Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1 (1840)
- Issue
- Heft 37 (12.9.1840)
- Article
- Arabien: die zwölf jüdischen Könige der Himjariten
- Date
- 1840-09-12
- Page
- 282 (sequence 2)
- Language
- German
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— 282 — Nuwüs selbst übernahm die Regierung um 480 der gew. Rechnung. Jusfuf Du Nuwüs war ein furchtbarer Eiferer für das Judenthum, und sein Eifer in die blutigste Grausamkeit ausartete. (F. f.) Paris, 27. Aug. Das erste Schreiben des Herrn Cremieux aus Alexandrien an seine hiesigen Mandatare ist mit dem letzten Packetboote wirklich eingelaufen. Die Audienz beim Vicekönig fand kurz vor Abgang des Dampfbootes statt. Die Deputation besteht außer dem Herren Montefiore und Cremieux auch aus dem bekannten Orientalisten Hrn. Munk, der sich mehrmals um die Professur der orientalischen Literatur hier bewarb, dann aber eine Stelle an der hiesigen Bibliothek erhielt. Zuerst am 5. August, wurde Hr. Montefiore vom englischen Consul beim Pascha eingeführt, zu dem er in seinem Rabbinmalar und mit Begleitern sich begab. Mehemed-Ali begrüßte ihn als einen alten Freund, und Hr. Montefiore erwiderte, wie er hoffe, auch jetzt von ihm als Freund behandelt zu werden. Als ec daraus nach dem Zwecke seiner Ankunft fragte, deutete Montefiore auf die Damasker Geschichte, und erbat für sich und seine Begleiter einen Ferman für Damaskus mit dem Verlangen, daß derselbe öffentlich in dieser Stadt angeschlagen werde, um aller Welt kund zu thun, daß es des Pascha Wille sei, eine gerechte Untersuchung ergehen zm lassen. M ehem ed Ali verlangte einige Tage, um über eine so wichtige Sache gehörig Nachdenken zu können, und meinte, daß ihm allerdings daran liege, daß sein Land auch in der Gerechtigkeitspflege hinter den übrigen nicht zurückstehe. — Für den 7. Aug. war dann die Präsentation des Hrn. Cremieux anberaumt, unter der Einführung durch Hrn. Cochel et; doch erfuhr man am 6. August, haß der Pascha Tages darauf plötzlich nach seinen Gärten in Uzbeh abreisen werde, und aus ein desfallsiges Gesuch des Hrn. Cremieux ward dieser noch denselben Tag vorgelassen. Hr, .Cremieux begrüßte ihn mit der An- Hassän (jXDn); 2) Amru Dull-Aamüd '(vi ncy IthVrchtt); 3) Abd-KcliU -yp); 4) Tobbaa Hass Ln (jNPn pp); 5) AihLreth 6) Murthid Be» Kelal (nriio); 7)Waki«ah 8) Abraha Ben Alsaba 9) SsahbLn Ben Dakikan; - 10> £ a cl; f i j a a (; Du - S ch a- »Ltar (inw TI njnrc6) und endlich 11) Jussuf Di - NuwLs s's pjM'). Aber der Leser wird leicht bemerken, daß diese mit Abu-Karb zwölf jüdische Regenten keineswegs den Zeitraum zwischen 226 vor bis 480 nach Chr. auszufüllen vermag. Abu -Karb, Haffrw und Amru regierten von 228 — 98 v. Chr., Ztbd-Keläl, Lobbaa Haffün, Hürcth, Murthid und Wakiaah von 98-^38 v. Chr., und nun tritt in diese Negentenreihe eine Lücke von vierthalb Jahrhunderten, wo die Namen der jüdischen Könige nicht bekannt geworden, da Abraha um 350 n. Chr. zur Regierung kommt, Red, rede, wie erfreut er sei, einen Mann zu sehen, auf dem Orient und Occident jetzt die Blicke gerichtet haben, und entlockte dadurch dem Greis ein zufriedenes Lächeln. Auf die Exposition des Hrn. C r e m i e u x, warum auch er gekommen, erhielt ec zur Antwort, daß der Pascha augenblicklich nach seiner Rückkehr auf das Ernstlichste mit diesec Sache sich beschäftigen werde, worauf dann im Nebenzimmer der übliche Kaffee angeboten, nach der Sitte aber von den Besuchern nicht angenommen ward. L. A. Z. Frankreich. Straßbltvg, 26. Aug. Ein Correspondent der L. A. Z. giebt bei Gelegenheit einer Replik gegen einen die Elsässer Juden wegwerfend erwähnenden Correspondenten in derselben Zeitung (Nr. 232) eine so getreue Schilderung der Juden daselbst, daß wir nicht umhin können, sie hier in ihrem ganzen Umfange aufzunehmen. Diese Schilderung lautet: Ihr Correspondent hat von den Juden gesprochen. Ich bin keineswegs ein Verrheidiger dieser Juden, ich weiß leider nur zu gut, daß sie den deutschen Juden gegenüber um 50, vielleicht um 100 Jahre zurück sind; aber verachtet nur die elsasser Juden nicht; es giebt selten ein kühneres, unbändigeres Volk als die elsasser Juden, und ich rathe keinem deutschen Christen, in ein elsaffssches Dorf zu gehen und das Wort Jude als Scheltnamen auszusprechen, wenn er nicht Gefahr laufen will, hundert Messer über sich blitzen zu sehen, wie dies neulich erst in Bischheim sich ereignete, wo sie zwei Soldaten erstachen, weil diese sie juivs hießen, und in Bergheim, wo sie das Dorf an allen Ecken anzündeten. Der Eiusiuß der elsasser Juden auf das Landvolk ist ungeheuer, sie leben ganz intim zusammen, und was das Aussaugen der Bauern betrifft, so sind das deutsche Phrasen. Woher kommt es denn, daßsie alle bettelarm sind, wenn sie die Bauern aussaugen? Geschieht dies aber ja durch Juden, besonders im Oberelsaß — die unterelsasser Juden fürchtm die oberelsasser als Spitzbuben — so sein Sie versichert, daß Notarius, Huissier und Friedensrichter mit unter der Decke sind und daß diese den Rahm oben abschöpftn; ja sehr oft geht die ganze Sache von Paris aus. Es wäre viel zu bessern an den elsasser Juden, aber ich bitte die Deutschen, die ja wieder Hoffnung auf das Elsaß haben, ihnen eher zu schmeicheln als wegwerfend von ihnen zu sprechen. Denn eben diese sind es, die bei dem Gedanken, Deutsche zu werden, zusammenschrekken und lieber sterben würden; und eben diese sind es, die beständig mit den Bauern leben und deren Gesinnungen anfeuern, was ihnen nicht zu verdenken ist. Noch mehr, der elsasser Jude haßt den deutschen Juden aus ganzer Seeleund dieser wird Zimmer das Wort Deutschem als Scheltwort hören müssen. Im Elsaß