Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 37 (12.9.1840)
- Article
- Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
- Date
- 1840-09-12
- Page
- 582 (sequence 2)
- Language
- German
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583 Die Bibelübersetz, unter Redakt. d. Dr. Zünz. 21,15. bis Schebet-Ar. Alle Interpreten nehmen rottf als Infinit, constr. So passend nun au<I die Annahme des Hrn. Ärnh. ist; so ist doch zu bedenken, daß das * Nomen proprium iy mehrmals vorkommt, aber nie '1$ rpt&v Num. 21, 28. es fraß Ar Moab, die Männer von Bamot Arnon. Gewöhnlich erklärt man niD3 „die Höhen." Indessen ist es V. 19. bestimmt ein Nomen proprium. Auch Martin hat les Seigneurs de Bainoth a Amon; Die Septuaginta hat Mcoaß, Kal Kaxkiuz attflag ’Aqvcqv. Sie las also 7IW2 Letzteres vermuthet auch Water im Commentar. Wenn derselbe aber noch ein Bedenken dabei äußert, weil sie Jes.16,18. (8) Kaxcmivovtzg xa S’d'VTj übersetze, so ist es keinem Zweifel unterworfen, daß sie auch dort transponirte und EP13 las. Hiernach ist die Concordanz zu ergänzen unter:. by2 und ri£0. — Num. 22,36. Ir Moab; gewöhnliche Annahme ist, daß ein Appellativum sei und so übersetzt Arnh. auch 1 Sam. 15, 5. pißy Tj; „Stadt des Amalek." Hr. A. nimmt überhaupt mehr Nomina propria an als alle seine Vorgänger, was oft sehr glücklich ausfällt. — Num. 23,3. Und er ging einsam; so Onkelos und einige andere orientalische Versionen. Sollte Hr. Arnh. eine etymologische Begründung dafür habend — Num. 23,10. die Lagerstätte Jisraels; demnach wäre ys^zTi&T), welches mit Recht von Fü rst in der Concordanz zurückgewiesen wird. — Num. 34,3. Der Gottesspruch Bileams. Da auch sonst von profanen Dingen Ps. 36,2. und Menschen 2 Sam. 23,1. Prov. 30,1. gebraucht wird; so scheint kein Grund vorhanden zu fein, hier es durch Gottesspruch wiederzugeben. — Num. 24, 14. ich will dir Voraussagen; gegen die gewöhnliche Bedeutung dieses Wortes, aber sehr passend in den Zusammenhang. — Num. 24,17+ und zerschmettert alle Söhne Schets. Außerdem was im Biur gegen diese Auffassung bemerkt ist, spricht auch dagegen die Parallelstelle Jer. 48, 45. Wergl. Jsr. Annal. 1839 Nr. 14. Unter Scher aber irgend ein unbekanntes Volk zu verstehen, wäre, wie Vater bemerkt, ein Nothbehelf. — Num. 24,19. Was entronnen der Verwüstung, Ti&y -NM; sehr gut, wonach yy zu yy 3. bei Fürst gehört. —: Num. 27,12. Steige auf diesen Grenzberg, ebenso übersetzt Sachs Dt. 32, 49. Andere nehmen Abarim als Nomen proprium, welches auch allein richtig zu sein scheint, wie aus der Stelle Zer. 22,20 erhellt, wo es die genannten auch durch Abarim ausdrücken. — Num. 35,12.*vor dem Blutracher. Im Original steht blos Indessen hat schon Vater z. d. St. bemerkt daß die Septuaginta,-Onkelos und Syrer Lnn hüte gelesen zu haben scheinen, wozu man noch das Targum Zeruschalmi rechnen kann. (Fortsetzung folgt.) Lit. Analekten: Rechtfertigung geg. Reggio. 584 Literarische Analekterr. I Rechts e r t i g n n g einiger von Herrn J. S. Reggio in seinem Werke Tora und Philosophie (S. 63—64, 98—100) angeführter irriger Stellen aus berühmten Autoren, als Beweis, wie selbst die gründlichsten Gelehrten dem Irrthum unterliegen. (Aus brieflicher MittHeilung.) ' Mit allem Unwillen gegen jene Kritik erfüllt, welche sich nicht entdlödet, gegen den von uns sehr verehrten Hrn. Reggio eine Sprache zu führen, wie sie der Literatur überhaupt, am meisten aber ber israelitischen unwürdig ist (die ihre großen wohlverdienten Männer, nur mit der höchsten Zartheit und Ehrerbietung behandelt, was manchmal sogar das Maß übersteigt), erlaube ich mir nicht desto weniger, folgende von Hrn. R. als Irrthümer bezeichnete Punkte in den Werken unserer alten Schriftsteller in Schutz zu nehmen, in Beziehung auf Lo nsan o 's Satz, den Hr. R. selber zu seiner Rechtfertigung (S. 63) anführt. Er lautet am Schluffe D'im 'D : inoi^i njm drrbp p^inn arw 1) T. u. Ph. S. 63. Maimuni behaupte, daß Palästina das westliche Land fei (bo nmn cb)p bw mppb H31DD mshNn), da doch Europa u. dgl. viel westlicher liegen. Bei dem Umstande, daß Maimuni und seine Zeitgenossen, die fpa^ Nischen Gemeinden nennen, und das mit allem Rechte, da dort die äußersten Westküsten der alten Welt sind (wie die Franzosen das Vorgebirge in der Bretagne Finisterre nennen), läßt sich der Irrthum, P a l ä st i n a für das westliche Land zu halten, wohl schwerlich einem so allseitig gelehrten Manne wie Maimuni zumuthen. Da sich die Argumente dieses letztern auf das babylonische *0 NinyDD stützen, so ist es wohl der Wahrheit nicht fern, daß fein blos die Länder Asiens einschließe. Wir bemerken noch vorübergehend gegen die Bemerkung Z. 7 ff.: 2) Daß es nicht so ausgemacht sei, der Eusrat habe nie das Gebiet des jüdischen Reiches berührt. Die Stelle 1 Reg. 5, 1 zeigt wohl deutlich von der Zinsbarkeit und Unterthansstellung der Bewohner jener Länder, die sich vom Eusrat bis zum Grenzgebiete Egyptens ausdehnten. 3) S. 64. heißt es: „Don I. Abrabanel gebe m seinem Commentare zu Reg. I. 10, 29. irrig an, daß ein Arm-des Nils in das rothe Meer ströme, wahrend ein zweiter Arm -Egypten durchfließe." Da aus den Worten A?s, die Hr. Reggio etwas kurz giebt, zu ersehen ist, daß der erste Arm Egypten nicht berühre, so kann jener vielleicht auf den Astaboras in Aethyopien Hinzielen, der sich einerseits ins rothe Meer am äußersten Süden mündet, aber zugleich mit dem Nit zusammenfließt und deswegen, bei Unbestimmtheit der Nitquellen,