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Der Orient · 1840-08-08 · 32 (8.8.1840) · p. 507

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Journal
Der Orient
Volume
1840
Issue
32 (8.8.1840)
Article
Uebersetzungen der Mischna und des Talmuds
Date
1840-08-08
Page
507 (sequence 2)
Language
German
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507 Übersetzungen der Mischna und des Talmuds nach Wolf. b08 den Bau des Tempels von Lempereur. Leiden 1630. 4. Eine von Bartolocci angefangene Interlinear-Uebersetzung erwähnt Imbonat p. 148. Vgl. über diesen Tractat Waltons Apparat p. 198. — 51) Kinnim (Cap. 3. Mischn. 15). Uebersetzung von Surenhus. — 52) Kelim (Cap. 30. Mischn. 137). Uebersetzung von Lurennus. In einer Einzelausgabe mit Erläuterungen von Theod. Dassow, Mittend. 1696. 4. Auch übersetzt von Parthold Scheid, dessen Arbeit sich unter anderen talmudischen Mskrpt. desselben Verfassers bei Ioach. Morgenweg findet. - 53) rr6nft, Oholot (Cap. 18. Mischn. 143). Uebersetzung von Surenhus, auch im Mskrpt. von Balth. Scheid. — 54) DtyM, Negaim (Cap. 14. Mischn. 115). Uebersetzung von Surenhus. Deutsche Uebersetzung von I. Chr. Wagenseil in seiner Oomrnentat. de dialecto Judaeur Germ. Fälschlich erwähnt Meelführer, der sonst sehr genau ist, dieselbe als eine Lateinische §. 12, und behauptet, daß sie zu Sulzbach unter der Presse sei. Balth. Scheids Uebersetzung ist nicht gedruckt. -- 55) rHÖ, Para (Cap. 12. Mischn. 97), Uebersetzung von Surenhus und vor ihm von Scheid, doch ungedruckt. — 56) ITHnS?/ Tohorot (Cap. 10, Mischn. 92), Uebersetzung von Surenhus. Scheids Uebersetzung in Mskrpt. bei Morgenweg. — 57) jnfrOpE», Mikvaot (Cap. 10, Mischn. 71). Uebersetzung von Surenhus und vor ihm Scheid, dessen Arbeit nicht erschienen ist. 58) Witöa (Cap. 10. Mischn. 71). Uebersetzung von Surenhus. -ro9).jv-y>l03/ Machschirin (Cap. 6. Mischn. 54). Uebersetzung von Surenhus, Scheids Uebersetzung in Ms, — 60) CO], Sabim (Cap. 5. Mischn. 32) übersetzt von Surenhus. — 61) YV TebulIom (Cap. 4.. Mischn. 26), Uebersetzung von Surenhus. Eine andere Version, versprach M. I. Owmann am Schluffe seiner Bemerkungen zu dem Mischnacodex Drp, p. 195. Scheids Uebersetzung in Ms. 63) Iadajim (Cap, 4. Mischn. 22). Uebersetzung von Surenhus, von Owmann (mit Uebersetzung der Bemerkungen des Maimuni's Bertinoro's und Jom Tob. Auch übertragen von Balth. Scheid und versprochen von I, Ullmann. — 63) Okzin (Cap. 3. Mischn. ,26), übersetzt von Surenhus. Aus dieser Uebersicht geht hervor, daß die Engländer, Holländer und Deutschen im Uebersetzen der Mischna-Codices gewetteifert haben; mit welchem Glücke dieß bei den. einzelnen Völkern geschehen sei, darüber spricht sich Surenhus in seiner Vorrede zum ersten Bande der Mischna folgendermaßen aus: Und da jeder entweder nach, größeren oder geringeren Geistesanlagen urtheilt, so wird er auch eine verschiedene Erklärungsmethode versuchen: so z. B. wird er an Pocock's englischen Leistungen den breiten., minder zierlichen und wegen der vielen Sprachen, die der gelehrte Mann verstand, schwerfälligen und verwirrten Stil tadeln müssen; an den Werken Guise's die lakonische, erhabnere, gefeiltere und mehr dm Sinn als die Worte, ausdrückende Schreibart, so daß, wenn der Leser nicht lehr im Hebräischen bewandert ist, er bisweilen sich verwirren kann, indem er sich durch die Umstellung und die sublime Schreibart von der hebräischen Einfachheit zu weit entfernt; dieser Schwierigkeit kann man jedoch dadurch etwas abhelfen, wenn man eine punktirte Mischna hinzuzkeht. Bei den Deutschen dagegen eine weit reichere Schreibart, so daß man nicht sowohl eine Uebersetzung als vielmehr eine Umschreibung hat, mit Ausnahme, jedoch des gelehrten Schmid, der, weil er zu sehr dem Hebräischen sich anschließen wollte, in den Commentarien zweier Codices allzu dunkel und unverständlich wurde. (Dies kam jedoch daher, weil der damals noch junge Mann einen Versuch seiner hebräischen Kenntnisse machen wollte, wie aus der Zueignung an Iac. Wetter hervorgeht). In den holländischen Uebersetzungen indeß wird man Alles einfacher, zierlicher und dem Hebräischen mehr sich anschließend finden, So viel sagt Surenhus über die lateinischen Interpreten der Mischna im Allgemeinen; es würde gewiß der Mühe sich verlohnen, im Einzelnen über dieselben zu handeln, wenn wir nicht fürchten müßten, zu weit von unserm Vorhaben uns zu entfernen, Theodor Daffov in seinen Aovis Literar. Maris "Baltic, von Jahre 1705 pag. 91 verspricht eine Kritik der neuen Mischna? Versionen. Ich meines Theils stehe nicht an mit Heinrich Muhl (am Schluffe seiner talmudischen Philologie, welche dem 8ten Bande von Coccejus Werken eingefügt ist) zu behaupten, daß bisher noch keine ganz genügende Uebersetzung des Talmud erschienen sei. Der Leser, welcher eine ausführlichere Kenntniß der Interpreten und ihrer Verdienste sich zu verschaffen wünscht, wird mchreres finden in Joh, Fabricius Katalog der Fabricianischen Bibl. pag, 251 fg„ wo von Will), Guise, Rob, Sheringham, Hmr, Houting, Daniel Lund, Joh, Chr, Wagenseil, Constanr, Lempereur, Joh, Coccejus, Gustav Peringer, Joh, Leusden, Mich, Arnold und Will), Surenhus gehandelt ist, Auch spricht derselbe pag, 250 von Maimunr und Bertienoro, jenen beiden jüdischen Erklärern der Mischna, von denen wir im ersten Theile dieser Bibliothek gehandelt haben, Diese Nachrichten mögen hinreichen, una zu zeigen, wie viel ein Zeder zur Erklärung der Mischna beigetragen habe. Jetzt müssen diejenigen erwähnt werden, die etwas in dieser Art versprochen haben, aber durch das Schicksal oder durch Arbeiten abgehalten wurden, ihr Versprechen zu erfüllen» Zu diesen zahle ich Jacob Abendana, einen berührten Juden, dessen latein. Mischna - Uebersetzung sich findet in der öffentlichen Bibliothek zu Cambridge (dav. siehe Theil I. p, 1141), Diese meint zweifelsohne Sabbatai, wenn er am Schluffe von wo er eine Beurtheilung der lateinischen Mischna - Uebersttzungen giebt, die Engländer auffordert, die Uebersetzung der ganzen Mischna durch den Druck bekannt zu machen. Derselben Uebersetzung gedenkt auch Surenhus in der Vorrede zum ersten Band, und nachdem er die Nachricht davon erhalten hatte, bezeugt er, daß seine Zeit ihn von der Arbeit des Uebersetzens abgerufen habe, Daß der jüngere Borel mit Hilfe eines gewissen zum Christenthume übergegangenen Juden eine Uebersetzung der Mischna begonnen aber nicht vollendet habe, erklärt Christoph Arnold in seinem Testimonium Flarianum pag. 162. Willia m G urse, ein Engländer, wollte auf dieselbe Weise, wie er die sechs oder sieben ersten Codices

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