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Der Orient · 1840-09-05 · 36 (5.9.1840) · p. 570

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
36 (5.9.1840)
Article
Aus dem zu erscheinenden aramäisch-deutschen Wörterbuche ...
Date
1840-09-05
Page
570 (sequence 3)
Language
German
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vsuummwy uuiiut’i; . in vm Äcumupen VVN JjDlV]0) ^yazaö. 572 sich im Kelim, wo die Töne dieses musikalischen Instruments durch den Druck des Fußes hervorgebracht werden; denn meines Erachtens ist dieses.Tonwerk kein anderes als das Scabellum der Alten, eine 2(rt Sandale vom starken Holze, die parallel mit der Fußsohle einen Einschnitt hatte und am Fuße angebunden war. Das Stampfen mit bem Scabellum war bei ländlichen Festen gewöhnlich nur besonders bestimmt, die Musik rauschender zu machen. II. Erläuterung dunkler Wörter in den Talrmrderr, von Hi r s ch C h a j a s + Krcisrabbinen zu Zolkiew. . annn-a, 1) In dem Talmud - TracLat Aboda-Sara'(16 b) heißt cs in einer Stelle: Rabbi Elieser wurde einst zum Dienste des Hcidenthüms -(rWD) eingefangen und er wurde vor Gericht gestellt, um verurtheilt zu werden. Da sagte der Richter zu ihm : Ziemt es einem Greise, wie du bist, mit nichtigen Dingen'sich zu beschäftigen? Da gab er zur Antwort: Der Richter (pTl) hat recht; dm Weltrichter meinend, der ihm solches wegen einer Versündigung wohl zugefügt habe. Aber der Richter glaubte es auf sich beziehen zu müssen und sagte zu Elieser: 1WD Own 1'^ rDftNm Win, weil du bei dem Glauben an OMl betheuerst, so bist du frei, über welches Mißverstandniß er dann ganz untröstlich war. Musafia erklärt O1ON daselbst durch Schwur, aber da begreift vom Gebrauche desselben abhängt. Masasia ist ganz unschuldig; die Anmerk. im Aruch Th. 4. S. 1053 Art. ]lD£p,3 ist nicht mit HK; (pMp lütt) bezeichnet, und gehört sonach mir. Aber der Widerspruch gilt auch Maimuni, der pE&pi utib p’DBpJK identisch halt, und von Abraham bm David bemerkt wird. Der Rabbiner Sachs wird. sich freuen, wenn er erfährt, daß Jom Lob in seinen Zugaben zu Kelim 1. c. Schlw. ppEOp^K ebenso wie er durch den Unterschied zwischen Form und Gebrauch, den Widerspruch schwinden macht. Ich frage aber diesen Rabbiner, schwindet er auch nach seiner Demonstration? zeigt nicht seine zur Auflösung des Wortes p/Ottp^tt erfundene griechische Phrase „ovog der Esel oder die Stütze unter den Schultern", daß der Gebrauch Ln Schabbat nicht als Spielerei sondern als Krücke eine wahre rD^ftD sey? warum ist er in Schabbat als *T)i1& erklärt? Jom-Tob hat Maimuni verstanden und nach unserm Sinne aufgefaßt, wie dieses aus ibzä pnnr']^topj«) ifn rörftii? ^w bx-\ 'rm mn «s Md darum "•‘“E erklärt, weil es keine Krücke,, keine Stütze oder Stelze ist, sondern blos die Form eines Fußes darstellt, folglich das musikalische Instrument aber nur mittelst des Druckes oder des Stampfens die verlangten Takte hervorbringt. ' man nicht, wie aus dem Ausdrucke; pnPl der Richter ODN 1'Px (nicht ■ M) folgern konnte, und wie der Richter sich beruhigt und Elieser darüber so untröstlich sein konnte. Offenbar hat er durch Anrufung und Anerkennung des himmlischen Richters bei seinem irdischen Richter die Meinung geweckt, daß er der jvpjpi sei, und daß er weiß, daß er sich mit JTHI3Y (wie es dort heißt) beschäftigt, und eben dadurch die DW anerkannt, was jedenfalls der Name einer Göttin sein muß. Schon Naschi sagt: -m&Tp mHYi WH also der Namen einer Göttin, da dieses aber in einem Gerichtssaal vorging> so ist es wahrscheinlich, daß hier ®£[ug gemeint sei, eine Göttin, die in den Sälen des Gerichts stand. Der Richter glaubte, daß Elieser unter ha-Dajan diese richtende Göttin verstünde, und er. konnte spater mit Recht untröstlich sein, da er durch einen scheinbaren Götzendienst sein Leben gerettet. Daß aber für Themis Dlft'H steht, darf uns nicht auffallen; man kennt die Unsicherheit der Vocalbuchstaben bei fremden Wörtern und den häufigen Wechsel zwischen harten und weichen Lauten, wie DIDft neben L>1 Dl beweist; man würde hier nur zu lesen haben. 2) Im jerus. Talmud (Berach. e. 2. zu Mischna 1) wird in einer Stelle die Frage'aufgeworfen:. Mp llO^^Q XinriN b. t). darf man bei.der Göttin tfinHN vorübcrgchen (für lesen einige für auch Mlilk, was aber den Sinn nicht ändert)? Die Antwort heißt nach einer notwendigen Emandation des Textes: tdi riDip -roy rb i'fe;nx ne, d. i. ertheile ihr keine Ehre, gehe vorbei und schließe deine Augen. Im zweiten Kap. des jer.Tractats Schekalim wird dasselbe mit einiger Abweichung in der Sprache wiederholt. Daß nxcht blende, sondern in der Bedeutung von ONO hier steht, ist klar, denn heidnische Götzen durste man nicht sehen (llDtt £2 Maimuni in Iad Hilch. Akum 1) und hat diese Bedeutung', wie man j. Pea am Ende sehen kann, wo es vom Schließen des Auges gesagt wird. Was ist aber drl1l»ld> für eine Göttin? Der Commcntator I e fe Mare h, Rabbi Elija Fulda und die anderen Erklärer haben den ganzen-Inhalt schon mißverstanden, bei Aruch finde ich diesen Namen nicht; es scheint mir aber di>Gö'ttin Aurora zu sein, die um jene Zeit von römischen Helden'verehrt wurde. 3) Zu Anfänge des jerus. Tr. Berachot heißt es: „Wenn drei Sterne erscheinen, so beginnt die Nacht, aber nur solche drei Sterne, die nicht am Tage^ gesehen werden, denn solche dürfen nicht„ entscheiden. Rabbi Jose B a r B u n sagt, es müssen denn drei Sterne erscheinen, ttnZD’D lO, d. h. mit Ausnahme der Kuchbata. Die Commentatoren und unter ihnen Rabbenu Nisfim wußten nicht zu deuten, aber es ist die im syrischen gewöhnliche Benennung für das Venus- Gestirn und diese erscheint auch früher vor dem Beginne der Nacht.

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