Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1840-09-12 · 37 (12.9.1840) · p. 581

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
37 (12.9.1840)
Article
Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
Date
1840-09-12
Page
581 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/8555529-9891396-9891453-2363551--0751-2363583
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ÜÖÄ 581 Bemerkungen über die neueren Bioemverietzungen. sowemoeri.um.s^eo.o.L-r. ^zunz. Bemerkungen über die in letztverflossenm Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen.- S> Die Bibelübersetzung unter Redaktion des Dr. Zunz. [S ortfe^un Lev. 1, 8. und das Zwerchfell, ebenso 8, 20.; das bedeutet wohl TiE nicht, der Ramban versteht dies auch nicht darunter; das enneta qn.re adbaeient ^jeeoii der Vulgata, wofür David Martin Ia fressure hat, scheint ebenso weit von der Wahrheit entfernt zu sein; es ist nichts anderes als das Fett, besonders das Netz, wie schon die Septuaginta und das Targum es wiedergeben. Vergl. Biur,' welcher aber noch keine paffende Etymologie für dieses Wort fand. Und doch liegt das deutsche „Fett" und unser „füttern", welches Fürst in der Concordanz damit vergleicht, so nah. Nachträglich noch zu Exodus. — Exod. 4, 10. und der Priester lasse alles in Dampf aufgehen. Im Original steht nicht ^2.-— Exod. 5, 3. und es entfallt ihm, aber er hat es gewußt, ebenso V. 4. Die Zeiten werden wohl wechseln müssen, es muß heißen „es entfiel ihm, und jetzt weiß er es." Alle Interpreten nahmen es so außer Marlin, der eben so unrichtig hat soit qu’il ne s’en soit pas apperqü , soit qu’il l’ait connu, — Exod. 6, 3. Der Priester kleide sich seiner Lange nach in Leinen 12 TiTO. Diese neue Auffassung erscheint als eine nicht haltbare; denn der Form nach müßte es dem gemäß heißen Wenn Raschi es auch deutet, daß dieses Kleid ihm angemessen sein müsse, so wird hiermit nicht in Abrede gestellt, daß es eigentlich sein Kleid bedeute, wie daselbst ja ausdrücklich bemerkt wird. Die Angemessenheit des kM2 soll nur aus dem gewähltem Ausdruck resultiren. Vergl. den Misrachi. Dazu kommt noch, daß 12 in dm übrigen dreizehn Stetten, wo es in der Bedeutung Leinen vorkvmmt, immer in Verbindung mit dem daraus verfertigten Kleide vorkommt. Auch steht dieselbe Form 2 Sam. 20, 8. in der bestimmten Bedeutung eines Kleides. Man wird daher auch hier mit allen übrigen Interpreten eine Bekleidung darunter zu verstehen haben. — Exod. 30, 29. wer sie berühren will, muß heilig sein. In demselben Sinne übersetzt Ar. auch Lev. (3, 11.20. Auch der Raschbam ist dieser Meinung; allein Wessely im Biur zu 6, 11. hat bewiesen, daß die Auffassung nicht nur gegen die Tradition, sondern auch gegen den Sprachgebrauch sei. Lev. 9, 4. und einen Stier. /Arnheim vermeidet, wie es scheint, absichtlich den Namen „Ochsen," wie gewöhnlich übersetzt wird, worunter wir einen castrirten Stier verstehen, der hier nicht gemeint sein kann. Daß *))y/ aber auch das weibliche Geschlecht bezeichne, wie Gesenius itn Wörterb. behauptet nach Job. 21, 10. *121? wird von Fürst in der Concordanz mit Recht in Abrede gestellt, und so übersetzt auch Arnh. daselbst, „Sein Stier bespringt und laßt nicht auswerfen.'" Aber Num. 18, 17. wird dennoch llty „des Ochsen" übersetzt. — Lev. 10, 6. Eure Häupter sollt ihr nicht entblößen Darüber ist genug disputirt. — Lev. 21, 17. bei all seinen Geschlechtern./ Im Original steht nicht to. Die Septuaginta hat 6/§ rlcg yevsdg vfxoJv, und Luther „in euren Geschlechtern ," sie lasen demnach ü^nTib. — Lev. 22,16. Und auf dieselben laden ein Vergehen der Schuld. Wie kann aber durch das Essen der Priester auf die Kinder Israel ein Vergehen der Schuld geladen werden? Die Tradition erklärt daher □JTiK reflexiv. Vergl. Raschi. Die Septuaginta har ebenfalls nal Ina^ovCiv ecp iavrovg — Lev. 22, 25. das Brod des Ewigen. Ein Versehen, denn im Texte heißt es— Lev. 24, 2. die Lampen beständig aufzustecken. Wenn auch aufstecken bedeuten kann, vergl. Jsr. Ann. 1839. Nr. 14. meine Bemerkung zu Num. 8,2., so paßt es doch zu unserm Vers durchaus nicht, weill^DH dabei steht. Num. 2, 19. und sein Lager; sollte wohl heißen: „und sein Herr." — Num. 11, 25. so lang der Geist auf ihnen ruhete, weissagten sie, aber nicht länger. Da aber nicht angegeben ist, wie lange derselbe auf ihnen ruhete, so wäre mit dieser Auffassung eigentlich nichts gesagt. — Nurm 12, 6. Wenn eure Weissagung der Ewige ist, in der Erscheinung thue ich mich ihm kund. Das giebt keinen Sinn; überhaupt heißt die Weissagung ntt'Dj und nicht £02J. Ersteres kommt zwar erst in den spätern Schriften vor, wie mehrere Abstrakta, allein man wird wohl keine Stelle Nachweisen können, daß die Weissagung &02J genannt wird, sondern i1Xlftr 1 "CH, PI nn rc. Wollen wir aber auch mit dem Raschbam annehmen, daß hier das Conkretum für das Abstraktum stehe, so giebt hier N als Objekt keinen passenden Sinn. — Num. 15, 20. Als erstes eures Backträge; und so übersetzt Arnh. allenthalben ID^iy, aber aus welchem Grunde? Die Alten verstanden darunter den Tcig. Fürst in der Concordanz halt dies für einen Jrrthum und versteht darunter „Gries," „Grütze," welches dasselbe Wort zu sein scheint. Ebenso Gesenius im Wörterb. — Num. 21, 34. und sein, ganzes Land. Im Texte steht nicht ^2. Die Septuaginta hat indessen auch näöuv xijv yqv avxov. — Rum. 22, 30. Hab ich's je darauf angelegt, dir also zu thun? Der Etymologie nach sehr richtig. Vgl. Fürst's Concordanz S. 764. Wenn Letzterer aber daselbst übersetzt: num ego incessum men in dmgo meaque sponte haec tibi afferol so paßt die Antwort Bileams nicht, denn woher konnte er wissen, daß die Eselin es jetzt nicht freiwillig gtthan habe? Auch ist das vKBQidslv der Septuaginta zu ergänzen. — Num. 37 *

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.