberg; den regierenden Fürsten und Kurfürsten Deutschlands; den Cantons der schweizerischen Eidgenossenschaft, die sich zur reformirten Kirche bekennen; den Staaten von Nordamerika, die für Gottes Ehre thätig sind, Gnade, Wohlergehn und Friede von Gott u. s. w. Hohe und mächtige Herrschaften! Der allmächtige Gott, dessen Königreich die Welt ist (Dan. 4, 32), durch den Könige herrschen und Fürsten Gerechtigkeitüben (Spr. 8, 15), hat in diesen Lagen eine Zeit des Friedens über die wahren Kirchen ausgebreitet (Apstg. 9, 3L Offb. 12, 16), die in den Landern sich befinden, worüber Sie als Könige und Herrscher gebieten (Jes. 49, 23); die Rebe seines Weinbergs unter den Heiden (Apstg. 28, 28) hat ihre Ranken bis über das Meer ausgestreckt, und ihre Zweige bis jenseits der Flüsse hin ausgebreitet (Jes. 49,6), so daß jetzt das Wort Gottes fast in aller Welt, unter allen Nationen, auf den entferntesten Inseln rein und lauter gepredigt wird (Mt. 24, 14). Es nahen die Lage (Offb. 22, 20), wo seine Herrschaft, seine Herrlichkeit, seinen Glanz, sein Königreich alle Völker, alle Stämme, alle Zungen bekennen sollen, Ihn, der über den Wolken thronet (Dan. 7,14.' Offb. 1,7), dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist, dessen Königreich nie zerstört werden kann (Ps. 45, 6). Gelobt sei Er! Er hat das Volk, das ihm-dient, begnadigt, das Rauschen seiner Ankunft zu vernehmen, die Zeichen seiner Nähe zu empfinden (1 Lhess. 5, 4), der Feigenbaum treibt neue Blätter (Mt. 24,32l die Sohne Israels suchen an seiner Hand den Weg 42

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