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Der Orient · 1840-08-15 · 33 (15.8.1840) · p. 514

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
33 (15.8.1840)
Article
Torat Mose. Der Pentateuch, oder die fünf Bucher Mose's ... [Rezension]
Date
1840-08-15
Page
514 (sequence 2)
Language
German
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515 Lit. Übersichten. Dr. Herxheimer's Pentateuch-Comment. Neue Ausg. des Magen Abraham. 516 ein aramäisches' Nomen, sondernder Definitiv von folglich falsch durch „Leere" übersetzt. — Sehr richtig wird hingegen bei (S. 4) die Wurzelsylbe p gesetzt, mit p zusammenhängend, also von den sich bewegenden, behendlaufenden- Thierchen; eben so (S. 9) die Grundbedeutung von OTN als kahl, glatt angegeben, mit dem listig, abgefeimt wohl Zusammenhängen kann. Falsch ist S. 21 das aram. pp für das hebr. EöTlK aufgefaßt, welches nicht" das Cedernland (!), sondern das Kurdische Gebirge bedeutet, wie der Araber (k^rpen.) auch hat, und auffallend W es,, daß Hr. H. hier gar NNs) gelesen.. Eben so unrichtig ist S. 26 als Adjectiv aufgefaßt, und noch unrichtiger mit „abgerissen" übersetzt, in welchem Falle es doch eine passivische Form hätte haben müssen. Das Adjectiv heißt (aus pE zusammengezogen), zerrissen, wovon das Femininum und, wird nie vom Abreißen eines Blattes gebraucht. In S. 49 ist die Endung nicht Majestätsplural, sondern die uralte, aramäische Adjectivendung für die gewöhnlichere p die sich noch häufig genug erhalten. Richtig wird |pj? S. 99 mit Ahorn übersetzt, und von DIJJ wegen der Entblößung seiner Rinde abgeleitet. lpOS.124 ist nicht Eunuch, sondern Diener, Mittelsperson, wie das aram. D^D, Npp, und “VIDID scheint nur die vollere Form zu 'seinwie die von ntnBV S. 137 wird pp, um die Erklärung des Onk. zu rechtfertigen, sinnig durch- Grube, Behältniß 8. v. u. p-V\ übersetzt; das Getreide wird im Orient in Gruben, aufbewahrt. Der Unterschied zwischen pitf und wird S. 141 sehr gut darin gesetzt, daß jenes das Sackzeug, dieses den eigentlichen Sack bezeichnet, was sich etymologisch rechtfertigt. Diese Beispiele reichen hin nachzuweisen, daß selbst, in Bezug auf Worterklärung sich hier so manches Eigenthümliche findet,, obgleich die Realien freilich immer die Hauptsache sind; dennochglauben wir, daß er nur für Juden und nicht für Christen bearbeitet ist, da für den christlichen Gelehrten die ganze Anlage hätte ganz anders sein müssen. Es wundert uns auch, daß der Druck so langsam von Statten geht, da dessen Beendigung in 10 Heften binnen Jahresfrist versprochen wurde. Mögen wir recht bald Gelegenheit haben, die folgenden Hefte hier zu besprechen. 16) rrn-TW pbw -©D, oder der bekannte .erste Theil der vier THJ? pp der unter dem Namen M a g e n A b r a h a m bekannt/ von Neuem mit einem Commentar P03TD b)n von Rabbi Jecheskel Landau vermehrt in Heften herausgegeben. Prag, 1810, kn der Landau'schen Officin. Dieses unter dem Namen Magen Abraham im Rabbinismus fast kanonische Werk ist für die Einen zu bekannt und für die Andern zu berüchtigt, als daß über sein inneres Wesen ein Urtheil hier am Platze sein möchte; wohl aber verdient die neue geschmackvolle, correkte und vielfach vermehrte Ausgabe der Ladau'schen Officin das Lobjedes Talmudisten und Rabbinen, abgesehen von der modernem heftweifen Ausgebnng, welche die Anschaffung sehr erleichtert. Mögen hier einige Worte über denjenigen Commentätor des Orach-Chajim einen Platz finden, nach welchemdasj ganze Werk (Magen Abraham) genannt wurde, namentlich so weit sich die gewöhnliche bei de-Rofsibefindliche Biographie ausder Vorrede des Sohnes., sich berichtigen läßt. Abraham Halewy (nicht Kohen, wie de-Rossi hat) Gumbinner war Dajan in Kalisch, wo er eine bedeutende Schülerzahl bei seinen talmudischen Vorträgen hatte, und er war mit den Vierstädte - Rabbinen seiner Zeit sehr befreundet. Sein Familienname war Gumbinner, weil er aus Gumbinnen stammte, hingegen Abele nur der populäre Eigennamen füv!Abraham ist, und' er müßtedaher in dem Wörterbuche entweder unter Abraham oder unter gedachtem Familiennamen erwähnt werden. Der berühmte Elija Spira, Rabbine in Tiktin und dann Prediger (Darschan) in Prag, Verfasser der Werke Elija Rabba und Elija Sutta, nannte sich sein Jugendfreund, und der.Verfasser des □'OED lP war sein Schwiegersohn. Diesen Commentar zum Orach C h aj.i m schrieb unser Abraham eigentlich nicht für die Oeffentlichkeit, sondern nur für sich zum eigenen Gebrauche; er selbst sagte oft zu seinen Zuhörern, daß wir schon an den frühern Commentaren zu viel haben, und wir hätten den Kummer von dm letztem nicht nöthig; aber was er im Leben nicht that, das führte sein Sohn Chajim aus, der in der Veröffentlichung etwas Verdienstliches suchte. Als er im Jahre 1682 ungefähr sechzig Jahre alt in Kalisch starb, kam das Manuskript in fremde Hände, wo es fast untergegangen wäre, wenn nicht die Vierstädte-Rabbinen dem Sohne zu seinem Eigenthume verhelfen hätten. Der Sohn bereitete.es zum Drucke vor, fertigte dazu eine Vorrede, die es früher nicht hatte, und benannte es Magen Abraham, ganz gegen den Willen des Vaters, der es als eine blos handschriftlich zu benutzende Sammlung btt'lW'* 13 nannte, welches so viel als DiTCN 0*1 bw heißt. Trotz der Empfehlungen der Vierstädte-Rabbinen aber, und obgleich sich dafür sehr viele Rabbinen Polens verwendeten, so wollte sich der gelehrte Buchdrucker S abbatai Baß (Verfasser von Sifte Chachamim und Siste Jeschenim) in Dyrenfurth doch nicht zu dessen Veröffentlichung durch, den Druck entschließen, wahrscheinlich aus Abneigung gegen die discussive Literatur dieser Art, die schon damat das Feld des Rabbinismus zu sehr überwuchert hatte. Nur durch Bitten und Zureden (Tos^ pnnoi BUfin» "UND nov sagt der Sohn in seinem Vorworte) entschloß sich Sabbatai zu dessen Herausgabe in Folio, im Fahre 1692,

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