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Der Orient · 1840-10-10 · 41 (10.10.1840) · p. 641

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
41 (10.10.1840)
Article
Sefer torat Mose, der Pentateuch, ... [Rezension]
Date
1840-10-10
Page
641 (sequence 1)
Language
German
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Literaturbiatt Ses V-rrenLs. BeeichLe, StrrdLeZr «n- Kvitiken für jüdische Geschichte und Literatur. M 41. Leipzig, den 10. Oktober 184V. Literarische Uebersichten: Der Pentateuch von H. Arnheim. Sefer Bereschit. — Literar. Analekten. Dr. Carmoly: über einige unbekannte sefardische Dichter. — Bemerkungen über die neuesten Bibelübersetzungen. — Die fortschreitende Entwickelung der Cultur der Juden in Deutschland. — Literar. Ankündigungen. Literarische Aeberfkchte». 30) fHin ‘Ipp/ der Pen täte ach, hebräisch und deutsch, mit erklärenden Anmerkungen von H. Arnheim. Erste Lü sinnig. Sefer Bereschit. Glogau 1840. Prausnitz. Die Meisterschaft und das Talent ArnHeimes zum Uebersetzen aus dem Hebräischen ms Deutsche ist bekannt genug, als daß wir seine Arbeiten dieser Art zu empfehlen nöthig hatten, und wer nur einiges in seiner Iozerot-Uebersetzung aufmerksam durchgelesen, wird ihm gern den Vorrang in diesem Fache lassen. Ein tiefes Eindringen in den Geist der beiden Sprachen, ein etymologisches Erfassen ihrer Wurzelreichthümer, namentlich aber ein glückliches Verarbeiten der neuesten Sprachforschungen charakterisiren alle seine Uebersetzungsarbeiten und weisen ihnen einen weit höhern Platz als den verwandten Arbeiten dieser Art an. Vorliegender Pentateuch, der ganz für das Ritual eingerichtet ist, daher die Haftar's und die jüdische Schrift für die Uebersetzung, kann dem großen Publikum, trotz seiner unscheinbaren Hülle, eher empfohlen werden, als andere prunkende Ausgaben, die nur in der Güte des Papiers ihren Vorzug bergen. Für Exegeten vom Fache muß ich noch bemerken, daß gegenwärtige Uebersetzung mit der in der Aunz'schen Bibel nicht identisch ist, daß also die Kritik des M.Heß im Oriente (L.-Bl. Nr. 35. S. 549 beginnend) auf diese keine Anwendungfindet; ein schönes Aeugniß von dem unermüdlichen, rüstigen Fortstreben des Übersetzers. Als Beweise des Gesagten mögen folgende Beispiele gelten. iTpbp übersetzt Hr. A. Pent. 1, 9 sehr sinnig „Feste", als Gegensatz zu D?p „das Fließende"; die Wurzel träj mit tfiÖJ, fest, hart, zusammengepreßt sein, habe^ich schon in der Conc. combinirt. Sehr gut wird 1,11. als Denominativ, wie pj?P/> also „mit Samen versehen" aufgefaßt. Daselbst 2, 3. wird die schwierige Phrase sehr glücklich .erläutert, denn verhalt sich wirklich zu wie Vollendung zu der ersten Arbeit. Die Erklärung der Stelle 4,7. ist schon aus der Aunz'schen Bibel bekannt, allein ich kann nicht umhin, hier zu bemerken, daß die Phrase yT) fitfson DDD'p immer etwas Schwieriges hat, da als Masculm aufgefaßt ist; glücklicher scheint mir die Conjektur eines christlichen Gelehrten zu sein, daß man abtheilen möge nnpp, wodurch der Vers viel grammatischer wäre. Was 6, 15 anlangt, so ist es nicht blos nach dieser Stelle sondern nach grammatischer Analogie weiblich, und er hat daher gegen Hrn. H eß vollkommen Recht. Nimmt man m der ersten Bedeutung „Glanz, Licht" so muß es gleich alle Wörter des Leuchtens weiblich sein,, wie rtti, t^’p&V nimmt man cs in der übertragenen Bedeutung, so ist es wie p;>ij natürlich nur weiblich, und auch das Vorhandensein eines Duals (D^ppßO spricht für das erwähnte Genus. Sehr treffend bemerkt- Hr. A. zu Gn. 18,10. „Wenn der Ausdruck njD die wiederauflebende Zeit, den Frühling, bezeichnen sollte, so bleibt es rathselhaft, warum er nur bei Prophezeiungen einer Geburt, und sonst nirgend, vorkommt. Am- Ansprechendsten bleibt also die Erklärung Kimchi's zu 2 Kon. 4,16, r?n ist s. v. ct. rrbv. Vielleicht ist auch der Eigenname Ppp daraus zu erklären: die Genesende, die Gebärende; vorzugsweise, da sie die Urmutter aller' Menschen war. Auch im Deutschen sagt man „eines Kindes genesen." rPH fiJD heißt demnach: um die Zeit, die es, von jetzt an gerechnet, bedarf, um eine Gebärerin, eine Genesende zu sein; etwa in neun Monaten." — Au Wü# 31 29 ist die Anmerkung sehr richtig, daß es ursprünglich als Nomen „das Dunkel, die Nacht" bedeutet, etwa wie das aramäische als Adverb aber s. v. a. das vulgäre „nachten," d. h. gestern. Au Pltfvn, 42, 7 ist sehr glücklich meine in der Concordanz 41

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