Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 32 (8.8.1840)
- Article
- Bemerkungen über die in letztverflossenen Jahren erschienenen deutschen Bibelübersetzungen
- Date
- 1840-08-08
- Page
- 504 (sequence 3)
- Language
- German
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565 Bemerkungen über die neuesten Bibelübersetzungen. Uebersetzungen d. Mischna u.d. Talmuds. 506 den. Euch aber soll nicht ausspeien das Land, weil ihr cs verunreiniget -), wie es ausgespieen das Volk, das vor euch war. Denn wer immer begehen mag von alt diesen Abscheulichkeiten, so sollen die begehenden Personen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. So beobachtet denn meine Vorschrift, auf daß ihr nichts begehet von den abscheulichen Gebrauchen, die vor euch begangen worden sind, und ihr euch nicht verunreinigt durch sie." I«. In Rücksicht der Erfordernisse einer Men Übersetzung sind mir (Heils in den gegen Heß und Schott bereits vertheidigten Stücken, theils in dm einzelnen Kapiteln, wo ich die Arbeiten im Lehrgeschäst benutzt habe, einige besondere Bemerkungen ausgestoßen, über die ich mir hier die Anfragen erlauben will. 1. In Rücksicht der hebräisch-grammatischen Begründung: a) vpj; m'ü nruN cpj ncpJNi (Jild. 16, 28.) Salomon: daß ich einmal mich racke wegen meiner, beiden Augen. Sachs: und ich will eine einmalige Rache nehmen wegen meiner beiden Augen. Bei allen diesen Wendungen bleibt das weibliche Drift in Beziehung auf das männliche Cpl, und verliert doch nicht den Begriff des Grundzahlenwortes, das niemals sein Hauptwort.als 1£Dj vor sich haben darf. Gesenius, der es (Lehrgeb. 163 1. <!.) unter die Idiotismen zahlt, scheint hier gleichfalls in der Auffassung des Satzes zu irren. Denn das an '•rWE kann nicht die Bedeutung haben, welche diese Ausleger hineinlegen; weil das Vergehen oder die Person, um derentwillen die Rache verübt wird, im Hebräischen mit dem Accusativ oder als "jCID gegeben wird; das O aber kommt nur an den Gegenstand, an dem die Rache vollführt werden soll. Die Deutung Wy we ge n meiner beiden Augen, ist daher eine Germanisi'rung. Darum glaube ich behaupten zu dürfen, daß das Wort DNft sich gar nicht auf beziehe, sondern auf und analog rPD- EpJ (Lev. 26, 25), TO? CH n&pj (f 79, 10) heißt es auch hier: laß mich Rache nehmen für Eines von meinen beiden Augen. Ob der Ausdruck laß mich bei der ersten Person, wo sie dcis optativische He hat, eine strenge Uebersetzung sei, mögen die Analogien entscheiden. Verewigter Mendelsohn! mußt du denn gerade bei uns so ganz übersehen werden? Hat dein niPift rbyti gar keinen Werth mehr? b) Ich habe EpJ HDpJftl mit Rache nehmen übersetzt. Denn es ist eine durchgeführte Eigenheit des 2) Das 2 hat bei Vergehungen auch die Bedeutung der bewirkenden Ursache, des veranlassenden Grundes (Num. 15, 28. 16, 26./ 2. Neg. 24, 4., Ez. 18, 24., Mich. 1, 5.). Hebräers, neben den Abstracten der Antworter, welche im Deutschen mit dem Ausdruck der Verrichtung, als: begehen, verrichten, a u s ü b e n, oblegen, t h u n, u. dgt. m. in Verbindung stehen, das Zeitwort selbst zu setzen, aus dem das Abstract gebildet ist, wie m cr6n, *idn “idn, nynn jjnn, raun ppn, rat? i“ijJ12t£f JDB'H, ncn^D u. dgl. m. Wie soll dciher- 112VN '21 (Lev. 25, 14.) übersetzt werden? Salomon: wenn ihr etwas verkaufet, Arnheim: wenn ihr eine Waare verkaufet. Mitten in der Verhandlung von Grundstücken ist wohl schon das etwas störend, störender und icreleitend ist noch der Ausdruck Waare. Waare ist ein beweglicher Gegenstand, der zunächst die Bestimmung zum Handel hat. Darum schließt hier der Ausdruck ein, was dem Originalsinne nach ausgeschlossen, und schließt aus, was gerade einzig und allein gemeint sein soll. Der Analogie gemäß würde ich übersetzen: wenn ihr einen Verkauf machet. (Fortsetzung folgt.) Uebersetzungerr der Mischna nnd des Talrmrds. (Fortsetzung) 44) nnnr, Bechorot (Cap. 9. Mffchn. 73). Uebersetzung von Surenhus. — 46) j'PHJ?, Erachin (Cap. 9. Mifchn. 50). Magnus Ronnow, ein Schwede, begann die Herausgabe dieses Tractats mit dem Commentar des Raschi und den Bemerkungen der Tosesot, wie auch Piske Tosefot, mit einer latem. Uebersetzung. Utrecht, 1690 fot. vollendete jedoch dieselbe nicht; das ganze Manuskript blieb zu Amsterdam, wie hervorgeht aus Surenhus in „Holmia Literaria" befindlichen Briefen. Thl. 1, p. 4L. fol. In der Vorrede zum 5. Bande der Mischna bei Surenhus, wo dieser Traktat sich findet, ist Ronnow's keine Erwähnung geschehen. — 46 JTYlEri/ Temura (Cap. 6. Misch«. 35). Uebersetzung von Surenhus. — 47) Moila (Cap. 6. Mischn. 38.). Uebersetzung von Surenhus. Lateinische Uebersetzung der Gemara vollständig in Manuskript von I. N. Cnollen. S. unschuldige Nachrichten 1710 p. 363. u. 1717 p. 268. — 48) mrP^P/ Keritot (Cap. 6. Mischn. 38). Uebersetzung von Surenhus; überdieß latein. von I. Ullmann. Straßburg 1663. 4. — 49) Tamid. Hebr. mit bca Büchern Jezira und Sifra deZeniuta, Amsterd. 1713. 12. Mit latein. Paraphrase von G. Peringer, 2Utorf 1680. 4. Mit Noten von M. Arnold, Dr. der Theologie zu Hartem, Frrnecker 1680. 8. Die Uebersetzung des Letzteren behielt Surenhns bei. — 50) n'."!£A Middot (Cap. 5. Mischn. 33), hebr. mit latem. Uebersetzung (die auch Surenhus beibehielt) mit Ne Len und Figuren über