Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 27 (4.7.1840)
- Article
- Uebersetzungen der Mischna und des Talmuds
- Date
- 1840-07-04
- Page
- 427 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/8555529-9891396-9891441-2362932--0549-2362956- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
427 428 Uebersetzungen der Mischna und des Talmuds bis 1720, nach Wolf. ihn mit andern Traktaten herausgab, Straßburg 1663. 4. 29) Nasir (Cap. 9. Mischn» 60). Uebersetzung von Surenhus und vorher von Joh. Ullmann. — 30) TKOlD, Sota (Cap. 9. Mischn. 67). Der hebräische Text mit Übersetzung und Auszügen der Gemara aus dem Buche En-Jakob und einem umfangreichen, trefflichen fortlaufenden Commentar, von I. C. Wagenseil, Mors 1674. 4. Diese Uebersetzung nebst dem Commentar, mit Ausnahme jedoch der Gemara-Excerpte, gab wieder Surenhus. Die lat, Uebersetzung einiger Stücke aus dem Texte der Mischna führt Wagenseil (zu Sota, pag. 69 sg.) an zur Vergleichung mit seiner Interpretation. Sie soll irgendwo in Deutschland erschienen sein und ist vielleicht dieselbe, die nach Meelführer (Prodromus Gennan, Oriental, pag. 4) den vormaligen Frankfurter Professor I. C. Beckmann zum Verfasser hat. Conrad Pellican's Uebersetzung ist' nie erschienen; Meelführer (Abhandlg. v. d. Talmud-Uebersetzungm §'. 9) nennt sie ein sehr schwaches Produkt, woraus ich schließe, daß erssie selbst gesehen haben muß. —- 31) &OD Rüp.t Baba-Kama (Cap. 10. Mischn. 29). Ueb ersetzt von Conftantin L'Empereur mit Noten, Leiden 1637. 4, pp. 306. Derselbe erklärt in einem Briefe an Chr. Schräder, den Ritmeier am Schlüsse der Clavis Gemarica des N. Etijakim Panzi bekannt gemacht hat, daß er die beiden letzten Bücher von den gerichtlichen Gesetzen übersetzt habe. Die Uebersetzung derselben verspricht Theodor Dassov (t. c. pag. 90). Den Geniara-Text des hat lat. übersetzt Joh. Walter, als er noch ein Jüngling war (S. Meelführer zu Alnrelovens Bibl. pag. 157.) - 32) drpW Baba-Mozia (Cap. 10. Mischn, 101). — 33) Baba-Batra (Cap. 10. Mischn. 86). Diese beiden Codices finden sich nach Surenhusens Uebersetzung in seinem Corpus Mischnieuni. Es laßt sich kein Grund finden, mit Io. Conr. Hottinger diese Uebersetzung dem L'Empereur zuzuschreiben; da Surenhus in der Vorrede zum 4. Baude seines Corp. Mischn. deutlich erklärt, daß er nach L'Empereur-s Vvrbilde bei den einzelnen Mischna-Abschnitlen kurze Inhaltsverzeichnisse gegeben habe. ~ 34) Sanhedrin (Cap. 11. Mischn. 71). Lac. Uebersetzung und mit Excerpten der Gemara (genommen aus En-Isra<rl) und Noten von Joh. Coccejus, wobei sich auch der folgende Traktat findet, welchen siehe. Die Mischna war vorher schon in einer lat. Uebersetzung erschienen von Paul Riccius, Augsburg 1619. 4. eine nach- Joh. Selden's Urtheil (in dem Prolog, zu seinem Werke de Successione in bona defunctoruni) ungründliche Arbeit. Vcrgl. den Artikel Paul Riccius irn 1. Theil v. I. C. Wolf's hebräischer Bibliothek. Conrad Pellican's lat. Uebers., die auch die zwei ersten Capitel der Gemara enthält, ist nie erschienen. Die ganze Gemara übersetzte ins Lateinische Joh. Wülfer, als er noch ein junger Mann war (Meelführer in den Zusätzen zu Almeloven, pag. 157). Das 11. Cap., das den Titel führt, erschien in einer deutschen Uebersetzung des Ex-Israeliten Christian Gerson zu Helmstädt 1610, 8. .unter dem Titel: Chelek, oder talmudische Schätze der Juden. Der Verfasser führt in seiner Vorrede sechs Gründe an, warum dr speciell dieses Kapitel übersetzt habe, nämlich: 1) weil in demselben Christus erwähnt wird, was sonst die Juden zu verneinen pflegen; 2) weil die drei Glaubensartikel: von der Rechtfertigung des Sünders, von der Auferstehung der Todten und vom Messias zur Sprache kommen; 3). weil über 600 Bibelstellen des A,T. angeführt werden u. s.w. Einen großen Theil dieses Kapitels, das vom Messias handelt, hat in einer lat. Uebersetzung Gilb. Gcnebrard in seine Sammlung von Stellen aus Maimonides, Targum und Chelek, die vorn Messias handelnausgenommen. Paris 1572. 8; auch Seder Olam Suta, und am Schluffe der Chronographia, pag. 90, wo jedoch zu bemerken ist, daß sich hier nicht sowohl das Kapitel selbst als vielmehr dasjenige findet, was R. Jakob ben Chabib in Bet-Israel über diesen Gegenstand gesagt hat» -7-7 Massechet Sanhedrin der babylonischen Gemara findet sich in einer Handschrift als Reuchlin'sches Vermachtniß in der Durlaeh'schen Bibliothek. Reuch. hielt sie für eine jerusalemische Gemara, wovon das Gegentheil nachweist I. Heinr. Majus in, dem Leben Reuchlins p. 538 fg, — 35) jrop, Makot (Cap. 3. Mischn» 34). Mit einer lat. Uebersetzung, Excerpten aus der Gemara und ausführlichen Noten, sowohl eigenen als auch von hebräischen Commentatorcn entlehnten, gab diesen Tractat heraus Joh. Coccejus, 1. Ausg. Amsterdam 1629 in 4., sodann in der Gesammtausgabe seiner Werke (Amsterdam, neue Ausl, zu Franks. a.M.) im 7. Bande mit Dr. Heinrich Mnhl's Apologie des Talmud, worin er erinnert, daß er Vieles im hcbr. Text aus der Vergleichung der Venetianischen, Baseler und Amsterdamer Ausgabe verbessert, bisweilen auch die lat» Uebersetzung emendirt habe. Thomas Brodäus soll die Codices Sanhedrin und Makot mit dem Traktat über den Sabbat im Jahre 1627 in 4. herausgegeben haben nach Jmbonats Angabe in der lat. - hebr. Bibliothek, doch wird die Wahrheit dieser Angabe vielleicht in Zweifel zu ziehen sein. Vgl. Ancon Wood in Oxford's Alterthümern B. 2. pag. 242. Coccejus' Uebersetzung und Noten behielt Surenhus bei. Ueber eine Einzelausgabe des hebr. Textes mit eingefügter deutscher Uebersetzung, vgl. das Museum neuer Bücher, Thl. 14. pag. 98. — 36) Schebuot (Cap. 8. Mischn. 62). Uebersetzung von Surenhus und vor ihm von Joh. Ullmann, der ihn mit 5 andern Tractaten übersetzt.herausgab zu Straßburg 166,3. 4. Lorenz Odhel in der Vorrede zur Synagoga ßifrons, versprach eine lat. Version mit Noten. 37) rYPHy, Edujot (Cap. 8. Mischn. 74). Uebersetzung v. Surenhus. Einzeln mit Maimuni's Commentar zu Venedig erschienen nach Plantavitius aus dem venetianischen Catalog geschöpfter Behauptung; auch mit dem Commentar des R. Abraham Halewy ben David, nach demselben p. 387. — 38) nvhlPI# Horajot (Cap. 3. Mischn. 20)» Uebersetzung von Surenhus, auch von M. Christ. Ludovici, Leipzig 1696. 4. in Disputationen. — 39) m7 TT\)2y, Aboda-Sara (Cap. 5» Mischn. 50). Mit lat. Paraphrase herausgegeben v. Gustav Peringer, Mors 1680. 4. auf Wagenseils Veranlassung, wie er selbst bekennt in seiner Confutatio'Toldot Jeschu (in