Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 39 (26.9.1840)
- Article
- Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
- Date
- 1840-09-26
- Page
- 617 (sequence 2)
- Language
- German
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617 Bemerkungen über vle neue>ren Wioemoerietzungrn. «L-t. OUllK'v JUWWVtVU UJ.O dem Arabischen. Die Erklärung und Etymologie Fürst's in der Concordanz, wonach es „thöricht handeln" bedeutet, ist doch noch vorzüglicher. — Dt. 6,1. Und dies Gebot — (sei dazu), gegen die frühern Versionen, aber nicht ohne Grund, denn es folgen ja nicht unmittelbar diese Gebote. — Dt. 6,25. wie uns geboten; follte wohl heißen „wie er uns geboten." — Dt. 7, 5. und ihre Haine fallet. Man würde mit Unrecht dem Dr. Sachs einer Inkonsequenz beschuldigen, weil derselbe Jud. 7, 7. und an mehrern andern Stellen Ascherot beibehalt, denn schon Dr. Sch e y e r zu seinem More Nebuchim S. 256 hat darauf aufmerksam gemacht, daß im ganzen Pentateuch unter diesem Worte ein (oder mehrere) dem Götzen geweihter Baum zu verstehen sei, wahrend es in den übrigen Schriften an mehreren Stellen einen verehrten Götzen selbst bezeichnet. Sein dort ausgesprochener Tadel kann also unfern umsichtigen Uebersetzer nicht treffen.— Dt. 8,16. Man — den deine Vater nicht gekannt; besser wäre „das", wie Vers 3. — Dt. 8,17. all dies Vermögen, im Texte steht nicht — Dt. 11/17. euer Gott, ist im Texte nicht ausgedrückt. — Dt. 24,6. Man soll nicht pfänden Mühle und Mühlstein. Die alten Interpreten nehmen an, D'm wäre der untere und nm der obere Mühlstein, außer Martin, welcher übersetzt: On ne prendia point ponr gnge les deux. ineules, non pas meine la me ule de dessus, Nun deutet der Dual im erstern Worte allerdings auf ein aus zwei Theilen bestehendes Ganze, worunter man denn füglich eine Handmühle verstehen kann, welche im Oriente aus zwei Steinen besteht. Ans Job. 41,16. ersehen wir, daß der untere Mühlstein rpnnn rte hieß, und aus dem Zusammenhänge ist ersichtlich, daß er unbeweglich war. Aus Jud. 9, 53. und 2 Sam. 11,21. geht hervor, daß der obere Mühlstein ini rhu hieß, wofür auch Dm allein steht, wie hier. Demnach ist Dvim eine Handmühle, und DDD der obere Mühlstein von einer solchen, deren untere Theil unbeweglich und daher nicht als Pfand weggenommen werden kann. Unsre Uebersetzung wäre daher nicht deutlich genug. Ein Mißgriff ist es aber, daß Hr. Sachs Jud. 9, 53. 2Sam. 11, 21. Dm rfe „das Stück eines Mühlsteins" übersetzt, es wäre auch eine sehr müßige Bezeichnung. Auch Salomon übersetzt so. — Dt. 26,17. Den Ewigen hast du heute anerkannt. Ebenso V. 18. sehr paffend; läßt es sich aber auch etymologisch begründen? — Dt. 31, 27. euren Gott, steht. nicht im Texte. — Dt. 32, 5. Nicht sein ist das Verderben; sehr gut, so auch Fürst. Jos. 6, 26. ihre Thürme; sollte heißen „ihre Lhüre." — Jos, 15,16. Aksah; besser wäre „Achsah", ebenso Jud. 1,12. — Jos. 15, 27. Bet Palet; richtiger schreibt Arnheim diesen Namen Nehemia 11, 26. „Bet Pelet" indem das Kamez vom Atnach herrührt. — Jos. 19,25. Akschaf; besser wäre „Achschaf." Ebenso V. 29. „Aksib" für „Achsib." — Jos. 21, 36. Hier werden zwei Verse mehr als in unsern gewöhnlichen Ausgaben, aber in Parenthese, gegeben; man hält sie gewöhnlich für unecht, aber die Septuaginta hatte sie schon vor sich. In meiner Ausgabe der ersten Propheten mit Abravanel 8. I. anno 440—1686 finden sie sich ebenfalls. — Jos.23,13. diese Völker alle. Im Texte steht nicht bü. Jud. 3, 25. Und sie warteten bis zur Ungeduld. Ebenso übersetzt Arnheim in den beiden übrigen Stellen > 2 Reg. 2,17. 8,11. Wie laßt sich dies etymologisch rechtfertigen? — Jud. 5, 10. die ihr sitzet auf Teppichen by ^Dm, neu und trefflich, nach Fürst in der Concordanz, obgleich gegen die Erklärung der Masora. Seltsamer Weise wird es gleich darauf S. 616 von Fürst selbst übergangen. — Jud. 5,11. (Lauter) als der Ruf der Vertheil er zwischen dem Schöpfbrunnen, Durch diese Ergänzung wird der schwierige Vers sehr gut erklärt. — Jud. 5, 21. Der Fluß des Treffens; gut nach Gesenius im Wörterb., Symmachus (um 200), welcher es durch ntyicov (pugay^ wiedergiebt, las ohne Zweifel D'Hiny 7m, wodurch das 33mireu des Hrn. Fü r st S. 913 gehoben zu sein scheint. — Jud. 9, 6. bei dem Tercbinthen „Hain Muzzab." Ein neues Nomen proprium; Fürst scheint ebenso anzunehmen. — Jud. 12, 14. siebenzig Zugfüllen; man sieht nicht ein, warum das Wort E'-py hier nicht gerade so übersetzt worden, wie oben 10,4. — Jud. 18,10/in unsre Hand; sollte heißen „in eure Hand" DD-pD. — Jud. 20,35. von den Kindern Israel. Im Texte steht nicht ^/welches aber die Septuaginta vor sich gehabt zu haben scheint, der auch die Vulgata, Luther und Salomon folgten. 1 Sam. 2, 32. Und du Feind der Wohnung. Das ist wohl nicht annehmbar, denn nach dem ganzen Umrisse seines Lebens kann Eli nicht ein Feind der Wohnung heißen. — 1 Sam. 6,18. und zwar bis auf den großen Rasenplatz, r^run ^Dtt; nach Gesenius und Fürst. — ISam. 15,9. und die zweijährigen, DWDHU sehr unwahrscheinlich, denn in dem vorherrschenden jNSin. DpDHT sind die zweijährigen keineswegs ausgeschlossen.— 1 Sam. 15, 17. wie gering du auch warst in deinen Augen. Das Präteritum ist hier sehr passend, in Bezug auf 9,21. — 1 Sam. 16,11. denn wir wenden uns nicht weg, DD1 xh *0. Alle Interpreten verstehen dies vom zu Tische gehen, welches auch allein richtig ist; denn sonst wäre der Plural auffallend, da Samuel ja ohne Begleitung war. — ISam. 17,18. diese zehn Rahmschnitte; sehr worttreu, aber nicht ganz deutlich. — 1 Sam. 20,19. neben dem Stein Asel. Das Kamez kommt vom Sos Pasuk her, es müßte also heißen „Esel", wie auch Fürst schreibt Concord. S. 26. Die Septuaginta hat dafür e%eivo, sie las also t!?n, welches Fürst nicht bemerkt hat. — 1 Sam. 22,5. in dem Walde Charet. Derselbe Fehler. Ebenso Dr. Salomon. 1 Sam. 28,13. Richter sahich aufsteigen aus der Erde. Woher konnte sie wissen, daß es Richter waren?