Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 36 (5.9.1840)
- Article
- Zur Geschichte der Homiletik
- Date
- 1840-09-05
- Page
- 575 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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575 Zur Geschichte der Homiletik von I. A. Frankel. Lit. Ankündigungen. 57tz malen und sonstigen zufälligen Zusammenkünften wurden hagadische Unterredungen angeknüpft; denn die Zeit, wie das ganze Leben stand in heiliger. Gestalt vor ihnen, und kein Augenblick durste mit profanen Gesprächen vergeudet werden. So kann im Allgemeinen die Zeit von der ersten Entstehung des Talmuds bis zur Vollendung der letzten Midraschim im Betreff der hagadischen Vorträge charakterisirt werden. Die Vorläufer einerneuen wissenschaftlichen Periode waren Saadja Gaon, dann R a sch i, I b n E sr a, M a i m u n i, K i m ch i u. v. A., welche alle mehr oder weniger die Paraphrase, die Hagada, den t&TH, die Kabala von der wörtlichen Auslegung N'lpn zu sondern strebten; triefe4) hielten Vorträge, frei von spitzfindigen Auslegungen und mystischen Untersuchungen in der Landessprache, um das Volk durch Gottes Wort zu erbauen, nicht aber blos zu belehren. Allein diese Volkslehrer, welche die Midraschim schon als ein Anderes, als ein in die heilige 4) S. CDEHni? nnjK/ wo Maimuni in einem Briefe schreibt, er müsse jeden Sonnabend einen Vortrag den sich bei ihm versammelnden Juden halten. Schrift.Hineingetragenes betrachteten, welche zu dem Bewußt-? sein gekommen waren, es könne nur Eine richtige Uebersetzung wie Eine Wahrheit geben, welche ferner an Einen bestimmten Text ihren philosophisch entwickelten Vortrag richten, wurden die Veranlasser zu zweien spätern -Richtungen, die sich in sder Art Predigten abzufassen, herausstellten: zu der philosophischen, in welcher Ein Vers, und um auf Schwierigkeiten zu stoßen, eine unverständliche Midrasch - Sentenz gewählt und bald physisch, bald metaphisisch oder gar medizinisch entwickelt wurde; ferner zur hagadisch - halachischen Richtung, in welcher ebenfalls Ein Vers und ein schwieriger Midrasch an die Spitze gestellt, aber nach der Art der halachischen Discussion und ber spitzfindigen Auslegung zu einer Derascha gestaltet wurde. (Forts, folgt.) Bemerkung. In Nr. 32 des Orients, Art. Amsterdam fehlt die Angabe der Quelle Arch. Jsr., wie in derselben Nummer p. 243 angegeben ist. — Briefe ohne Correspondenz oder Lit. Mitthelllrng erbitte ich mir nur durch Gelegenheit, oder durch den Buchhandel. — Wenn Bücher recensirt werden sollen, so wünscht die Red. ein Exemplar des zu recensirenden Werkes, vorzüglich aber die Annoncirung in den lit. Ankündigungen. Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden literarische Anzeigen aller Art so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen Einen Groschen für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. [124.] In Glogau bei H. P au s n itz ist erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen: nmn tid Bei der fünften Lieferung erhalten die Subftribenten eine zierliche Lithographie, weiche einen angemessenen Gegenstand aus dem allen Testamente darsiellen wird, als Prämie. Nach Erscheinen des Ganzen fällt diese Prämie weg und tritt unbedingt ein erböheter Ladenpreis ein. Jozerot für alle Sabbate des Jahres und des Purimfestes, in sorgfältig corcigirtem Texte. Uebersetzt und vollständig erklärt von H. Arnheim, Oberlehrer in Gwgau. 8. H Thle. Der erhöhete Subscriptionspreis ist jetzt 22£ Stbgr. [125.] Der Pentateuch Heb r ä i sch und Deu t sch, mit erklärenden Anmerkungen von H. Arnheim. Erste Lieferung. Sefer Bereschit. Pr. 11». Slbgr. [126.] So eben sind erschienen und durch alle Buchhandlungen zu haben: 'n nn Worte Gottes oder ’ Gottesdienstliche Vorträge gehalten in der Synagoge zu Frankfurt a. d. O. von Dr. Samuel Holdheim, Grvßherzvgl. Meklenburg.-Schwerin. Landrabbincr. Ir. Bd> 3s Heft. br. 16 gr. Leipzig im August 1840. C. L. Fritzsche. Verlag von §. S. Fritzsche. Druck von I. Hr Nagel.