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Der Orient · 1840-07-18 · Heft 29 (18.7.1840) · p. 218

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Journal
Der Orient
Volume
1 (1840)
Issue
Heft 29 (18.7.1840)
Article
Arabien: Untergang der Beni-Karisa ...
Date
1840-07-18
Page
218 (sequence 2)
Language
German
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zum Blutvergießen beschönigend. Ein großer ^Theib der Beni-Aus bekannten sich zum Judenthume fast seit ihrer Einwanderung iw Medina, de^> andere Theii gehörte zu den ersten Anhängern oder Ansar's des'Propheten-, und unter dem jüdischen Theil der Veni-Aus war ein Mann, Kaab Ben Eschref mit Namen, einer der. wichtigsten und bedeutendsten des Stammes und eben dadurch Muhammed am gefährlichsten. Sehr gelehrt und beredt, reich und wohlthatig, der schönste Mann seines Stammes und daher beliebt, war seine Feindschaft gegen den Lügenpropheten von Bedeutung. In Mekka, damals noch die seindlichgesi'nnteste Städte gegen Muhammed, lebte damals eine ansehnliche und bedeutsame jüdische. Gemeinde, und mit siebzig Juden dieser Ge- , nreinde.:unterhielt, der angesehene Kaab eine Verbindung.' mit, den? Häuptern der Koreisch wider Muhammed. Der Judaismus dieser Gemeinde, wie überhaupt, aller, jüdischen-Stamme-in Arabien, war noch nicht zu jenem spatern Partikularismus herangebildet, wie man ihn inspäterer Zeit findet; das Judenthum war nationalarabisch, daher bekehrend und lockend, und an den Kämpfen, und- Schicksalen. Arabiens lebhaft, theilnehmend.'. Kaab B e n- E sch ref betrauertein. Elegien die? Erschlagenen von, B e.d r> die. gefallenem Gegner; Muhammed-sz. wie? früher die? unglückliche-jüdische Dichterin Aßm.a goß-. auch?er in? Satyren gegen den Propheten seinen Unmuthüber diesen. Raubzügler. aus- undfast: gelangesrihm, ihn? zum: Gegenstände des- Spottesc bei seinen Gegnern-zu machen^ Dabei regte er-durch Schrift?und' Rede wider den neuen-Glauben auf, den Götzendienst der? Beni- Koreisch - hingegen schonend , und - Muhammed ruft darüber in einem Koranvers unmuchig aus- (4: Sura, V4 49) : „Siehest du nicht jene , denen ein Theilder-Schrift (der Pentateuch) gegeben worden! Sie glauben.«an Schebet^ und Dngon und sagen-vonden Ungläubigen: sie sind besser-geleitet, , als diean-den Prophetenglauben." Um diesen mächtigen. Feind zuvernichten griffl Muhammed^ zu^ seinem - Lieblingsmittel, zndem- Meuchelmorde, und durch den-Ausruf-unterseinen Anhängern: „O-welcher Wackere-wird den Kaab Ben Eschref vernichten?^ suchte, er zu diesem Zwecke Meuchelmörder zu werben-. Ein- Neffe des^ Kaab, Muhammed?Be\v Mosle.ma• mit Namen, bot sich zum- Morde seines Oheims dar, der Prophet-gab ihm A bu Naite und:- nochdrei Meuchler zur Seite-, die er-an-, führen sollte, und. aneifernd zur blutigen- That' entließer sw zu Bakii mit den Worten: „Gehet-nun in Gottes Name,- Gott helfe euch:!" Die Meuchler suchten. K a a b aus - in - seiner. prächtigen Burg- und - suchten ihn dadurch zutauschen, daß sie sich als-Abtrünnige. Mn hammeds^'stellten, dienach - einer- Verbindung? mit ihlm strebten. Kaa-b? Ben Eschref 'trauete ihnen nichts ihre^Weibev-und Kinderals Bürgschaft begehrend, da -stellte ihm Abu-Naite vor, daß-.nach? den-Begriffen der Ara- . der Weiber zn verpfänden entehrerld sei, vorzüglich da die Weiber bei seiner Schönheit auch noch gefährdet wären. K.a.ab glaubte nicht, daß der einmal erwachte ' religiöse Fanatismus - soeine ganze? Hölle voll Bosheit .herauszubeschwören im Standesei, daß die Grundelemente 'der arabischen Sitte umgekehrt werden können, er glaubte - ihnen großmüthicp und nahm sie alsseine Gaste aus. Abend beim Mondenscheine spazierten siebei der Burg, .da sagte. Abu-Naile listig zu Kaab: „deine Haare 1 duften köstlich; erlaube, daß ich, sie berührend, meine "Hand durchdufte", und Kaab war verblendet genug es Ms erlaub e-m.. Da riß ihn Abu-Naile von hinten beim Haare nieder, die andern Mörder sielen von beiden Seiten'an , so daß die Schwerter auf einander, trafen - und? zerbrachen, bis endlich der Neffe ih.m,sM. Schwert, -.ins- Herz, stieß',, und? dann? den Kops abschnittt Den? andern Morgen kehrten, die Meuchlerzu dem Propheten .zurück', der ihnen ungeduldig schon von Ferne zurief:- „Geht, es den- Gesichtern wohl?", worauf der. Mörder? 'mit: - „Wohl--gehe-es?dem Deinen^ entgegengrüßte-, den^ Kopf Kaabs dem Muhammed vor die Füße werfend. Hierauf veranstaltete der Prophet ein Seitenstück zudieser niedeccrachtigen That. Ein reicher jüdischer Kaufmann Abu-Rafii, welcher im Gebiete von Chaibar an-der--Grenze? von Hi.dschü.s in einer-festem Burg wohnte-, war. seiner Reichthümer wegen das: ausersehene Schlachtopfer,. welches drei Meuchelmörder- Ab doll ah Be-n? Aatik- AbcdD/llah- Ben? Enis? und' Abu.- Kio twdK.wegschaffen-- sollten.? Die Mörder schlichen-, sich: Nachts? im. die Burg,., wo gerade der unglückliche. Abw- Rasii aus der. Höheder Aussicht eben durchs einen Mahrchenerzahlee.- in- Schlaf gelullt worden.? Als er. fest, schlief: wurde? die Thal? (im 3. Jahr d; H.) vollbracht. Diesem Menchelmord im. Kleinen suchte nun der Prophet auszudehnen, und der -obenerwähnte Stamm der Beni -K ar i.sm war daserste Opfer-dieser Erweiterung. Der ganze Islam zeigt sich als eine Pflanze der' Hölle, deremGedeihen nur durch Blut und Laster gefördert'werdenkonnte. Da Abu-Rafii im Gebiete von Chaibar/ semr-Burg.hatte,.so. wurdemdurch diese That'die Judenvon Ch'aiba c-hinc-ingezogen. (F. ft) Deutschland. 7t Juli. Sie. erhalten-hier für dm- Orient, der: so gern Aktenstücken der jüdischen Culturgeschichte den-Raum seiner Spaltenöffnet, eine - vom Vorstände, des- Cultus.'hiermit-.großer-. Schrift erlassenen? Bekanntmachung- und? eiw Regulativ?- wegen. Abschaffung des?- Mizwotverkaufsvondem -Vorsteher - CoWgium, aus-' welchen Sie,wohl weniger dendürftigen/ armseligen^Fdvt-- schritft als : vielmehr?-das' noch:reichliche wuchernde Unkraut desMißbkauchs erkennen werden^ ^Es^ist aber jedenfalls' einmerkwürdiges^ Zeichen: der- Zeit, wenigstens? für die

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