Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1840
- Issue
- 27 (4.7.1840)
- Article
- Probe einer etymologisch-lexicographischen Uebersetzung des Seker Rab Dionysius Musafia's
- Date
- 1840-07-04
- Page
- 419 (sequence 3)
- Language
- German
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'421. LiL. Übersichten. Das C a h en'sche Bibelwerk. Jüd. Geschichte zur Zeit des Jwemia. 422 wirr ihres Wipfellaubdaches, ihres verwickelten Geästes, ihrer m'ederhangenden Zweige, ihrer schütternden Ranken, ihres sanftrauschenden Blatterwerkes, ihrer wurzelsaugenden Sprößlinge, ihrer gekrümmten Zanken, ihres Gezweigs und Aweiggeschlinges, ihres überschattenden Laubgehänges, ihrer blühenden Reiser, ihrer verzweigten Belaubung, ihrer Scnkreise, ihrer in einander gewobenen Absprossen, ihrer ausgestreckten Schößlinge, ihres Rankengewebes, ihrer schwirrenden Ringlein, die nun beschnitten werden von dem Entzweigenden und Zweigestoppelnden, mittelst Beil, Barte, Baumsäge und Axt, die da sondert, abtrennt, abreißt, abschneidet, abhauc, abspaltet, abschlägt, tilgt, abscheert, abschnitzt, abhackt, abscheidet, ausbaut, wegschafft, schneidelr, wegfegt, wegsäbelt und weggäter, abschnitzelt, abkneift, wegrafft, abkneipt und abzwickt, ablöst, leshackt und losmäht, abknappt, abkappt, abkürzt, abklafft und abkeilt. Das abgcspellte,, abgebäumte, abgehauene Holzwerk verarbeitet man dann zu Tafeln, Bohlen, Dielen und dünngehobelten Bretern, die gesägt'werden mit der Säge und zugehauen mit Zimmcraxt und Handbeil. Man bezeichnet sie mit Röthel und Bergzinnober, um zu bauen und Zusammenzuzapfen Arten, Laden, Kastenschiffe, Kleiderschränke, Melkkübel, Hebebäume, Tragstangen, Krücken und Tische. Wenn du nun sitzest an der Tafelrunde, so präge wohl deinem Gedächtnisse ein den S p ei se m ei st e r, welcher zurichtct und zurechtstellt und in Bereitschaft setzt, in bestimmter Weise und bestimmter Zeit auftragt, zurüstet und austheilt das Gericht, den Antheil und das Stück von Brot, Speise,. Angemessener Kost und Mahlzeit, das dich speisen, dich beköstigen kann, und soviel Nahrung und Roggen, als dich erhalten kann. Literarische Uebersichterr. 6) La Bible, traductiort nouveile, avcc i’hebreu eu regard etc., par S. C a h e n, Tome dixieme etc. (Schluß.) Mit schnellen Schritten ging setzt der Staat seinem völligen Untergange entgegen. Der Thätigkeit eines staatsklugen und energischen Königs hatte sich bei der zerrissenen Lage des Reiches ein weites Feld geöffnet; allein Ze.dekia ermangelte der Einsicht; er war schwach, ohne alle Thatkraft; und der chaldäische König mochte darum glauben,, gut gewählt zu haben. Eben dadurch aber wurde Zedekia zum Spielzeuge seiner Rathgeber, gegen die er nach seinem eigenen Gestandniß (Jer. 38, 5.) nichts vermochte, vor denen er sich fürchtete <a. a. O. VV. 24, 25.), die ihn völlig beherrschten. Es waren viele Wunden Zu heilen; aber mehr, als je, war man über die Mittel uneins; 'und die Partheien stellten sich immer schroffer einander entgegen. Das unglückliche, erliegende Volk seufzte nach Ruhe und Erholung; seine treuen Berather, die wenigen wahren Propheten, bestanden auf gewissenhafter Beobachtung der gegen Babel übernommenen Verpflichtungen, welche die Fortdauer des Friedens bedingte; die Vornehmen dagegen, die Volkshäupter, und die Reichen, welche, man mag nach dem Verhältnisse rechnen oder nicht, durch die Erfüllung des Vertrags am meisten litten; -7denn jetzt konnten sie nicht mehr vom Gur der Aermern schwelgen; vielmehr stoffen ihre eigenen Schätze als Tribut nach Babel — bearbeiteten den König und die Menge zur Empörung gegen die Chaldäer, vor deren Rache Schutzbündnisse mit den Nachbarstaaten sichern sollten, und wirkten gegen die Volkslehrer, die aus diesem Plane den Untergang des Staates weissagten, ein Strafgesetz *-) aus, welches jedoch, da die Seher am Volke, an einzelnen Vornehmen (Jer. 26, 16.24.) und Priestern (Jer. 29, 29.) einen Rückhalt hatten, obschon gelind abgefaßt, doch noch lässig genug vollzogen wurde. Während man aber so das Volk rrreführte', und die patriotischen Redner durch Zwangsmaßregeln schreckte, trug auch die Religion selbst das Ihre dazu bei, das Vertrauen auf Gott in der Bürger Brust zu entwurzeln, die Thatkraft zu lähmen, und die Hoffnung zu ertödten. Noch althebräischer Lehre, welche die Schuld, als Kehrseite der Strafe, für etwas Aeußeres ansah, das übertragen und Andern zugerechnet werden könne, drohte das Gesetz, um desto kräftiger von Sünden, besonders des Götzendienstes, abzuschreckerr, Ahndung derselben an Enkeln und Urenkeln (2 Mos. 20, 5.). Der Gesetzgeber harte eine zarte Saite berührt, die Liebe jedes menschlich Fühlenden zu den Seinen; und er konnte sich von diesem Motive Erfolg versprechen. Blieb er aber einmal aus, — und ausgeblieben war er, als Manasse und sein Volk der Abgötterei huldigten — so konnten die Wirkungen jenes Satzes, sobald die Strafe eintraf, keine andern sein, als-eine zur Verzweiflung steigende Entmuthigung und fühllose Ergebung in das unabwendbare Geschick. Selbst Jeremias hatte früher das Unglück des Staates als Folge von Manaffe's Sünden dargestellt (C. 15, 4.) und spater (Klagl. 5, 7.) behauptet er von Neuem denselben Satz, dessen moralische Folgen schon allein jene Entfremdung des Volkes von seinem Gott und seiner Nationalität streng genug gestraft haben würden. Jetzt nämlich zog das Volk im Gefühl seines Elendes, und in dem nur allzuftarken Bewußtsein, seine unheilvolle Lage nicht selbst verschuldet zu haben, die Folgerung, auch zur Verbesserung derselben unvermögend zu styn; und sie glätteten jenen gefährlichen Satz ab zum witzigen MaschaL1 2). Da erklärten in Übereinstimmung mit dem sogenannten zweiten Gesetze (5 Mos. 24, 16. vgl. 2 Kön. 14, 6. Hiob 21, 20.) die Propheten Ezechiel und Jeremia den Lehrsatz, seiner gräßlichen Folgen wegen zu derselben Zeit für nichtig; aber vergeblich forderte der Letztere nebst Baruch die Hoffnungslosen (Ez. 12, 12.) zu Gottvertraun und Zuversicht auf seine Gnade auf. Selbst brieflich die Weggefährten ermahnte er zu geduldigem Ausharren und ruhiger Erfüllung ihrer Unterthanspflichten (Jer. 29, besonders VB. 5 — 7.). Dagegen aber suchten unwürdige Mitglieder des Prophetenstandes, die ihre eigenen Gedanken vernehmend Gott zu hören meinten, durch Eröffnung der freudigen Aussicht auf gleichbaldige Befreiung vom chaldäischen Joche die Zurückgebliebenen zur Empörung anzureizen: 1) Jer. 29, 26. Die Strafe bestand in geschärftem Gefängniß. Ein Tempelaufseher aus dem Priesterstande sollte die Propheten im Auge behalten, und im vorkommenden Falle des Zuwiderhandelns die Strafe vollziehen lassen. S. a. a. O. und C. 20, 1 — 3. 2) Ez.. 18,-2. Jer. 31,29.: „Die Vater haben saure Trauben gegessen. Und der Kinder Zahne werden davon stumpf." Vgl. übrigens Demosthenes in der ersten Rede gegen Philipp, S. 40. bei Reiske: Ovdev, a uvÖQsg ’A^rjvcuoi^ tcov dsov- VCOV nOLOVVTCOV VflCOV , HCiY.COg TU TtQUyflUTU L/Lt. kTvr-L- TOiyZ BL TCUvfi'3 U 7CQ067jx8, nQUTXOVTCOV OVTCOg Sl%8Vf OVC$ uv einig r\v uvtu ßslvico yevBG^UL, 26 *