Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 28 (11.7.1840)
- Article
- Dine Shechita von Ahron ben-Elia dem Jüngeren
- Date
- 1840-07-11
- Page
- 434 (sequence 2)
- Language
- German
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435 Dine Schechitha v. Ahron B. Elia. Lit. Analekten. Erläuterung (alm. Wörter. , 436 33, 25). Summa: Nachdem der Tempel zerstört ist, hat an dem vernunstlosen Lebenden ^D) schlechthin keine nt^np Statt, und in unserer Zeit, d. i., in der Zeit des Exils, ist es verpönt, .auch EP^PI in Jerusalem, der Stad't' Gottes rc., zu schlachten und zü essen." Das zweite Schzrav handelt über das Wie der Form der Schechitha. Erstes Capitel. Die nwnVr versch. von rc., ist die Durch- . schneidung der Luft-, der Speiseröhre und zweier Ädern; die Durchschneidung dieser vier D^D ist zur Entfernung des thierischen Lebens unumgänglich nöthig. Die Sche- Mtha gehört weder unter die positiven Geböte, die durch die Thora neugegeben, noch die durch hinzugefügte Bedingungen restringirt, noch die auf eine bestimmte Zeit sixirt sind; sie ist traditioneller Minh ag, wie denn Israel auf drei Basen steht: irre, U'pn und rZD. Nähere anatomische Angaben des DIpE* Zweites Capit-el. Zur Schechitha reicht'nicht, wie ein Theil -der Rabbaniten annimmt, die blose Durchschneidung des PDp und zu, da der Zweck die Ausleerung 'des Blutes und die Erleichterung des Schmerzes 'des Thiedes ist. Auch beirb Geflügel (bei dein die Rabbaniten > dasselbe zwischen Vierfüßler und Zische stellend, : die Dutchschneidüttg -nur Eines annehmen) ist die Durchschneidung Zaster 'vier möthig. Die Durchschneidung muß eine 'offenbare, deutliche, wenn auch nicht -bei allen -eine völlige sein. -Drittes Capitel. Die -zehn Dinge, 'welche die -Schechitha quantitativ, qualitativ und löcaüv verderben, rttit Anführüngett ''der ^rabbanitischen Differenzen. Viertes Capitel. Die Schechitha 'des Geflügels und Vechältniß 'der np>bö zü derselben. Die Np^E ''war nur beim Brand- -und Sünddpfer gebräuchlich und ist keineswegs mit der Schechitha ' identisch. Verschiedene Meinungen --derer, welche'Hlp^o ' und unterscheiden, und 'die erstere - entweder für ein Surrogat oder für- 'ein Additament zu letzterer bei der Opferung des Geflügels halten. Dcks Hvitte Schltirv handelt über ^das -Instrument des Schlächtens, und besteht' aus nur Einem Capital. Wir hoffen, daß der philosophische Inhalt des - folgtzndM 'Schssar: -den: 'Leser -fürdie Trockenheit Und-Trivialität der -beiden ' beschriebenen - entschädigen'wird. Um - sehr hälifig. Der'Münchner Codex des 'fV/' den ich verglichen und im Serapeum Nr. 14. 15. weitläufig beschrieben, beweist,' daß viel Fehler in den Bibelcitaten auf Rechnung Ahrons zu schreiben sind; denn es ist unwahrscheinlich, daß dieselben Fehler von mehreren Abschreibern zugleich und in denselben Stellen begangen worden seien. Auch der Jenaische Cod. des rmft;1rD‘ bietet solche Abweichungen der Citate vom biblischen Texte dar, und Kosegarten (Korona I.6Ai8 S. 73) bemerkt: „utrum sioo OLeitationeUdrurii Lnindili^tzntia Aharonis factum sit, id in opinione relinquimus." das diesmal Gebotene wenigstens einigermaßen zu würzen, machen wir aus eine ungewöhnlich geschmackvolle und modern gelehrte rabbanitische Behandlung der Dine Schechitha aufmerksam, die unter dem Titel )PP TD];lS32;^ vom Werf., Isach di Meir Coen den SS. Isach Bembaron und Arigiolo Dtssegm\ den Direktoren des Instituts Talmud- To ra in . Livorno', / gewidmet ist. Besonders werthvoll an 'dieser neuen, halb Wräischen, halb italienischen Behandlung eines bis zum Ekel besprochenen Gegenstandes sind die hebräisch-italienischen Tabellen sämmtlicher a n atow-i'säse'r Termen, die durch beigefügte Wographische Tafeln erläutert sind. Man sieht daraus, wie reich der hebraoaramaische Sprachschatz auch für die vergleichende Anatomie ist. Der Philolog, namentlich der Lexikograph, muß nothw'endigerweise, um eine vollständige Anschauung der Sprache für alle Zwecke zu gewinnen, auch solche an flch unerquickliche Gebiete durchstreifen. ^Fortsetzung folgt.) ' Literarische Analekten. I Erläuterung emiger talmudischen Wörter von Salomo7i Sachs, Kreisrabbiner des Saazer und Elbogner Kreises. (Aus einem Privatbriefe.) In den literarischen Analekten des Orients Nr. 16 wird die Behauptung -ausgesprochen, daß - die wahre Bedeutung des in der letzten Mischna zu Sota vorkommcnden Wortes -selbst den Talmudisten unbekannt war, und daß dasselbe weder im Griechischen 'und Lateinischen, noch im - Persischen und Ara- ' bischen zu finden sei.: Nehmen wir aber an, 'daß die Talmudisten, so wie die alten Griechen und Römer, die musikalischen -Instrumente nach ihrer Figur und äußeren Form benannten, was auch aus Mischna -Kelim, Abschnitt >15, Misch. 6, wo mehre musi- -kalische Instrumente von ihrer Figur den Namen 'tragen, -deutlich erhellt/ so-scheint das Wort DV?& nichts anders als -das griechische vqos/ obci das Diminutiv. (Hand--Tragkorb, und andere Gefäße dieser Art) zu sein, das -hier anstatt des ihm gleich gestalteten Instrumentes gebraucht wird, und daher die verschiedenartige Erklärung der Amoraim N’pEp, , und weil das griechische Wort, das sie'kann, ten/auf jedes dieser korbartigen Gefäße anwendbar ist. Denn ^daß unter Irüs ein'mirsskalsschcs Instrument zu'werstehen 1) Das aber nicht ' nur zur Nelüstr'güng bei Bermählun- ' ÖttV wie der Berfassrrjmes Artikels' meint; sondern ' auchzur -Rührung bei Trauerfällen gebraucht'wurde, wie aus der angcführten Mischna eben ersichtlich.ist. . O