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Der Orient · 1840-08-22 · 34 (22.8.1840) · p. 529

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
34 (22.8.1840)
Article
Worte der Liebe und des Trostes ... [Rezension]
Date
1840-08-22
Page
529 (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken füc jüdische Geschichte und Literatur. RH 34» Leipzig, den 22. August R.84O» Literarische Ueb er sichten. Worte der Liebe und des Trostes von Liepmannssohn. Worte zum Gedächtnisse des Hochs. Königs Friedr. Will). III, v. Dr. Saalschutz. Israelitischer Ehrentempel von Feder. S. D. Luzzatto's Schriften. — Die Hauptdiffererizen zwischen Karnern und Rnbbaniten. — Ueber die neuesten Bibelübersetzungen. Die Salomonische Bibel. — Uebersetzungen der Mi sch na und des Talmuds (Schluß). — Rückblicke auf einige, die Schrift „Nabbinenwahl" betreffende Mißverständnisse von Dr. Lowvsitz. — Lit. Ankündigungen. Literarische Neberfichten. 17) Worte der Liebe und des Trostes, gesprochen bei der am 13. Juni 1840 durch das Hinscheiden unsers unvergeßlichen Königs Friedrich Wilhelm 111. in der Synagoge zu Essen abgehaltenen Gedachtnißfeier nebst Ordnung der Todesfeier von S. L. L i e p m a n n s s0 h n, isr. Lehrer und Prediger. Dortmund, 1840. C. L. Krüger. 18) Worte, zum Gedächtnisse des hochseligen Königs Friedrich Wilhelm II!., in der Synagoge zu Königsberg am 19. Juli 1840, gesprochen von Dr. I. L. Saalschutz. Königsberg, 1840. Grafe und Unzer. Unter den ephemeren erbaulichen oder homiletischen Schriften verdienen solche, die von einem wichtigen Aeitereigniß hervorgerufen werden, noch am ehesten eine Beachtung, weil daraus das Maaß der Theilnahme der jüdischen Bevölkerung an dem Schicksale ihres Vaterlandes, ihre Theilnahme an den Ereignissen des Tages entnommen wird. Predigt und Gottesdienst ist in der Neuzeit die religiöse Vertretung der jüdischen Gesinnung geworden; Gemeinden, welche einer solchen Vertretung entbehren, haben gar keinen Ausdruck ihrer Gesinnung, da ein politisch - bürgerlicher nicht vorhanden ist und auch nicht geduldet ' werden kann. Hr. Liepmannssohn hat die Todtenfeier in der Synagoge zu Essen als eine solche religiöse Aeußerung seiner Gemeinde bei der Landestrauer angeordnet, und viele vorzügliche jüdische Gemeinden des preußischen Vaterlandes haben solche Trauerfeier veranstaltet; nur die -großen Gemeinden, die in ihrer innern Aerfressenheit einer religiösen Vertretung entbehren, haben trotz ihrer Prunkenden Deputationen nur ihren Zndifferentismus in Bezug aus König und Vaterland zur Schau getragen. Die Ordnung der Feier wurde nach des Verfassers früherem Werkchen: „Betrachtungen und Gebete an dem Grabe entschlafener Eltern, Gefchwister und Lehrer (Minden, 1838) abgehalten, und zwar in folgender Weise: Vortrag der Psalmen 15.16. 20—22 als Einleitung zur Todesfeier, dann das Ablesen solcher auf den Tod bezüglichen Bibelsprüchen und einige Gebete, eine Predigt, der Weihe des Tages angemessen, und endlich Schlußgebet, das Menucha Nechona für den Hingeschiedenen, Äschere, Kadisch und die Psalmen 30. 43. 91. 102. 103. 111. 112. 121. 143. 150. und das Gebet für den Nachfolger. Viel einfacher und in der Rede gehaltvoller war die Todesfeier in Königsberg abgehalten, und das einleitende von den Rabbinen Meklenburg hebräisch verfaßte Gebet ist mit der Pfalmodie sehr passend für die bedeutsame Feier. — Und die schönste Krone ist die Krone des Verdienstes und des Nachruhms. 19) Israelitischer Ehrentcmpcl von E. B. Feder. — Olnkelsbühl, 1840. In vier Lieferungen. Dieser dem Hause Rothschild gewidmete Ehrentempel (was jedenfalls ominös ist) kündigte die Walther'sche Buchhandlung mit den Worten an: „Ein christlicher Freund der Israeliten hat die schwere Aufgabe übernommen, aus den ältesten Urkunden und Schriften, von mehr als 100 v. Ehr. an, die Großthaten und edlen Charakterzüge der Israeliten zu sammeln, in einem Werke zu vereinigen und somit dieser edlen Nation' ein bleibendes Denkmal zu setzen." Schon aus dieser Ankündigung ließ sich nur eine alltägliche Compilation erwarten, die, mit dem einheitlichen buchhändlerischen Resultat zufrieden, sich um gute -Quellen, noch weniger um die Berichtigung der Quellen kümmert, wie Hr. Feder fast selbst im Vorworte eingesteht; und wenn es in dieser Sammlung nicht wie beim babylonischen Thurmbau zuging, so ist es weniger ein Verdienst des Compllators, als der in der Neuzeit etwas reichlicher zufließenden Hilfsmittel. Für die Bereicherung der Wissenschaft ist natürlich hier nicht ein Senfkorn zu heben, keine historische Bemerkung, keine Berichtigung der Data, kurz gar nichts,

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