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Der Orient · 1840-10-03 · 40 (3.10.1840) · p. 628

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
40 (3.10.1840)
Article
Ueber biblische Geographie [Rezension]
Date
1840-10-03
Page
628 (sequence 4)
Language
German
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ööi Ltt. uever,rcyren. ^oyerer uoer,etzL uvn L)x.---Perzsew-, oeurry. v. -L>r. Htycyseld. 632 mitischen Stadt, die mit ib erwähnt wird (Esra 2,. 33 $ Nehemia 7, 37$ 11/ 35$ 1 Chr. 8, 12, bei Raumer falsch 9, 12.). Zn der Nahe dieser Stadt war das sogenannte Zimmerthal oder Handwerkerthal (Nehemia 11, 36), eine Thalgegend nämlich, wo eine Art Handwerker-Colonie angesiedelt war, und diese Kolonie hat (nach 1 Chr. 4, 14) Jo ab Ben Seraja aus dem Stamme Juda gegründet . Ein anderes Thal in der Nahe dieser Stadt hieß Ü'lK nj?j23 (Neh. 6, 2), das häufig in den Talmuden erwähnt wird. Nach Mischna Erachin (p. .32»-) war Ono schon Lei der Invasion der Israeliten von einer Mauer umgeben, eben so "6, und das Handwerkerthal soll schon früher eine Stadt gewesen sein". Bei Raumer von einer solchen Beschreibung keine Spur. Ein anderer Artikel/. 'ib/ ist die Stadt Lydda im benj. Gebiete (Esra 2, 33$ Neh. 7/ 37$ 11/ 35$ 1 Chr. 8, 12). Die Umgrenzung dieser Stadt und des ganzen Gebietes wird schon Schebiit 9, 2. ausführlich gegeben, und in talmudischen Schriften zuweilen auch genannt. An der Westgrenze Palästinas gelegen (Gittin 2a), war sie eine Tagreise von Jerusalem entfernt (Maaser Scheni 5, 2) und im talmudischen Zeitalter berühmt und bekannt. Dort war ein großes Bet ha-Midrasch (j. Schekalim c. 5) oder Akademie, und hin zu Rabbi Elieser zu wallfahren, um das Studium zu treiben, war etwas Verdienstliches (Sanhedrin32d)." Von dieser Beschreibung ist bei Raumer keine Spur. So geht es aber fast mit jedem Artikel; es ist kaum ein Artikel von Belang bei Raumer aufzuweisen, der im Vergleich zu dem jüdischen Werke nicht mindestens ein halbes Dutzend Fehler aufzuweisen hatte, die Unterlassungssünden noch ganz abgerechnet. 21) n^rlp, übersetzt und erläutert von Dr. L. Herzfeld. Braunschweig, 1838. Ed. Hammerich. (Schluß.) Von einzelnen Stetten aus andern Büchern, die beiläufig erklärt werden, erwähnen wir namentlich Richter 5, 19 (108) Gen. 24. Ps. 8, welche uns ganz außerordentlich zugesagt haben. Wir verweisen dabei aus das Buch. Die Grammatik hat Dr. H. in seinen Untersuchungen mit vielen Bemerkungen sehr bereichert. Eine wichtige Auffassung und eine durchgebildete dem Genius der Sprache entsprechende Anschauung haben ihn stets sicher geleitet. Fast alle feine Forschungen sind einleuchtend annehmbar. Wir machen besonders auf 2 Stellen in seinen; Buche auf 151 und 165 unsere Leser aufmerksam. Nicht immer dagegen leuchteten uns die lexicalischen Ansichten H. H's. ein, und hier glauben wir folgende Erläuterungen rügen zu müssen. — ist nicht „beschäftigen" sondern „Gefallen finden." — jpfi ist nicht „gerade" sondern „zurecht geordnet". — FD^ö in der Bedeutung von „regnen" fand Ref. im Golius nicht, sollte es indessen Vorkommen, so ist es wahrscheinlich von „segnen", das ebenfalls ^3 heißt, abgeleitet; da Regen im Orient als ein Bild des Segens betrachtet wird. ~ daß G esenius Recht hat, indem er es mit „verzehren" erläutert, geht aus gxojsr das „kauen" und in der 2. Conjug. „kämpfen" bedeutet, deutlich hervor; auch beweist dafür das Bild itoKn STU — 1JD ist unnatürlich von „schütteln" ergo „rüstig" abgeleitet. — Dagegen ist die lexicalische Bemerkung 159 vortrefflich, ganz besonders aber die Bemerkung über JjCu, und über DSinö. Ueber viele andere die Archäologie und die Aesthetik betreffende Bemerkungen verweisen wir auf das Buch; sie zeugen alle von einem guten Geschmack und einer gründlichen Bildung; doch würde Ref. die Conjectur über das Licht (180) und die Bemerkung über dm Verfasser (80) noch sehr in Zweifel ziehen. Ref. hat bis jetzt über den Inhalt der H'schen Arbeit berichtet; er geht jetzt zur Darstellung/ zur Form, über. Hier aber kann er dieselbe nur als ein vortreffliches Musterbild betrachten. Es herrscht bekannterweise unter den Erklärern der Bibel in der Regel der Gebrauch vor, Erklärungen, die langst cmtiquirt sind, von Neuem anzuführen und zu widerlegen; als wollte man durch solchen Nachweis das Vortreffliche der eigenen Arbeit besonders hervorheben» Es ist dieses aber ganz entbehrlich; denn da nur eine Erklärung die richtige sein kann, so sind natürlich, wenn diese genügend begründet und nachgewiesen ist, alle anderen von selbst widerlegt. Ja es schadet sogar der richtigen Auffassung; denn man wird in der Regel durch die vielen Erklärungen wirre, und gelangt vor lauter Noten nicht zum Text. Durch diese Erlauterungsmethode wird das Studium der Bibel Vielen verleidet, und wessen Beruf es nicht ist, kümmertsich selten um dieselbe. Ein Bild aber der frühem Auffassungen zur Characteristik und zur Literaturgeschichte der exegetischen Bestrebungen wird durch die einzelnen Anführungen nicht gegeben. So gewahrt solches Verfahren durchaus keinen Vorthei!, macht aber die Erklärung höchst unpraktisch. Ein gleicher Mißbrauch, der aus der classischen Literatur herübergeholt wurde, und dort von manchem Nutzen ist, liegt in der steten Anführung von Parallelen; als wollte man beweisen, die biblischen Schriftsteller seien doch nicht ganz zu verwerfen, auch andere Leute haben so gedacht. Es vertheuert dieses Verfahren das Buch, und verleidet uns die Lektüre, gewährt uns aber nichts anderes, als daß es uns bekannt macht mit der großen Bibliothek, die dem Hrn. Commentator zu Gebote stand. Zu diesen Mißbrauchen kommt noch die vielen Exegeten eigenchümliche Breite

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