Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 36 (5.9.1840)
- Article
- Aus dem zu erscheinenden aramäisch-deutschen Wörterbuche ...
- Date
- 1840-09-05
- Page
- 569 (sequence 2)
- Language
- German
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5ÖSJ xiu amueueiu- <vu?? vtw c4-|u;cmi(4(vmi (kleine Trommel). Eine Etymologie des Wortes DI^TN (liebt j. Sotq sect. ult. Hai. 16. durch DD^DI t Schla gjnstrument; Stw. Dl“} und DD“1, zerschlagen imb schlagen, zerschmettern und schmettern, so wie das griech gacaco (hebr. Rabbi Elasar in Sota 49, b. erklärt es (wie Mai, niuni) NEIö im Trommel von einer Seite (d. b. mit einem Fell überspannt). N^DE ist der Arabar, das sichim spanischen Atabal durch die Mauren erhalten hat. Rabba bar Nab Huna, erzählt der bab. Talm. (I. e.), bereitete für seinen Sohn (zur Verlobung oder Vermählung) eine N"VDjE5), indem der Gebrauch des Jrus in den Vespastanischen Kriegsunruhen von den Nabbinen verboten war; da kam dessen Vater (Nab Huna) und zerbrach sie; darauf fragte Rabba: darf sie mit der auf einer Seite bespannten Pauke umwechselt werdend Gehe, erwiderte er, mache sie für ihn zurecht auf der Mündung eines Kruges 6) oder auf der Mündung einer Kiste. ') Dieser Rabbi wollte weder das Verbot verletzen, noch den Gebrauch in Vergessenheit bringen, und substktuirte ein Hausgerath zu demselben Zwecke. Das Jrus war bei fröhlichen Anlässen so herrschend, daß bei Leichenbegängnissen das Klageweib zum Zeichen der Trauer (vielleicht anspielend auf Ies. 24, 8.) darauf saß, daher heißt cs Mischna Kelim' (1. c.): E£E D&iE ftEE rD&i:P n^XHi^’ das Jrus ist unreinheitssähig als Tr v v t : t t v Sitz, indem sich das Klageweib auf dasselbe niederlaßt. Da nun dieses Instrument vorzüglich bei Vermahlungen, oder was eben soviel gilt bei Verlobungen gespielt wurde, so dürfte das Etymon in DV"W Desponsatio (chal. D“1N,!)bbr. Piel : verloben) zu finden sein. pEEp^N/ griech. ovo^xi^svoq, angebundener Esel, d. h. Stütze, Maschine, zuweilen Stelzfuß. Mischna Schabbat VI, 8. Die Gcmara das. 66, a. liest pEEpiV während der jerus. Talmud der Lesart der Mischna folgt, wo der griechischkundige Rabbi Abuhu dieses Wort in DlOin ovos (Esel Stütze) und pEEp ^TLfLSvog (angebaut, angebunden) auflöst. Daß auch 17EN im Talmud als Maschine vorkommt, die zur Stütze oder Unterlage dient, beweisen mehre Grellen, z. B. 8 ju r 5) Das arabische ist nicht das Tamburin, sondern eine Art Cither, die mir einem Plektron gerührt wird. 6 und 7) Weder NDKH noch NPEp ist wie der Rabbiner Sachs meint, ein korvartiges Gefäß;'ersteres ist ein ir den e r Krug (s. Raschi Sukka 29, a) und letzteres ist das griech. ncctya, latem, capsa; als Maaß ist es der ^a^ccnrjg der 4 Sextarii oder 96 Unzen halt, und woraus das, von dem gelehrten Verfasser der Antwort an F. in B. (Littraturbl. des Orients Nr. S. 248) bemerke arabische gebildet worden. Diesem Gelehrten ist auch vollkommen beizupflichten, daß OII^N weder im Griechischen und Lateinischen, noch im Persischen und Arabischen zu finden ist. Das vom Rabbiner Sachs hervorgezogene Diminutiv vggig (Körbchen) ist um so mehr gezwungen, da das von ihm hingestellte vgog (Korb) kaum nachzuwcisen sein dürste. Selbst das v in vföig ist nicht einmal Stammlaut. V4VVUMVU|Vy'VVM.|vyvfl «WV..**'v«vyv -v. ~v v,,.v ..... pnlpl'1 2 * *?^ das Holz, worauf in der Schmiede der Blasbalg ruht, DTT) 21EN der untere feststehende Bodenstein der Mühle; daher pEEpJX, ienß Maschine, welche den fehlenden Fuß oder die fehlende Hand ersetzen soll. Da die Mischna verbietet, sich am Sabbat mit dem .pEEpON aus dem Privatorte (“PHTl Dltfl) m die Hauptstraße 51-1^“}) zu begeben; so erklärt es Rabbi Abuhu mit N2EN / Handmaschine, die (als ungelenk) die amputirte Hand bloß zum Schein ersetzt, während die Fußstelze dem Lahmen unentbehrlich ist, und dieses Verbot nicht stattsinden würde. Maimuni hält das Tonwerk pEEpJ in Mischna Kelim XV, 6. der Form nach identisch mit unserm Schlw. welches cimit: ^nnrf 'Q iniK rrjn 12 d. i. ein hölzerner Fuß, dessen sich derjenige beim Gehen bedient, dem der Fuß amputirt worden, erklärt. Diese Erklärung scheint bei oberflächlicher Prüfung nicht probehältig; denn 1) sind doch dem Lahmen die Stelzen zur Ambulation unentbehrlich, wie kann demnach bei diesem Umstande ein solches Sabbatvcrbot ctntrrten? und 2) wie unterscheidet sich pEEpjN von 2p mit der sich der Lahmein die cffene Straße begeben darf? Die Erläuterung des Rabbi Porat (llllO 2")»“]) in Tosesot zu Joma 78, b. Schlw. 2pD NiTP JJE>pH -1^ *) jedoch, der die Meinung des Rabbi Jose, dev auch den Gebrauch des 2p am Sabbat verbietet, damit begründet, daß das K a b nicht die Fortbewegung des Lahmen befördert, sondern den mangelnden Fuß blos scheinbar ersetzt, der Stab aber die Hauptstütze bleibt, verständigt uns zugleich die Worterklärung des Maimuni, der umgekehrt pEEp^N für den unbewegbaren Pseudofuß und 2p für die gangbefördernde Stelze hält, die Rabbi Jose aus besonderer Vorsicht dennoch mit jTVDIEp (Stöcke, Krücken) vertauscht wissen will. Diese Ansicht stellt Maimuni im Kommentar zur Mischna Schabbat (1. e.) heller heraus, wo er pEEpJ& als einem hölzernen Schuhe 1ED PSJE bpü ähnlich, erklärt und hknzufügt: fepn ^), DFD nr^nn, daß die Ambulation durch solche Schuhe nicht befördert wird; so ist das 12 "jW in Kelim nicht aktive Beweglichkeit, sondern bloßer Gebrauch als Pseudofuß, während die Fortbewegung durch Krücken geschieht. Wo die amputirten Glieder blos der Form nach ersetzt werden, ist keine Kraftanstrengung; daher bei Fußformen, welche vyny 7)1^n6 Hb Cf. Tosef Schab. 66, b.) anwendbar sind, und nicht durch Druck unrein (OTIE NEE) werden -). Anders verhalt es 1) Wenn dem Rabbiner Salomon Sachs die Abhandlung in Tosesot zu Joma t. c. bekannt gewesen wäre, so hätte er die Erklärung Malmrrni's nicht als willkürlich bezeichnet; denn es ist nicht ausgemacht, daß 2p und pEEpXS* Fußstelzen gleicher Form und gleichen Zweckes sind. 2) „Der Widerspruch — sagt Rabbiner Sachs — dm Rabbi Simson und Musasia (?) gegen die Annahme (daß pEEpl^ und pEEpO nach Aruch eins sek) geltend zu machen suchte, daß ]lEEp) in Kelim als NE CO und pEEp*6 in Schabbat als linE erklärt wird, schwindet, wenn man bedenkt, daß 21NE und NEE nicht von der Form, sondern