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Der Orient · 1840-08-15 · 33 (15.8.1840) · p. 513

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
33 (15.8.1840)
Article
Torat Mose. Der Pentateuch, oder die fünf Bucher Mose's ... [Rezension]
Date
1840-08-15
Page
513 (sequence 1)
Language
German
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Literaturblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für jüdische Geschichte und Literatur. m 33. Lit e r a r iscke Ueb er sichten. Der Pentateuch - Commentar von Dr. Herxheimer, beurtheilt. Eine neue Ausgabe des" Magen Abraham u. eine Skizze über A b r, Abele Gumbinner. — Ueber die neuesten Bibelübersetzungen. Die Salomon'fche Bibel. — Rückblicke auf einige, die Schrift „Rabbinenwahl" betreffende Mißverständnisse von Dr. Lowositz. — Die fortschreitende Entwickelung der Kultur der Juden in Deutschland. — Lit. Ankündigungen. Leipzig, den 15. August 184«. Literarische Ueberskchten. 15) n&'O rniru Der Pentateuchs oder die fünf Bücher Mose's in correktem hebräischen Texte, mit rvorttreuer Uebersetzung, vollständiger Erklärung und erbaulichen und homiletisch benutzbaren Andeutungen, für Juden und Christen bearbeitet von Dr. Salomon Herxheimer, Rabbinen zu Anhalt- Bernburg. Berlin, 1839 — 1840. Lieferung I —III, Das Bedürfnis nach einer Popularisirung der alten Mur im wird so allgemein gefühlt und ist so nothwmdig für die wahrhaft wissenschaftliche Fortentwickelung der Bibel-Exegese bei den Juden, daß man mit Vergnügen jeden Beitrag zur Erreichung dieses Zieles aufnimmt. Die Exegese als Wissenschaft kann nur durch eine deutsche Bearbeitung eines Commentars gewinnen, da der dcutschschreibende Exeger unwillkürlich auf außerjüdische Bearbeitungen hingewiefen wird, durch welche er einen kritischen Apparat zur Aufhellung der jüdischen Quellen findet, und außerdem durch einen Reichthum an linguistischen und realen Bemerkungen das sonst sehr beschrankte Gebiet der Exegese erweitert. Größer aber noch als der wissenschaftliche ist der praktische Nutzen. Das jüdische Leben, sonst immer von religiöser Weihe gehoben, hat in der jüdischen Wissenschaft die Eigentümlichkeit gezeigt, daß die Exegese nicht ein ausschließliches Eigenthum der Theologen, od.er nur der Gelehrten, wie innerhalb des Ehristenthums, sondern ein Gemeingut aller frommen Juden wurde; der Kaufmann, der Handarbeiter pflegte sich sonst am Sabbat hinzusetzen und Stücke des -Pentateuch mit Raschi oder mit einem andern alten Kommentar durchzunehmen, und sie waren in der That dann bewandert und heimisch, da das Verständniß derselben von den ersten Elementen des Unterrichts an heranerzogen wurden. Seit Mendelssohn vertrat der für die Neuzeit passendere Biur die Stelle Raschi's, bis endlich in unserer Zeit, wo die Europa isirung des Judenthums so jäh herangereift, auch dieser fast verdrängt oder vielmehr unverständlich gemacht wurde. Ein regelmäßiger Religionsunterricht, der gegenwärtig in den meisten Schuten den ehemaligen Unterricht im Pentateuch mit seinen Commentaren abgelöst, die geringe Zeit/die jetzt auf den hebräischen Unterricht verwendet wird, hat eine solche Unkenntnis des Hebräischen bei der Masse verbreitet, daß man dem schlichten Juden das Verständniß eines Biur kaum mehr Zutrauen darf. Es ist daher ein schönes Zeichen der Zeit, daß man die fast entschwundene religiöse Weihe aus dem jüdischen Leben, die sich immer mehr verlierende Bibelkenntmß durch die Unverständlichkeit des hebräischen Commentars, dadurch abzuhelfen strebt, daß man deutsche Commentare in populärer Form, ohne Beeinträchtigung der Wissenschaftlichkeit, ausarbeitet, damit der moderne Israelit endlich wieder der Bibellectüre sich zuwende. Herr Dr. Herxheimer, der durch seine populäre isr. Glaubens- und Pflichtenlehre für Schule und Haus (zweite Auflage, Leipzig bei Nauk) bekannt ist, verdient für dieses Unternehmen daher die größte Aufmunterung, zumal dieser Pentateuch- Commentar mir vielem Fleiße und wissenschaftlichem Takte und ohne Bilder-Spielzeug gearbeitet ist. Da es hier zu weit führen würde, die vielen sehr gelungenen Ueberfttzungen hervorzuheben, so wird der Leser es entschuldigen, wenn ich hier über einige etymologische und grammatische Erläuterungen meine Bemerkungen herstelle. Die Nennwörter und DV3 ©+ 1. dürfen nie als Dualformen ausgefaßt werden, da erstens beide männlichen Geschlechts sind, was sie als Duale nicht wären (Q^m, D^n D^d), dann kann von den Singulären 'y, 'i'fcü/ der Plural durchaus nicht anders gebildet werden (s. Concord. S. 617. 1162). (das.) ist nicht 33

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